Die Reduzierung erfolgt in Gegenwart des Katalysators bei einer Temperaturreichweite zwischen 250 und 380 °C (570 °F bis 716 °F).
| Die wichtigsten chemischen Reaktionen: |
| 4 NO + 4 NH3 + O2 -> 4 N2 + 6 H2O (1) |
| 6 NO2 + 8 NH3 -> 7 N2 + 12 H2O (2) |
NOx-Abscheidung / Flussschema SCR - DeNOx


Es können unterschiedliche Katalysatormodule ausgewählt werden.

Das Katalysatorbett wird periodisch mit Druckluft und Dampf gereinigt (ein oder mehrere Male alle 24 Stunden). Ein Kratzer bewegt sich langsam über den Katalysator, um für die effiziente Reinigung der Oberseite und der Innenseite der Kanäle zu sorgen.
Die Zufuhrgeschwindigkeit des Ammoniaks wird durch die NOx-Auslasskonzentration des Gases gesteuert. Die sich aus den chemischen Reaktionen ergebenden Produkte sind Stickstoff und Wasserdampf – natürliche Komponenten der Umgebungsluft–, die in die Atmosphäre entlassen werden können.
Hauptvorzüge
- Höchste SCR-Leistung mit minimiertem Ammoniakschlupf
- Seit vielen Betriebsjahren bewährte Zuverlässigkeit
- Reduzierter SCR-Gesamtdruckabfall
- Möglichkeit, die Katalysatorvergiftung zu verringern und dessen Lebensdauer zu verlängern
Rußbläsersystem

Es sind Dichtungsprofile vorhanden, um den Ammoniakschlupf gering zu halten.
Prüfmodul zur Analyse von Aktivitätsverlusten

Zementindustrie
SCR-Anlage für die ZementindustrieFür die Reduzierung von Stickoxidemissionen von Zementwerken kommt in der Regel der selektive nicht katalytische Reduktionsprozess (SNCR) zum Einsatz, bei dem Ammoniak oder Urea bei hohen Gastemperaturen zugeführt wird. Dieses Verfahren weist jedoch Grenzen bezüglich der NOx-Abscheideeffizienz auf und generiert eine ziemlich hohe Ammoniakemission (Ammoniakschlupf). Aus diesem Grund verwendet GEA fortschrittliche SCR-Technologien mit Katalysatoren, die die Reaktionstemperatur von ca. 1000 °C auf einen Bereich von 230–400 °C reduziert. Es sind hohe Reduktionsraten mit minimalem Ammoniakschlupf möglich. GEA empfiehlt die staubarme AnordnungDeNOx – Systemvergleich
Vor- und Nachteile von SCR-Systemen
| Wenig Staub | Mittel wenig | Viel Staub | |
| Vergiftungsrisiko | ++ | - | - |
| Risiko der Krustenbildung | + | + | - |
| Häufigkeit der Oberflächenreinigung | ++ | + | -- |
| Nötiges Katalysatorvolumen | + | + | - |
| Lebensdauer des Katalysators | ++ | - | - |
| Spez. Investitionskosten | - | - | + |
| Spez. Betriebskosten | + | + | -- |
Staubarme Anordnung

| Typische SCR-Parameter bei staubarmer Anordnung: | |
| Temperatur | 250/275 °C |
| Staubbelastung | 5–20 mg/Nm³ |
| Katalysatoröffnungen | 3,5–5 mm |
| Katalysatorschichten / keine Reinigungsvorrichtung | 1 – 2 |
SCR-Typen dieser Art sind in der Regel was den Lebenszyklus betrifft (Capex und Opex) anderen Vorrichtungen gegenüber vorzuziehen.
Glasindustrie
SCR für die GlasindustrieFür den Sektor der Glasproduktion bietet GEA maßgeschneiderte SCR-DeNOx-Anlagen, die sich durch folgende Merkmale auszeichnen:- Hoch effiziente Abscheidung von Ablagerungen an der Oberseite des Katalysators und der Innenseite der Katalysatorkanäle. Die Oberseite wird durch die langsame Bewegung eines Kratzers über die vollständige Oberfläche gereinigt.
- Die Reinigungsluft wird erwärmt, da die Druckluftleitungen durch das gesäuberte Gas verlaufen.
- Das Reinigungssystem ist in der Lage, den Katalysator auch im Notfall zu reinigen, beispielsweise bei Energieverlust, wenn höhere Staubbelastungen die SCR-Vorrichtung erreichen.
- Das SCR-Reinigungssystem von GEA garantiert über viele Jahre hinweg eine hohe Reinigungseffizienz, was zu einer langen Nutzungsdauer des Katalysators führt. Dies hat sich in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Referenzfällen erwiesen.
- Die SCR befindet sich direkt hinter dem Filter, wodurch keine Erwärmung nötig ist.
- Die Auswahl des Katalysatormoduls hängt vorwiegend vom Staubgehalt des SCR-Einlasses ab.
Für die Herstellung von Selenglas müssen besondere Verfahren in Betracht gezogen werden.
FCC
Fluid-Catalytic-Cracking-Anlagen (FCC) für RaffinerienRaffinerien unterscheiden sich je nach ihrer Komplexität: Komplexere Raffinerien verfügen über größere sekundäre Umwandlungsfähigkeiten, was bedeutet, dass sie unterschiedliche Arten von Erdölerzeugnissen produzieren können. Fluid Catalytic Cracking (FCC) ist ein Stoffumwandlungsprozess, bei dem aus dem Rohöl vorwiegend zusätzliche leichtere Ölfraktionen hergestellt werden. Für diese Verfahren bietet GEA maßgeschneiderte Gasreinigungssysteme, inklusive spezifischer Abwasserreinigungslösungen.Vorwiegende Anordnung des Gasreinigungssystems

Merkmale der SCR von GEA für FCC-Anlagen
- Keine Katalysatorverschmutzung dank optimierter Einlasstemperatur
- Minimaler Ammoniakschlupf / vollständige Entfernung, bei Vorhandensein eines nachgeschalteten Wäschers.
- Deutlich geringerer Investitions- und Betriebsaufwand (Capex und Opex) als bei anderen DeNOx-Systemen für FCC, wie die Ozonerzeugung, bei denen zusätzliche Gesundheits- und Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden müssen.
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