Fachpressemitteilung - 15. Juli 2026

Raffinerien weltweit stehen vor der Herausforderung, ihre Prozesse energieeffizienter, sicherer und umweltverträglicher zu gestalten. Neben der Rohölverarbeitung selbst rücken dabei zunehmend Nebenprodukte und Abfallströme in den Fokus – insbesondere ölhaltiges Abwasser, das in verschiedenen Prozessstufen entsteht. Moderne Trenntechnologien wie Dekanterzentrifugen der GEA petroMaster-Serie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Ressourcen zu schonen, Emissionen und Umweltbelastungen zu reduzieren und wertvolles Wasser in den Produktionskreislauf zurückzuführen.
Eine zentrale Maßnahme ist die professionelle Behandlung ölhaltiger Abwasserströme – in Upstream-, Midstream- und Downstream-Segmenten. Das gereinigte Wasser kann anschließend in verschiedene Prozesse zurückgeführt, wiederverwendet oder umweltgerecht entsorgt werden.
GEA unterstützt diese Entwicklung mit hocheffizienten Dekanterzentrifugen, die speziell für anspruchsvolle Raffinerieanwendungen ausgelegt sind. Die neueste Generation der petroMaster CF-Serie kombiniert Energieeffizienz mit hoher Prozessstabilität und erfüllt höchste Anforderungen an Sicherheit und Leistung. Insbesondere die neue Varipond C-Version sowie ein ATEX-konformes System zur Stickstoffüberlagerung tragen dazu bei, auch unter anspruchsvollen Bedingungen einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Varipond C sorgt für konstante Trennergebnisse und reduziert den Energieverbrauch um rund 30 Prozent gegenüber konventionellen Schälscheiben.

GEA hat zwei CF 5000-Dekanter für ein Projekt in der Öl- und Gasindustrie in Südamerika erfolgreich konfiguriert, geliefert und installiert. Quelle: GEA / Industrias Proton Ltda.
Ein aktuelles Projekt in Südamerika zeigt, wie diese Technologie in der Praxis eingesetzt wird. GEA hat zwei petroMaster CF 5000-Einheiten für eine lokale Raffinerie geliefert und erfolgreich in Betrieb genommen – erstmals mit dieser Kombination aus Varipond C-System und ATEX-konformer Stickstoffüberlagerung. Das Projekt verdeutlicht, wie globale Entwicklungskompetenz und lokale Umsetzung ineinandergreifen: Die Kerntechnologie der Dekanterzentrifugen wurde in Kompetenzzentren von GEA in Deutschland entwickelt und gefertigt. Weitere Komponenten, die für lokale Anforderungen relevant sind, etwa Anpassungen an nationale Sicherheits- und Explosionsschutzvorschriften sowie die Integration der Steuerung, wurden vom regionalen GEA-Team in Südamerika umgesetzt und vor Ort in Betrieb genommen. Diese Kombination aus globaler Entwicklung und lokaler Umsetzung ermöglichte eine maßgeschneiderte technische Lösung und trug zugleich dazu bei, Transportkosten und den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.

Die Kombination aus energieeffizientem Varipond C-System und ATEX-konformer Stickstoffüberlagerung der GEA petroMaster-Dekanterzentrifugen sorgt für hohe Sicherheit und Prozessstabilität. Quelle: GEA / Industrias Proton Ltda.
Die gelieferten Systeme sind IoT-fähig und können sicher in digitale Infrastrukturen integriert werden. Dies ermöglicht ein Condition Monitoring der Anlage in Echtzeit sowie Remote Support und trägt somit zu einer Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit bei.
Mit Projekten wie diesem und weiteren jüngst gewonnenen Aufträgen stärkt GEA seine Präsenz in der südamerikanischen Öl- und Gasindustrie und baut das Portfolio an Trennlösungen für nachhaltigere Raffinerieprozesse weltweit weiter aus.
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.