Mit den Venturiwäschern von GEA profitieren Sie von einer hohen Abscheideleistung, die auf der hohen Relativgeschwindigkeit zwischen dem Gas und der Waschflüssigkeit in der Venturikehle beruht. Sie werden hauptsächlich zur Behandlung von Gas mit sehr feinen Partikeln oder Tröpfchen wie Aerosolen eingesetzt, um die immer strenger werdenden Emissionsgrenzwerte einzuhalten.
Der Venturiwäscher eignet sich besonders gut bei schwankenden Gasströmen: Die freie Querschnittsfläche für den Gasstrom wird während des Betriebs kontinuierlich angepasst, damit eine gleichmäßige und zuverlässige Leistung sichergestellt ist.
Neben der Standardausführung bietet Ihnen GEA auch maßgeschneiderte Lösungen für das Quenchen von Gas und Behandeln von gasförmigen Schadstoffen im Gas. Dies geschieht durch eine anpassbare Düsenanordnung bzw. entsprechend ausgewählte Waschflüssigkeit. Darüber hinaus stehen verschiedene Anordnungen zur Verfügung, die auf Ihre individuellen räumlichen und verfahrenstechnischen Anforderungen abgestimmt sind.
Je nach Anwendung stellt GEA zwei Arten von Venturiwäschern bereit: Der kleine bis mittelgroße Wäscher wird hauptsächlich in der chemischen Industrie eingesetzt, während der große Venturiwäscher vor allem in der Eisen- und Stahlbranche sowie in der Nichteisenindustrie verwendet wird. Typische Gasvolumenströme reichen von 1 bis 300.000 m³/h.
Besondere Merkmale
- Geeignet sowohl für die Abscheidung von Partikeln als auch von Aerosolen
- Anpassbar an eine breite Palette von Anwendungen, z. B. Quenchen und Absorption
- Hohe Betriebszuverlässigkeit und Sicherheit, auch bei schwankenden Gasströmen
- Praktisch keine Leerlaufzeit beim Anfahren
- Geringer Wartungsaufwand aufgrund des robusten und bewährten Designs
- Erhältlich in fast allen Materialien für eine bessere chemische und thermische Beständigkeit
Mittelgroßer Venturiwäscher
Venturiwäscher eignen sich besonders gut für die Abscheidung von Aerosolen und Feinstaub aus Gasströmen. Sie sind die richtige Wahl für Partikelgrößen ab etwa 0,7 µm.
Die Partikel werden durch Aufprall auf den Waschmedientropfen in der Venturikehle abgeschieden. Der Partikelabscheidegrad wird durch die Dichte des Flüssigkeitsstrahls und die relative Geschwindigkeit zwischen den Partikeln und dem Gas/Waschflüssigkeitsgemisch beeinflusst. Letzteres wird erreicht, indem das Gemisch durch eine Verengung innerhalb der Anlage (= die Venturikehle) gepresst wird.
Um variable Einlassströme zu ermöglichen, haben wir einen Venturiwäscher mit einem Regulierkegel in der Venturikehle entwickelt. Der Regelbereich liegt zwischen einer Last von 20 % und 100 %, bei gleichbleibend hoher Abscheiderate.
Die Einspritzung des Waschmediums erfolgt entweder durch eine zentrale Flüssigkeitsstrahldüse oder durch in der Venturiwand angeordnete Verteilerdüsen. Die Sprühdichte kann z. B. durch den Einsatz von dampfbetriebenen Zweistoffdüsen verbessert werden.
Der Venturiwäscher verursacht einen Druckverlust im Gasstrom. Bei Umgebungsdruck liegt der typische Druckverlust zwischen 25 und 80 mbar. Diese Werte können abhängig vom Gesamtdruck und von den Partikeleigenschaften variieren.

Funktionsweise von Venturiwäschern
Großer Venturiwäscher
Große Venturiwäscher sind die beste Option, wenn eine hohe Abscheideleistung für große Durchflussmengen staubhaltiger Gase benötigt wird.
Die Waschflüssigkeit wird durch mehrere Düsen im Einlasskonus vor der Venturikehle eingespritzt. Dieser Wäschertyp kann vertikal, geneigt oder horizontal montiert werden.
Für die Kühlung, Gasaufbereitung und Vorentstaubung wird der Wäscher mit einem Druckabfall von nur wenigen Millibar betrieben. Der geringe Druckabfall wird erreicht, indem die Geschwindigkeit der eingespritzten Waschflüssigkeit der Geschwindigkeit des Gases in der Venturikehle so nah wie möglich angepasst wird. Während der Entschleunigung im Diffusor verursacht die relativ hohe Masse an Waschflüssigkeit eine weitere Erhöhung des Gasdrucks.
Je nach Volumen der eingespritzten Flüssigkeit wird so viel Energie auf das Gas übertragen, dass es nicht nur zu keinem Druckabfall im Wäscher kommt, sondern der Gasdruck sich sogar erhöht. Wird diese Wäscherart im Gegensatz dazu mit einem hohen Druckabfall betrieben, tritt das Gas-Staub-Gemisch mit höherer Geschwindigkeit in die Waschzone ein als die Waschflüssigkeit. Die Flüssigkeitstropfen werden dementsprechend durch den Gasstrom beschleunigt, wodurch es zu einem Druckabfall kommt. Steigt die Geschwindigkeit an, kommt es gleichzeitig zu einer erhöhten Turbulenz im Wäscher, wodurch sich die Waschflüssigkeitstropfen und das Rohgas gründlich durchmischen – eine Grundvoraussetzung für hohe Abscheideeffizienz. Dementsprechend gilt: je höher die Gasgeschwindigkeit in der Venturikehle, umso höher der Druckabfall.
Das Gas-/Tropfengemisch wird in einem nachgeschalteten Zentrifugalabscheider getrennt.

Großer Venturiwäscher
Downloads
Verwandte Produkte

Ringspaltwäscher
Der Wunsch, eine flexible Anlage zu liefern, mit der die zahlreichen industriellen Abgasprobleme gelöst werden könnten, führte 1950 zur Entwicklung eines verstellbaren Ringspaltwäschers, der noch heute zu den effizientesten Wäschern gehört. Was die Korngröße fester und flüssiger Partikel und die Konzentration gasförmiger Komponenten in Gasgemisch...

FleX scrubber
Wäscher der nächsten Generation, nicht nur für die nichteisenmetallurgische Industrie. FleX scrubbers werden für die Staub- und Partikelentfernung in gesättigten Abgasen eingesetzt und bieten dank ihrer hohen Anpassungsfähigkeit und der Fähigkeit, bei schwankenden Gasdurchsätzen gleichmäßig zu waschen, eine höhere Energieeinsparung und Effizienz.

Strahlwäscher
Vielseitig einsetzbar als Schnellabsorber, Entstaubungsfilter oder Gaskühler. Funktioniert nach dem Einspritzprinzip: kein Druckverlust, sondern ein Druckanstieg im Gasstrom.

Radialstromwäscher
Einstellbare Stromwäscher mit hoher Abscheideleistung, auch bei kritischen Stoffen. Sie werden hauptsächlich zur Gaskühlung (Senkung der Temperatur durch Wasserverdampfung) oder zur Gasreinigung (Kondensation von Aerosolen und Entfernung von Feststoffverunreinigungen) eingesetzt.
GEA Insights

Innovating for impact: Bessere Lösungen für Kunden gestalten
Industrielle Produktion steht vor der Herausforderung, weniger Ressourcen zu verbrauchen, intelligenter zu arbeiten und Anlagen länger produktiv zu halten. Bei GEA verändert dies, wie Innovationen entstehen: Technik, Kundenwissen, digitale Kompetenz und Service werden früh zusammengeführt – wenn eine Lösung noch grundlegend gestaltet werden kann.




