„Besser werden geht nur mit den Besten“

Dank Technologie von GEA benötigt der Feuchttuchhersteller Sapro in seinen Reinigungsprozessen 90 Prozent weniger Wasser und Chemikalien.
Die Nachfrage nach Hygiene- und Desinfektionsprodukten ist infolge der COVID-19-Pandemie stark gestiegen – Hersteller produzieren seitdem an der Kapazitätsgrenze. Auch Sapro, einer der weltweit führenden Spezialisten für Feuchttücher, investiert in die Ausweitung seiner Produktion. Im Zuge dessen erteilte Sapro GEA einen Rekordauftrag über 60 GEA Typhoon Orbitalreiniger. Diese verkürzen nicht nur die Reinigungszeit um 90 Prozent, sondern minimieren auch den Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch.
Durch die COVID-19-Pandemie ist die Nachfrage nach Hygiene- und Desinfektionsprodukten sprunghaft angestiegen. Hersteller produzieren seither mit voller Auslastung. Auch Sapro arbeitet mit Hochdruck daran, die Kapazitäten im Werk zu erhöhen. Derzeit werden rund 140 Packungen pro Minute beziehungsweise etwa 120 Millionen Feuchttücher pro Tag produziert – für Anwendungen in Kosmetik, Gesundheitswesen, Haushalt und Autopflege.
Sapro zählt zu den drei größten Feuchttuchherstellern der Welt und fertigt in seinem Produktionswerk in Silivri bei Istanbul mehr als 100 verschiedene Produkte. Der Großteil der Produktion wird in die Europäische Union exportiert und dort sowohl als Handelsmarken als auch unter eigenen Marken vertrieben. Auch auf dem türkischen Heimatmarkt ist Sapro mit einem Marktanteil von 41 Prozent sehr erfolgreich. Darüber hinaus produziert Sapro Temizlik den eigenen Rohstoff – Spunlace-Vliesstoff – in den eigenen Anlagen.

Mit 45 hygienischen Produktionslinien und hervorragend ausgestatteten Prüflaboren zählt Sapro in der Türkei zu den weltweit führenden Herstellern von Feuchttüchern und Kosmetikartikeln. Bild: Sapro
Bei Sapro treiben Qualität und Umweltbewusstsein Innovationen voran
Das in Istanbul ansässige Unternehmen führt seinen Erfolg vor allem auf seinen konsequenten Managementansatz zurück: „Qualität, Kontinuität, Flexibilität und Geschwindigkeit sind die vier Säulen, die für den Erfolg in der Herstellung von Private-Label-Produkten entscheidend sind“, sagt Atila Kalemci, verantwortlich für Automatisierung bei Sapro. Nachhaltigkeit – verstanden als Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung – bildet das Fundament, auf dem diese Säulen systematisch aufbauen. Für dieses Engagement wurde Sapro seit 2011 jährlich mit dem menschenzentrierten Preis der Türkei in der Kategorie Human Resources ausgezeichnet. 2018 erhielt Sapro als erstes türkisches Unternehmen das Operation Clean Sweep (OCS)-Zertifikat. OCS ist eine Initiative des American Chemistry Council (ACC) und der Plastics Industry Association (PLASTICS) und soll dazu beitragen, dass Pellets, Flocken oder Pulver aus Produktionsprozessen in der Kunststoffindustrie nicht in Gewässer gelangen und letztlich in den Ozeanen landen.
Immer wieder entwickelt das Unternehmen aus Istanbul Innovationen, die den Anspruch an die Herstellung seines Produktspektrums erhöhen – von verbraucherfreundlichen Einzelverpackungen bis hin zu den innovativen Interfolding- und Inline-Befeuchtungssystemen von Sapro Cleaning, die in der Türkei erstmals zum Einsatz kamen.
Reinigung bei Produktion unter Volllast
Vor dem Hintergrund seines Nachhaltigkeitsanspruchs und der stark gestiegenen Nachfrage investiert Sapro in die Produktionssteigerung – möglichst effizient und zugleich umweltschonend. Parallel zur Ankündigung des Unternehmens, in Bulgarien eine neue Produktionslinie für biologisch abbaubare Feuchttücher aufzubauen, werden auch bestehende Linien modernisiert, um die Produktivität zu erhöhen. Ein Bereich mit deutlichem Verbesserungspotenzial war die Tankreinigung. Bislang setzte Sapro auf konventionelle Rotationsreiniger. Dabei zeigten sich jedoch Leistungs- und Hygienedefizite, da einige Bereiche des Tanks nicht erreicht wurden. Unzureichend gereinigte Bereiche hätten das Produkt kontaminieren können – ein Risiko, das Sapro nicht eingehen wollte. Deshalb suchte der Feuchttuchspezialist nach neuen Tankreinigungssystemen, die mehr Effizienz bieten und zugleich die hohen Hygienestandards erfüllen.
Es blieb keine Zeit zu verlieren, wie Kalemci erklärt: „Unser 24/7-Betrieb produziert Feuchttücher für rund 1.000 Lieferanten. Wir bieten nicht nur Feuchttücher an, sondern Hunderte Arten von Hygienetüchern, darunter Peeling- und Anti-Falten-Tücher sowie Reinigungsmittel für Linsen und medizinische Anwendungen, Lebensmittelherstellung, Landwirtschaft und weitere Industrien. Maximale Hygiene in der Produktion ist für uns die Grundvoraussetzung, um Produktsicherheit zu gewährleisten.“
Atila Kalemci betont, dass ein reibungsloser Tankbetrieb für den gesamten Produktionsprozess entscheidend ist: „Wir haben 40 Lösungstanks und betreiben 45 Produktionsanlagen. Produktqualität und natürlich auch die Ausbringung hängen davon ab, dass wir schnell reinigen und sterile Lösungen herstellen können. Früher haben wir 25 Minuten für die Reinigung der Lösungstanks eingeplant und waren dennoch mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Das musste sich ändern, denn in unseren Hochleistungsprozessen ist kein Platz für ineffiziente Reinigung.“
Hygieneanforderungen in der Feuchttuchproduktion
Angesichts der besonderen Herausforderungen bei der Tankreinigung in einem Unternehmen wie Sapro, das Spunlace verarbeitet, stuften die GEA Experten die Verschmutzung in die höchste Kategorie IV ein. Zelluloserückstände, Papierfasern sowie Abwasser müssen vollständig ausgespült werden, um verstopfte Anlagen, Korrosion und sogar die Bildung übelriechender Gase zu vermeiden.
Die besten Optionen für diesen Verschmutzungsgrad sind entweder Orbitalreiniger – wofür sich Sapro entschied – oder Indexreiniger. Letztere erzeugen gezielte, kraftvolle Strömungen, deren Reinigungsleistung und Strahlwirkung optimal auf die Behältergeometrie abgestimmt werden können.

Sapro produziert rund drei Milliarden Feuchttücher pro Monat, die als Handelsmarken und Eigenmarken verkauft werden. Bild: Sapro
Produktsicherheit und Reputation
Werden Tanks, Silos oder beispielsweise IBCs (Intermediate Bulk Container) für Lagerung und Verarbeitung eingesetzt, können unzureichend entfernte Ablagerungen die Produktsicherheit gefährden. Das Kontaminationsrisiko steigt – ebenso wie die möglichen Folgen bereits einer einzigen fehlerhaften Charge.
Ein Kraftpaket für die Reinigung – das GEA Orbitalsystem
Nach intensiver Beratung und Tests vor Ort entschied sich Sapro für den GEA Typhoon Orbitalreiniger. Mit seinem kompakten, hygienischen Design und leistungsstarken Düsen ist der Reiniger die erste Wahl für unterschiedlichste Behältergrößen und Anlagen, bei denen Hygiene oberste Priorität hat. Typische Einsatzbereiche sind Brauereien, Getränke-, Molkerei-, Lebensmittel-, Beschichtungs-, Transport- und Chemieanwendungen.
Der Orbitalreiniger arbeitet mit zwei gleichmäßig rotierenden Achsen. Dabei erzeugt er fokussierte Rundstrahlen, die einem definierten Verlauf folgen und eine dichte 3D-Reinigungsmatrix bilden. Das spezielle Düsendesign sorgt für kraftvolle Wasserstrahlen mit hoher Wirkung und sehr effizienter Reinigung. Dank des 360-Grad-Reinigungssystems gibt es im Tank keine Toträume – also Bereiche außerhalb der Strahlreichweite –, wie es bei den zuvor eingesetzten Geräten von Sapro der Fall war.

Der Orbitalreiniger Typhoon wird durch die Reinigungsflüssigkeit angetrieben und kann mobil oder stationär eingesetzt werden. Die Rundstrahldüsen rotieren in zwei Ebenen und erzeugen fokussierte Hochleistungsstrahlen für ein besonders effizientes 3D-Reinigungsmuster. Bild: GEA
90 Prozent effizientere Reinigung mit GEA Typhoon Systemen
Der Praxistest überzeugte Sapro vollständig. GEA erhielt schließlich einen Rekordauftrag über 60 Typhoon Orbitalreiniger – das größte Cleaner-Retrofit, das das Unternehmen je umgesetzt hat. Seit 2020/2021 zeigen die Orbitalreiniger im Werk in Istanbul, wie die richtige Reinigungstechnologie die Qualität verbessert und im Produktionsprozess von Sapro Zeit spart.
Ein einzelner GEA Typhoon Reinigungskopf ersetzt in jedem Tank drei herkömmliche Rotationsreiniger. Küçükkaraca ergänzt: „Sapro benötigt deutlich weniger Strom und Gas, um den Dampf für den neuen Reinigungsprozess zu erzeugen. Insgesamt konnten wir den CO₂-Fußabdruck von Sapro auf Produktionsseite deutlich reduzieren.“
„Dank der GEA Typhoon konnten wir die Reinigungszeit um 90 Prozent senken und den Verbrauch von Wasser und Reinigungsmitteln ebenfalls um 90 Prozent reduzieren. Statt 25 Minuten benötigen wir heute nur noch zwei Minuten für die Reinigung.“
Atila Kalemci
Automation & Project Manager, Sapro
„Besser werden geht nur mit den Besten“
Wie Kalemci erklärt, entschied sich Sapro bewusst für die GEA Orbitalreiniger – wohl wissend, dass eine Umstellung der Reinigungsroutine auch mit geringeren Investitionen möglich gewesen wäre. Für Sapro wäre dieser vermeintlich einfache Weg jedoch keine Option gewesen, denn er hätte nicht zur Mission des Unternehmens gepasst. „Unser Status als Vorzeigeunternehmen in der Türkei beruht auf unserem konsequenten Anspruch an Produktqualität und Nachhaltigkeit. Das ist nicht verhandelbar. Wir geben uns mit nichts weniger als Spitzenleistung zufrieden. Und besser werden können wir nur, wenn wir mit den Besten zusammenarbeiten. GEA erfüllt nicht nur die hohen Standards der Hygieneindustrie, sondern beschleunigt zugleich unsere Produktion enorm. Als Partner passt GEA perfekt zu uns.“

Über Sapro

Hidden champions for safety