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Premiere für GEA AdaptAx: modularer Orbitalreiniger mit bis zu 30 Prozent höherer Reinigungsleistung; Modellrechnung zeigt Potenzial für 650 zusätzliche Tankstunden und 40 Prozent weniger CIP-Volumen je Reinigung
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Erst analysieren, dann umsetzen: Add Better Consulting und GEA NEXUS verbinden Analyse, Priorisierung und langfristigen Fahrplan mit der technischen Umsetzung
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Kapazität anders denken: Hydract ermöglicht präzises Inline-Blending und späte Produktdifferenzierung; QBOIL zeigt Retrofit-Potenzial im Sudhaus.
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Mehr Produktvielfalt auf vorhandener Infrastruktur: GEA stellt unterschiedliche Wege zu alkoholfreien Produkten und flexibleren Produktionskonzepten gegenüber.
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Pressetermine: Tech Espresso am 10. November, Morning Insight am 11. November
Mit GEA AdaptAx stellt GEA auf der BrauBeviale 2026 vom 10. bis 12. November in Nürnberg (Halle 9, Stand 362) eine neue Generation orbitaler Tankreiniger vor. Die Produktpremiere steht exemplarisch für den Messeauftritt: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Brauereien vorhandene Anlagen wirtschaftlicher, flexibler und ressourcenschonender nutzen können. Neben AdaptAx zeigt GEA unter anderem Ansätze für Energie- und Prozessanalysen, Retrofit im Sudhaus und die Herstellung alkoholfreier Produkte sowie mit GEA Hydract einen neuen wasserhydraulischen Ventilantrieb für präzise Prozessregelung und Inline-Blending. Unter dem Leitthema „The Better Brewing Journey“ veranschaulicht GEA, wie Brauereien ihre Anlagen analysieren, gezielt technisch verbessern und ihre Prozesse laufend optimieren.
„Brauereien brauchen heute nicht automatisch mehr Anlage, sondern mehr Möglichkeiten mit der Anlage, die bereits da ist“, sagt Steffen Rathmann, Vice President Business Line Beverage bei GEA. „Das kann ein besser eingestellter Prozess sein, ein gezieltes Retrofit oder eine neue Technologie, die Kapazitäten anders nutzbar macht. Auf der BrauBeviale stellen wir diese Bandbreite ganz konkret vor.“
Premiere für GEA AdaptAx: Tankreinigung als Kapazitätshebel
Die neue Generation der Orbitalreiniger GEA AdaptAx erreicht gegenüber der Vorgängergeneration eine um bis zu 30 Prozent höhere mechanische Reinigungskraft. Abhängig von Tankgeometrie, Verschmutzung und Reinigungsaufgabe lassen sich dadurch Reinigungszeit, Volumenstrom und Betriebsdruck optimieren.
AdaptAx ist modular aufgebaut. Unterschiedliche Düsenkonfigurationen ermöglichen es, den Reiniger auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen und bei veränderten Prozessanforderungen umzurüsten, statt ihn vollständig zu ersetzen. Für die Wartung sind Standardwerkzeuge ausreichend.
Das Potenzial für einen größeren Tankpark veranschaulicht eine Modellrechnung von GEA. Sie betrachtet 50 Fermentations- und Lagertanks mit jeweils einer Reinigung pro Woche, also 2.600 CIP-Zyklen pro Jahr. Der Vergleich basiert auf identischen Tankgrößen, Verschmutzungsgraden und Anforderungen an die Reinigungsqualität.
- Die CIP-Zeit sinkt im Modell von 60 auf 45 Minuten, der Volumenstrom von 100 auf 80 Kubikmeter pro Stunde und der Betriebsdruck von 10 auf 8 bar.
- Allein die eingesparten 15 Minuten pro Reinigung summieren sich in diesem Szenario auf 650 zusätzliche Tankstunden oder rund 27 Tage Tankverfügbarkeit pro Jahr.
- Gleichzeitig reduziert sich das eingesetzte CIP-Volumen von 100 auf 60 Kubikmeter je Reinigung. Hochgerechnet auf 2.600 Zyklen entspricht dies 104.000 Kubikmetern weniger Wasser pro Jahr. Bei einem Total-Loss-System sinkt die Abwassermenge in gleicher Größenordnung.
Die tatsächlichen Effekte hängen von den Betriebsbedingungen ab. Die Modellrechnung zeigt jedoch, welchen Hebel kürzere Reinigungszyklen in großen Tankparks bieten können: Sie erhöhen die verfügbare Tankzeit und senken das benötigte CIP-Volumen.

Der modulare Orbitalreiniger GEA AdaptAx erreicht gegenüber der Vorgängergeneration eine um bis zu 30 Prozent höhere mechanische Reinigungskraft. Je nach Anwendung lassen sich dadurch Reinigungszeit und CIP-Volumen reduzieren. Bild: GEA
Erst verstehen, dann priorisieren
Die Frage nach dem sinnvollsten nächsten Schritt steht auch hinter GEA Add Better Consulting. Statt mit einer Technologie zu beginnen, startet der Ansatz mit der Anlage selbst: Wo entstehen Verluste? Welche Maßnahmen haben kurzfristig Wirkung? Welche Investitionen passen zu einem längerfristigen Zielbild?
Add Better Consulting soll dafür Daten und Betriebsrealität in einen priorisierten Dekarbonisierungsfahrplan übersetzen. GEA NEXUS setzt eine Ebene später an und bringt Prozess-, Wärme- und Kälte-Engineering zur technischen Umsetzung. Die Rollen sind damit klar getrennt: erst beurteilen und priorisieren, dann integrieren und umsetzen.
„Eine Einzelmaßnahme kann sinnvoll sein und trotzdem in die falsche Richtung führen, wenn das langfristige Ziel fehlt“, sagt Dr. Isabel Osterroth, Senior Director Add Better Consulting & Nexus bei GEA. „Viele Unternehmen müssen heute Entscheidungen treffen und können nicht darauf warten, dass der perfekte Masterplan fertig ist. Entscheidend ist, dass jede Maßnahme in die gleiche Richtung arbeitet. Genau deshalb betrachten wir nicht nur die nächste Investition, sondern die Entwicklung des Standorts als Ganzes.“ Gerade in Bestandanlagen entscheiden die richtige Reihenfolge und die Integration in vorhandene Infrastruktur, Automatisierung und laufende Produktion darüber, ob einzelne Maßnahmen später ein stimmiges Gesamtsystem ergeben.

Das Keyvisual „Better Brewing Journey“ bündelt die Themen des GEA-Messeauftritts auf der BrauBeviale 2026: Analyse, technische Umsetzung und laufende Optimierung von Brauerei- und Getränkeprozessen. Bild: GEA
Mehr Produkte müssen nicht mehr Tanks bedeuten
Mit GEA Hydract stellt GEA auf der BrauBeviale erstmals den wasserhydraulischen Ventilantrieb innerhalb des VARIVENT-Portfolios vor. Statt Druckluft nutzt der Antrieb ein geschlossenes hydraulisches System. Da sich die Ventile präzise positionieren lassen, können sie neben klassischen Open-/Close-Aufgaben auch kontinuierliche Regelaufgaben übernehmen. So lassen sich Produktströme genau regeln und Produkte inline mischen.
Bei Carlsberg in Fredericia, Dänemark, zeigt sich, welche Konsequenzen eine späte Produktdifferenzierung haben kann: In einem entsprechend ausgelegten Anlagenkonzept sinkt der Bedarf an Bright Beer Tanks von 26 auf 14, während die durchschnittliche Tankauslastung von 54 auf 90 Prozent steigt. Produktvarianten können näher an der Abfüllung erzeugt werden, statt sie frühzeitig in separaten Tanks vorzuhalten.
Hydract zeigt, wie sich durch eine veränderte Prozessführung zusätzliche Flexibilität gewinnen lässt, ohne weitere Anlagenkomponenten zu installieren.

Der wasserhydraulische Ventilantrieb GEA Hydract ermöglicht eine präzise Regelung von Produktströmen und Inline-Blending. Damit lassen sich Produktvarianten näher an der Abfüllung erzeugen, statt sie in separaten Tanks vorzuhalten. Bild: GEA
Retrofit im Sudhaus
Auch etablierte Kernprozesse bieten Modernisierungspotenzial. Mit GEA QBOIL zeigt GEA auf der Messe ein Retrofit-Konzept für die Würzekochung. Das System arbeitet mit fraktionierter Kochung und kann nach GEA-Angaben den Energiebedarf dieses Prozessschritts um bis zu 35 Prozent reduzieren. Entscheidend im Brownfield-Kontext ist, dass hierfür nicht zwangsläufig das gesamte Sudhaus ersetzt werden muss.

GEA QBOIL ist ein Retrofit-Konzept für die Würzekochung. Die fraktionierte Kochung kann den Energiebedarf dieses Prozessschritts nach GEA-Angaben um bis zu 35 Prozent senken, ohne das gesamte Sudhaus zu ersetzen. Bild: GEA
Alkoholfrei beginnt mit der richtigen Verfahrenswahl
Auch der wachsende Markt für alkoholfreie Produkte führt nicht automatisch zu einer einzigen technischen Antwort. Je nach Produktziel, vorhandener Infrastruktur und benötigter Menge kommen eine angepasste Gärungsführung sowie thermische oder membranbasierte Verfahren zur Entalkoholisierung infrage.
GEA stellt auf der BrauBeviale deshalb nicht ein Verfahren als allgemeingültige Lösung heraus, sondern die Entscheidungslogik dahinter: Welche Produktqualität wird angestrebt, welche Infrastruktur ist vorhanden und welche Produktionsmengen müssen wirtschaftlich abgedeckt werden?
Außerdem informiert GEA am Stand über GEA AromaPlus für die Membranentalkoholisierung, digitale Lösungen, Wärmepumpen sowie Technologien aus dem Bereich Separation. Auf Monitoren präsentiert GEA unter anderem das GSX Skid und GEA plug & win Beer Recovery. Das integrierte Zentrifugenmodul gewinnt Bier aus Überschusshefe zurück und führt es automatisiert in den Brauprozess zurück. So kann die Gesamtbierausbeute je nach Betriebsbedingungen um bis zu zwei Prozent steigen, ohne den laufenden Produktionsprozess zu unterbrechen.
Unsere Experten im Rahmenprogramm der BrauBeviale
Workshop in der Focus Corner: Wo geht Ihre Energie wirklich hin?
11. November 2026, 15:30 bis 17:00 Focus Corner, Halle 9, Stand 9-626 Vom Ist-Zustand zum konkreten Fahrplan für eine effizientere Brauerei Im praxisorientierten Workshop zeigen Dr. Isabel Osterroth und Julius Jung von GEA anhand realer Brauereibeispiele, wie sich Potenziale sichtbar machen und Schritt für Schritt bewerten lassen. Ziel ist eine belastbare Antwort auf die Frage: Wo sollte Ihre Brauerei als Nächstes ansetzen?Main Stage: See hydraulic precision in action
11. November 2026, 16:30–17:00 Uhr Main Stage, Halle 9 Frederik Wellendorph zeigt, wie stabile, druckunabhängige Ventilregelung neue Freiheitsgrade in der Prozessgestaltung schafft – von Inline-Blending und bedarfsgerechter Produktion bis zu neuen Anlagenkonzepten für Brauerei und Getränkeindustrie.Unsere Presseevents auf der BrauBeviale
Tech Espresso: What if we stop using air?
10. November 2026, 14:30–14:50 Uhr GEA-Stand 9-362 20 Minuten mit Frederik Wellendorph zur Frage, was wasserhydraulische Ventilbetätigung in Brauereien tatsächlich verändert: von Energiebedarf und präziser Regelung bis zu Inline-Blending und später Produktdifferenzierung.Morning Insight: Mehr Spielraum für Brauereien
11. November 2026, 09:00–09:45 Uhr GEA-Stand 9-362 Drei kurze Praxischecks zeigen, wo bestehende Brauereien wirtschaftlichen Spielraum nutzen können: bei Effizienz, Kapazitätsauslastung und künftigen Anlagenkonzepten. Im Mittelpunkt stehen Beispiele zu Energieflüssen, später Produktdifferenzierung und Hydract.Fanny Förster
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.