Gaswäschertechnologie Laborgaswäscher

Der Laborgaswäscher ist ein kompaktes System zum Abscheiden und Auswaschen von schädlichen, gasförmigen Substanzen aus der Abluft.

Er wird in chemischen Laboren bei Versuchen, in der Produktion, beim Abfüllen, Entleeren und Reinigen von Apparaturen eingesetzt oder wenn sehr geringe Abluftströme abgeführt werden müssen. Mit einem Laborgaswäscher können Schadstoffe absorbiert werden, Stäube abgeschieden, Dämpfe kondensiert und heiße Gase gesättigt und gekühlt werden. In Sonderfällen können das Material und die Abmessungen des Laborgaswäschers an die Betriebsanforderungen angepasst werden. Neben der Standardausführung in PP/PE ist es möglich. diese Anlagen in elektrisch leitfähigen Kunststoffen, rostfreiem Edelstahl oder glasfaserverstärkten Kunststoffen zu bauen.

Funktionsweise

Das Funktionsprinzip des Gaswäschers entspricht dem eines Strahlwäschers, der – in seiner Eigenschaft als Ejektor – Gase ohne einen zusätzlichen Ventilator ansaugt und fördert. Die Waschflüssigkeit dient dabei als Treibmedium, wobei diese über spezielle Treibdüsen als Tropfen dispergiert wird, die einen Teil der Gasreinigungsaufgabe übernehmen.

Die Mischung aus Gas und Flüssigkeitströpfchen wird in einer nachgeschalteten Zentrifugalabscheider abgeschieden. Der Abscheider ist so konstruiert, dass eine Schaumbildung auf ein Minimum reduziert wird. Die Waschflüssigkeit gelangt zurück in den Vorlagebehälter, wo sie über einer magnetgekuppelten Pumpe wieder in Kreislauf gebracht wird. Das vorgereinigte Gas wird in eine nachgeschaltete Gegenstrom-Waschkolonne geführt, die entweder mit der Waschflüssigkeit aus der Zirkulationspumpe oder gegebenenfalls mit frischer Waschflüssigkeit gespeist wird. Mitgerissene Flüssigkeitströpfchen werden in einem nachgeschalteten Tropfenabscheider vor dem Gasaustritt abgeschieden. Beim Waschprozess auftretende Lösungs- oder Reaktionswärme kann entweder durch kontinuierlich zugeführtes frisches Waschmittel mit korrespondierendem dem Überlauf oder durch den Einbau eines zusätzlichen Flüssigkeitskühlers abgeführt werden.

 

Eigenschaften

  • Wartungsfrei und bedienerfreundlich
  • Leicht zu transportieren
  • Korrosionsbeständig aufgrund der korrekten Werkstoffauswahl
  • Selbstansaugend, kein Ventilator benötigt
  • Leicht modifizier- und erweiterbar 
  • Breiter Lastbereich, effizienter Teillastbetrieb 
  • Unempfindlich gegenüber Verschmutzung
  • Hohe Betriebssicherheit