26. Januar 2026
Die hochmodernen Zentrifugen von GEA entwickeln sich zu wichtigen Werkzeugen im Kampf gegen die Wasserknappheit, indem sie Abwasser und dessen Klärschlamm in wiederverwertbare Ressourcen umwandeln und eine neue Ära der Wiederverwendung einläuten.

Trotz einiger Fortschritte in jüngster Zeit bei der Wassernutzung und dem Zugang zu Wasser steht die Welt unter erheblichem Druck hinsichtlich ihrer Wasserressourcen. Die neuesten Analysen der Vereinten Nationen zeigen, dass das Wirtschaftswachstum generell wassereffizienter geworden ist, das heißt, dass pro Einheit der Wirtschaftsleistung etwas weniger Wasser verbraucht wird, und dass sich der Zugang zu Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene seit 2015 verbessert hat. Das Gesamtbild bleibt jedoch alarmierend: Im Jahr 2024 hatten etwa 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, 3,4 Milliarden Menschen verfügten nicht über angemessene sanitäre Einrichtungen und nur rund die Hälfte aller häuslichen Abwässer wurde sicher behandelt.
Der Wasserstress nimmt in vielen Regionen weiter zu, und die Süßwasserökosysteme – die ohnehin schon zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Erde zählen – verschlechtern sich zunehmend. Heute sind knappe Wasserressourcen somit nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch eine dringende Herausforderung für Menschen, Wirtschaft und Sicherheit. Der Wettbewerb um die schwindenden Wasservorräte entwickelt sich zu einem großen globalen Risiko. Der World Water Development Report 2024 der Vereinten Nationen warnt, dass der zunehmende Wasserstress bereits politische Spannungen verschärft und in diversen Regionen zur Instabilität beiträgt. Wie der Bericht feststellt, steigt mit zunehmender Wasserknappheit auch die Wahrscheinlichkeit lokaler oder regionaler Konflikte, was unterstreicht, dass eine unzureichende Zusammenarbeit in Bezug auf gemeinsam genutzte Flüsse und Grundwasserreservoirs bestehende geopolitische Spannungen verschärfen kann.
Die Bekämpfung der Wasserknappheit erfordert eine Kombination aus intelligenterer Wassernutzung, stärkerer Governance und Technologien, die jeden verfügbaren Tropfen optimal nutzen. Eine der wirkungsvollsten Lösungen ist die großflächige Wiederverwendung von Abwasser. Angesichts des zunehmenden Klimadrucks und der schwindenden Süßwasservorräte setzen Regierungen, Städte und Industrien auf wiederaufbereitetes Wasser als eines der wirksamsten Instrumente, um die wachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Die Welt beginnt gerade erst, diese Chance zu nutzen: Laut Daten der Vereinten Nationen werden weltweit im Jahr 2024 nur 56 % der häuslichen Abwässer sicher behandelt. In vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen werden sogar mehr als 80 % der Abwässer unbehandelt abgeleitet. Dies ist einer der Gründe, warum der Bericht UN-Water's Progress on Wastewater Treatment – 2024 Update das Recycling von Wasser und eine sichere Wiederverwendung als vorrangigen Handlungsbereich hervorhebt.
Die Behandlung von Abwasser als Ressource statt als Belastung eröffnet eine Vielzahl von Vorteilen. Moderne Aufbereitungstechnologien ermöglichen die sichere Verwendung von wiederaufbereitetem Wasser in der Landwirtschaft und in der Industrie. Dadurch wird der Frischwasserverbrauch drastisch reduziert und die Gesamteffizienz der Wassernutzung verbessert. Dank hoch entwickelter Reinigungsverfahren kann hochwertiges Wasser auch für kommunale Systeme bereitgestellt werden, wodurch der Druck auf belastete Flüsse, Seen und Feuchtgebiete verringert wird. Eine optimierte Schlammbehandlung entlastet Deponien und Gewässer, verringert die Verschlammung, die zu Überschwemmungen beitragen kann, und ermöglicht die Rückgewinnung von Energie und Nährstoffen. Darüber hinaus gewährleistet wiederaufbereitetes Wasser eine stabile und dürreresistente Wasserversorgung in einem sich wandelnden Klima. Durch die Bewässerung von Parks, Bäumen und renaturierten Feuchtgebieten trägt es zudem zu einem grünen, kühleren städtischen Umfeld bei.
Da die Wiederverwendung von Abwasser sich von einer Nischenanwendung zu einer tragenden Säule der globalen Wasserstrategie entwickelt, schreitet auch die Weiterentwicklung der dafür erforderlichen Technologien rasant voran. Ein Bereich, in dem besonders rasante Fortschritte zu verzeichnen sind, ist das Schlamm- und Klärschlammmanagement – ein wichtiger, aber oft übersehener Schritt bei der Herstellung von hochwertigem, wiederaufbereitetem Wasser. Hier erweist sich Trenntechnik von GEA – insbesondere Klärschlammdekanter – als wichtiger Wegbereiter für ein modernes Ökosystem der Wiederverwendung.

Wir alle können jeden Tag, ob zuhause und am Arbeitsplatz, einen Beitrag leisten und versuchen, Wasser einzusparen. Allerdings verbraucht der Agrarsektor weltweit rund 70 % des Frischwassers. Darüber hinaus werden rund 19 % von der Industrie und etwa 12 % für kommunale Zwecke genutzt, wozu auch das Wasser zählt, das wir in unseren Haushalten verbrauchen.
In der Vergangenheit wurden Dekanter hauptsächlich zum Eindicken oder Entwässern von Schlamm verwendet, um dessen Handhabung und Entsorgung zu erleichtern. Ihre Rolle war wichtig, blieb aber weitgehend operativ: Sie reduzierten das Volumen, senkten die Transportkosten und sorgten für einen reibungslosen Betrieb der Kläranlagen. Da sich die Prioritäten weltweit jedoch zunehmend auf die Rückgewinnung von Ressourcen verlagern, hat sich die Funktion dieser Anlagen erheblich erweitert. Die Dekanter von GEA für Klärschlamm, Gülle und Abfallaufbereitung sind darauf ausgelegt, Feststoffe aus Industrieabwässern, Gülle und Fermentationsrückständen in wertvolle Ressourcen umzuwandeln und dabei sowohl Energie als auch recycelbare Materialien mit optimaler Effizienz zu erzeugen.
„Die modernen environmental Decanter von GEA sind nicht nur für Entsorgungsaufgaben ausgelegt, sondern auch dafür, wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen”, erklärt Dinesh Gehani, Regional Product Sales Manager bei GEA APAC. „Sie bieten eine weitaus höhere Trennleistung, sodass Kläranlagen saubereres Abwasser produzieren können. Dieses ist für die Wiederverwendung in der Landwirtschaft und Industrie sowie für die weitergehende Aufbereitung zur Trinkwassergewinnung geeignet. Gleichzeitig erzeugen sie trockeneren, stabileren Klärschlamm, der die Energienutzung, die Nährstoffgewinnung und eine sicherere, nachhaltigere Entsorgung unterstützen.“
Weltweit wenden sich Regierungen und Industrien an GEA, um Technologien für eine moderne, effiziente Abwasserbehandlung zu nutzen. In Indonesien, Indien und vielen anderen Regionen zeigen GEA Dekanter bereits, wie fortschrittliche Trennverfahren vor Ort messbare Ergebnisse liefern können.
Das Davao City Bulk Water Supply Project (DCBWSP) wurde 2024 von den britischen International Finance Awards als beste öffentlich-private Partnerschaft der Philippinen ausgezeichnet. Es gilt als innovatives Modell für nachhaltige Stadtentwicklung. Angesichts der starken Grundwasserverschmutzung bezieht die Stadt ihr Frischwasser nun aus dem Tamugan-Fluss. Die Aufbereitungsanlage wird dabei teilweise mit der Wasserkraft des Flusses betrieben. „Die Wasseraufbereitung ist die zentrale Funktion des DCBWSP und ermöglicht es der Stadt, sicher von Grundwasser auf eine nachhaltige Oberflächenwasserquelle umzusteigen“, erklärt Gehani. „Davao City war in der Vergangenheit auf Tiefbrunnen angewiesen. Jetzt kann die Stadt die Nutzung der Grundwasservorkommen reduzieren, Bodensenkungen verhindern und die langfristige Wasserversorgungssicherheit gewährleisten.“ Die Aufbereitungsanlage verfügt derzeit über drei hochmoderne GEA sludge Decanter vom Typ pro 6000.
In der indonesischen Provinz Banten, in der Region Serpong, war die direkte Einleitung von Schlamm aus einer großen Trinkwasseraufbereitungsanlage über viele Jahre hinweg die Hauptursache für die Verschlammung des Flusses. Dies führte zu wiederholten Überschwemmungen des Flussgebiets und der dort ansässigen Gemeinden. Im Jahr 2018 begann GEA daher in Zusammenarbeit mit dem lokalen Trinkwasserversorger PT Tirta Kerta Raharja damit, die Anlage zu modernisieren und ein Managementsystem für den Schlamm zu entwerfen, zu bauen und zu installieren. Seit die Anlage im Jahr 2019 in Betrieb genommen wurde, konnte der Schlammeintrag in den Fluss um 3,6 Millionen Liter pro Tag reduziert werden. Bis heute wurden damit der Fluss und die lokalen Gemeinden um rund acht Milliarden Liter Schlamm entlastet und die Verschlammung des Flusses drastisch reduziert.
Im indischen Distrikt Bengaluru wurden seit 2019 fast 100 GEA environmental Decanter in lokalen Kläranlagen installiert, um Wasser aus aufbereitetem Abwasser zurückzugewinnen. Das zurückgewonnene Wasser wird zur weiteren Reinigung in die Kläranlage zurückgeführt und anschließend sicher in die Gewässer in der Umgebung eingeleitet. Ein herausragendes Beispiel ist der Sarakki-See: Die verbesserte Abwasserbehandlung hat dort dazu beigetragen, die Wasserqualität wiederherzustellen und die Tierwelt nach Jahren der Urbanisierung und Verschmutzung wiederzubeleben. Die derzeit in der Region in Betrieb genommenen und betriebenen GEA Dekanter tragen dazu bei, jährlich vier Milliarden Liter Wasser aus dem Schlamm zurückzugewinnen. In ganz Indien gewinnen GEA Dekanter jährlich etwa 9 Milliarden Liter Wasser zurück.

GEA Dekanter reduzieren das Volumen von Klärschlamm um bis zu 90 %. Dekanterzentrifugen werden in der Regel zur Entwässerung des Schlamms eingesetzt, der sich bei der Abwasserbehandlung aus der Suspension absetzt, kommen aber auch zur Abtrennung von Wasser aus Schlamm zum Einsatz, das in nachgeschalteten Trinkwasseraufbereitungsanlagen gereinigt wird.
Moderne GEA Dekanter sind für den kontinuierlichen, automatisierten Betrieb ausgelegt. Sie verfügen über einen verbesserten Verschleißschutz, eine optimierte Trommelgeometrie sowie Steuerungssysteme, die auch bei schwankenden Belastungen eine konstante Leistung gewährleisten. „Die Technologie von GEA passt sich auch den neuen Herausforderungen an, mit denen Versorgungsunternehmen konfrontiert sind: strengere Einleitungsgrenzwerte, steigende Schlammvolumina, klimabedingte Schwankungen der Zulaufqualität und der Bedarf an energieeffizienten, wartungsarmen Anlagen“, erklärt Gehani. „Dies macht sie besonders wertvoll in Regionen, die ihre Wiederverwendungsinfrastruktur schnell ausbauen oder ältere Anlagen nachrüsten möchten, um neue Standards zu erfüllen.“
Da die Wiederverwendung von Abwasser eher eine strategische Notwendigkeit als eine optionale Aufrüstung ist, entwickeln sich die Dekanter von GEA von Hintergrundakteuren zu Schlüsseltechnologien. Sie ermöglichen es Kläranlagen, saubereres Wasser zu produzieren, mehr Ressourcen zurückzugewinnen und effizienter zu arbeiten – in einer Welt, in der Wasserknappheit bereits heute Realität ist. Letztendlich helfen moderne Dekanter Versorgungsunternehmen dabei, aus jeder Stufe der Aufbereitung einen größeren Nutzen zu ziehen und jene Effizienz und Resilienz zu liefern, die die globale Wasserkrise erfordert.

Über fortschrittliche Technologien für das Abwassermanagement hinaus senken Innovationen von GEA den Wasserverbrauch auch in unzähligen Produktionsprozessen direkt an der Quelle. Mit seinem Ökolabel „AddBetter“ zeichnet GEA Lösungen aus, die Kunden dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch, ihren Wasserbedarf und ihre Emissionen zu reduzieren. Herausragende Beispiele im Bereich Wassereinsparung sind:
GEA EcoSpin2 Zero (Abfüllung)
Innovative Spüleinheit reduziert den Wasserverbrauch der neuen Maschinen um bis zu 91 %.
Nachrüstung bestehender Abfüllanlagen ermöglicht eine Wassereinsparung von 83 %
GEA Centrifuge Water Saving Unit
Eliminiert den Kühlwasserbedarf für Separatoren
Erzielt eine 100-prozentige Reduzierung des Kühlwasserverbrauchs im Vergleich zu herkömmlichen Systemen
GEA Separatoren mit integrierten Direktantrieben (IDD) und GEA Advanced Water Supply
Eine fortschrittliche Steuerung optimiert den Betriebs- und Kühlwasserbedarf während des Einsatzes.
Dies führt zu Wassereinsparungen von mindestens 48 % im Vergleich zu Zentrifugalseparatoren mit IDD-Antrieben ohne Advanced Water Supply.
GEA MaxiClean Drum Cleaning Machine (Lebensmittelformung)
Integriert in das MaxiFormer-Trommelformungssystem
Reduziert den Wasserverbrauch bei der Reinigung von Trommeln für geformte Lebensmittelprodukte um bis zu 62 %
GEA Smart Filtration Flush (Membranfiltration)
Softwaregestützte Optimierung von CIP-Spülzyklen in Membrananlagen
Reduziert den Wasserverbrauch während der CIP-Spülung um bis zu 52 % in Lebensmittel- und Getränkeanwendungen