Neue Lösung von GEA nutzt Computer Vision und Machine Learning zur Echtzeit-Erkennung der Kühe in Melkkarussellen.

GEA DairyNet Cow Verification verifiziert mithilfe von Computer Vision und Machine Learning über Kameras die Identität jeder Kuh direkt am Melkplatz und korrigiert fehlerhafte RFID-Erkennungen automatisch. Quelle: GEA
GEA bringt mit DairyNet Cow Verification eine neue, kamerabasierte Lösung zur Kuhidentifikation auf den Markt. Das System kombiniert Computer Vision und Machine Learning, um die Identität jeder Kuh direkt am Melkplatz zu verifizieren und Fehler in der RFID-Erkennung automatisch zu korrigieren. Damit erweitert GEA sein Portfolio um ein System, das Betrieben mit Melkkarussellen eine noch zuverlässigere Datengrundlage für ihr Management bietet.
Zuverlässige Identifikation direkt am Melkplatz
Im Gegensatz zu reinen RFID-Lösungen erkennt DairyNet Cow Verification jede Kuh zusätzlich anhand ihrer visuellen Signatur. Nachdem die Tiere die Rotorplattform betreten haben, erfassen mehrere Kameras jede Kuh aus definierten Blickwinkeln direkt am Melkplatz. Das System analysiert Körperform, strukturelle Merkmale und individuelles Fellmuster und vergleicht diese Parameter mit historischen Bilddaten. Auf dieser Basis bestätigt oder korrigiert Cow Verification die Tieridentifikationsnummer mit hoher Genauigkeit. Fehlen RFID-Daten oder sind sie fehlerhaft, korrigiert das System diese in Echtzeit. Es arbeitet vollständig im Hintergrund, ist selbstlernend und verbessert seine Erkennungsgenauigkeit kontinuierlich. Die Anwendung lässt sich nahtlos in das Herdenmanagementsystem GEA DairyNet integrieren und sorgt so für eine präzise und verlässliche Datenerfassung.
Zielgruppe: Betriebe mit RFID-Herausforderungen
Die Lösung richtet sich an alle Betriebe mit GEA Melkkarussellen, die hohen Wert auf Datenqualität, Automatisierung und Zuverlässigkeit legen – insbesondere an solche mit wiederkehrenden RFID-Herausforderungen wie begrenzter Lesereichweite, ungünstiger Ausrichtung der Ohrmarken, Signalstörungen durch Metall oder Wasser, mehreren Tieren gleichzeitig im Lesebereich der Antenne sowie fehlenden oder defekten RFID-Transpondern. Für den Einsatz von DairyNet Cow Verification sind ein bestehendes RFID-Erkennungssystem sowie eine vorhandene Durchlaufantenne für die Lernphase und neu hinzukommende Tiere erforderlich. Zudem wird das Herdenmanagementsystem DairyNet benötigt; das System kann dementsprechend auf allen DairyNet-kompatiblen Melkkarussellen von GEA nachgerüstet werden.
Höhere Datenintegrität für fundierte Managemententscheidungen
DairyNet Cow Verification reduziert Betriebsfehler im Melkprozess erheblich: Die zuverlässige Verifizierung vermeidet typische Fehler wie falsche Futterzuweisungen oder die Zuordnung von Melkdaten zum falschen Tier – auch bei hohem Tierverkehr am Karussell-Eingang und unabhängig von der Kopfhaltung der Kuh. Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei Tieren mit verlorenem Responder oder fehlender Ohrmarke: Nach der Anlernphase kann das System diese Tiere vorübergehend weiterhin zuverlässig erkennen. So bleiben wertvolle Daten erhalten, und Betriebe gewinnen Zeit, Transponder oder Ohrmarke zu ersetzen. Mit durchgängig validierten Daten können Landwirtinnen und Landwirte die Fütterung, die Tiergesundheit und das Herdenmanagement präziser analysieren und steuern. Zugleich verbessern genaue Aufzeichnungen die Nachvollziehbarkeit und unterstützen die Einhaltung betrieblicher sowie regulatorischer Dokumentationsanforderungen.
GEA präsentiert DairyNet Cow Verification auf der diesjährigen EuroTier vom 10. bis 13. November 2026 in Hannover (Halle 13, Stand C25).
Bitte beachten Sie, dass dies eine globale Webseite ist. Um nähere Informationen über die Verfügbarkeit dieses Produktes in ihrem Land zu erhalten, kontaktieren Sie bitte ihren lokalen GEA Händler.
Lilian Schmalenstroer
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.