Midstream
Tief unter dem Meeresspiegel verlegte Erdgasleitungen sind extremen Bedingungen wie Minustemperaturen, Salzwasser und Korrosion ausgesetzt. Um einen reibungslosen und effizienten Gastransport zu gewährleisten, wird dem Erdgas Monoethylenglykol (MEG) zugesetzt. Ein innovativer Aspekt dieses Verfahrens ist die Verwendung einer Separatorzentrifuge zur Reinigung des MEG, wodurch es ohne Verlust seiner Wirksamkeit kontinuierlich wiederverwendet werden kann.

Monoethylenglykol (MEG) spielt eine entscheidende Rolle in der Öl- und Gasindustrie, insbesondere in Unterwasser-Gaspipelines. Es ist ein wichtiger Stoff, der mehrere Funktionen erfüllt, darunter als Frostschutzmittel und pH-Stabilisator. Durch die Verhinderung der Bildung von Eis und Hydraten sorgt MEG dafür, dass die Pipelines frei und funktionsfähig bleiben. Diese vielseitige Verbindung wird dem Erdgas zugesetzt, bevor dieses durch die Rohrleitungen befördert wird. Seine Eigenschaften helfen dabei, Wasser zu absorbieren und gleichzeitig als Korrosionsschutzmittel zu wirken, um die Infrastruktur kontinuierlich zu schützen. MEG absorbiert effektiv Salzwasser, sammelt Salzkristalle und fängt feinste Korrosionspartikel ein, wodurch es einen verbesserten Korrosionsschutz bietet.
Da MEG zusammen mit Gas, Kondensat und Wasser zu Onshore- oder Offshore-Verarbeitungsanlagen transportiert wird, trägt seine Regenerierbarkeit und Wiederverwendbarkeit zu seiner Kosteneffizienz und Effizienz bei. Allerdings ist die regelmäßige Aufbereitung des kontaminierten MEG in geeigneten Gasaufbereitungsanlagen besonders wichtig, da die Verunreinigung während des Transportprozesses stetig zunimmt. Dadurch wird sichergestellt, dass MEG seine Schutzfunktionen weiterhin wirksam erfüllt, die Integrität der Unterwasser-Gaspipelines aufrechterhält und zur allgemeinen Zuverlässigkeit des Gastransportsystems beiträgt.
GEA bietet modernste Zentrifugentechnologie, die speziell für die effiziente Klärung von Monoethylenglykol (MEG) in Erdgasleitungen entwickelt wurde. Diese Zentrifugen bewältigen fachmännisch die mit der MEG-Verarbeitung verbundenen Herausforderungen, wie beispielsweise die Entfernung von Salz, Wasser und Korrosionspartikeln, und sorgen dafür, dass MEG wirksam und wiederverwendbar bleibt.
Ein wesentliches Merkmal der Separatorzentrifugen von GEA ist ihre Fähigkeit, eine extrem hohe Fliehkraft zu erzeugen, die durch die effiziente Abtrennung von Verunreinigungen aus MEG für hervorragende Klärungsergebnisse sorgt. Mit einer Kapazität von bis zu 15.000 Barrel pro Tag (bpd) / 100 m³/h für wasserbasierte Medien erreichen diese Separatoren eine Entfernungseffizienz von 80-90 % für Partikel, die nur ein Mikrometer groß sind. Das Design der GEA-Zentrifugen ermöglicht einen flexiblen Betrieb sowohl im Teil- als auch im Vollauswurfmodus, wodurch MEG-Verluste minimiert und die Kosteneffizienz maximiert werden.
GEA-Zentrifugen sind für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen ausgelegt und zeichnen sich durch eine robuste und zuverlässige Konstruktion aus, die ein gasdichtes Ex-Design, Stickstoffüberlagerung und die Einhaltung von Industrienormen wie den NORSOK-Standards umfasst. Ihre kompakte Integration in komplette Skid-Systeme gewährleistet eine einfache Installation und einen reibungslosen Betrieb. Darüber hinaus sind diese Zentrifugen aus hochwertigen Materialien wie Duplex- und Super-Duplex-Stahl gefertigt, um Korrosion zu widerstehen und höchste Qualitätsstandards zu gewährleisten, sodass sie sowohl für Onshore- als auch für Offshore-Anwendungen geeignet sind. Sie gleichen konstante Plattformbewegungen effektiv aus und gewährleisten gleichzeitig eine hohe Trennleistung.

Erreichen der MEG-Behandlungsziele mit Zentrifugen
Gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat Stefan Klebert, CEO von GEA, ein neues Technologiezentrum für pharmazeutische Gefriertrocknungssysteme im nordrhein-westfälischen Elsdorf eröffnet. Der Standort vereint Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Service unter einem Dach. GEA beschäftigt dort rund 260 Mitarbeitende.