GEA zeigt, wie Glashersteller Energie aus heißen Ofenabgasen zurückgewinnen und gleichzeitig anspruchsvolle Emissionsanforderungen erfüllen können. Auf der glasstec 2026 präsentiert das Unternehmen integrierte Systeme, die Wärmerückgewinnung mit der Abscheidung von Schwefeloxiden, Stickoxiden und Staub verbinden. Beim Glasschmelzen entsteht kontinuierlich heißes Abgas. Anstatt diese Wärmeenergie ungenutzt über den Schornstein abzugeben, übertragen Wärmerückgewinnungsanlagen von GEA sie auf ein anderes Medium. So kann sie als Prozesswärme oder zur Stromerzeugung wiederverwendet werden. Dadurch lassen sich der externe Energiebedarf senken und die Gesamtenergieeffizienz der Anlage verbessern.

Emissionskontrollanlage für die Glasherstellung einschließlich einer Wärmerückgewinnungseinheit. (Foto: GEA)
Energierückgewinnung, abgestimmt auf die jeweilige Glasschmelzwanne
Die rückgewinnbare Energiemenge hängt von der Abgastemperatur, dem Volumenstrom, den Betriebsstunden und der Einbindung des Systems in die Produktion ab. GEA passt jede Lösung an diese Parameter sowie an das Emissionsprofil des jeweiligen Standorts an. Die Wärmerückgewinnung kann als eigenständiges System oder in Kombination mit Entschwefelung, katalytischer Entstickung und Staubabscheidung geliefert werden.
Eine Möglichkeit ist die Anbindung des Rückgewinnungssystems an einen Organic-Rankine-Cycle-Prozess. Thermoöl überträgt die Wärme aus dem Abgas auf ein organisches Arbeitsmedium, das verdampft und in einer Turbine entspannt wird, um Strom zu erzeugen. Der Strom kann direkt am Standort genutzt werden und reduziert so den Bezug aus dem öffentlichen Netz.
In Betrieb genommene Projekte belegen die industrielle Nachfrage
Mehrere kürzlich in Betrieb genommene GEA Systeme gewinnen inzwischen Energie aus kontinuierlich verfügbaren Prozessgasen in neuen und bestehenden Anlagen zurück. Die Projekte spiegeln das wachsende Interesse von Herstellern wider, Abwärme innerhalb der eigenen Produktion als Energiequelle zu nutzen.
„Der anhaltende Auftragseingang und die erfolgreiche Inbetriebnahme aktueller Projekte zeigen, dass die Wärmerückgewinnung zu einem immer wichtigeren Bestandteil industrieller Energiestrategien wird“, sagt Jens Lange, Senior Director Sales Industrial, BL Environmental bei NPE BU ProTech. „Unsere Aufgabe ist es, für den jeweiligen Kundenprozess eine robuste Lösung zu entwickeln und die zurückgewonnene Energie zuverlässig für die weitere Nutzung bereitzustellen.“
Interaktive Process Line Tour zur Emissionskontrolle in der Glasindustrie
Eine neue interaktive Process Line Tour von GEA bietet weitere Einblicke in die Abgasbehandlung bei der Glasherstellung. Kunden können die einzelnen Prozessschritte, verfügbaren Technologien und Systemkonfigurationen für Emissionskontrolle und Energierückgewinnung erkunden. Die Online-Tour zeigt außerdem, wie sich die Komponenten kombinieren lassen, um anlagenspezifische Anforderungen zu erfüllen.

Die interaktive Process Line Tour zeigt, wie Technologien zur Emissionskontrolle und Energierückgewinnung kombiniert werden können, um anlagenspezifische Anforderungen in der Glasherstellung zu erfüllen.
Dr. Michael Golek
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Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.