Einer von ihnen ist Dr. Chris Landowski, Chief Technology Officer und Co-Founder von Onego Bio in Finnland. Onego Bio gehört zu einer neuen Generation von Nahrungsmittel-Innovatoren, die mithilfe von Präzisionsfermentation funktionale Proteine entwickeln. Dabei verbinden sie Mikroorganismen mit Fermentationsprinzipien, die viele vom Brauen kennen. „Eier brauen ist wie Bier brauen“ ist ein hilfreiches Bild, um Fermentation zu verstehen, die zu einem wichtigen Werkzeug für moderne, nachhaltigere Lebensmittelproduktion wird.
In Janesville, Wisconsin, betreten wir das GEA New Food Application and Technology Center, kurz ATC. Hier lassen sich Prozesse unter realistischen Bedingungen ausprobieren: Technologien testen, herausfinden, was in der Praxis funktioniert, und einzelne Schritte verfeinern, bevor Rezepte in größerem Maßstab umgesetzt werden. Genau hier passiert der entscheidende Teil von Innovation – messen, nachjustieren, wiederholen – bis ein belastbarer Prozess steht, als elementare Grundlage für eine funktionierende industrielle Produktion.
Für Onego Bio bedeutet das: die industrielle Herstellung eines alternativen Eiweißproteins, Ovalbumin, das von dem aus dem Hühnerei nicht zu unterscheiden ist. Die daraus gewonnene Zutat heißt Bioalbumin®. Sie sorgt für die Bindung und die typische, luftige Textur von Backwaren, Süßwaren, Snacks, Getränken, Saucen und Fleischalternativen. So sieht Fortschritt aus, kurz bevor er bei uns am eigenen Esstisch ankommt.
Bild oben rechts: Sushi mit einer Ei-Komponente auf Basis von Bioalbumen®, einem präzisionsfermentierten Eiweißprotein (Ovalbumin). (Onego Bio)
