Spatenstich für automatisches Fütterungssystem auf Hof Becks Lohmann
Auf dem einzigen Milchbetrieb der Gemeinde Bönen hält eine weitere Zukunftstechnologie Einzug: Mit einem offiziellen Spatenstich haben Vertreter von GEA Farm Technologies, der Familie Becks Lohmann sowie Bürgermeister Nils Böckmann den Startschuss für die Installation eines Fütterungsroboters gegeben. Künftig sollen die Kühe auf dem Hof mehrmals täglich vollautomatisch mit frischem Futter versorgt werden.

Beim symbolischen Spatenstich für das neue automatische Fütterungssystem auf dem Hof Becks Lohmann in Bönen (v.l.n.r): Thomas Mader, Roger Keil, Sascha Janke (alle GEA Farm Technologies), Ismail Bahcetepe (CFO GEA Farm Technologies), Michael Becks Lohmann, Bönens Bürgermeister Nils Böckmann, Dr. Andreas Seeringer (CEO GEA Farm Technologies), Liang Cheng (CSO GEA Farm Technologies) und Tobias Haupt (GEA Farm Technologies). Quelle: GEA
Der Hof Becks Lohmann setzt bereits heute auf verschiedene Technologien von GEA. Neben automatischen Melksystemen kommen auch digitale Lösungen für das Herdenmanagement zum Einsatz. Mit dem neuen Fütterungsroboter wird die Automatisierung auf dem Hof nun weiter ausgebaut.
Der autonom fahrende Roboter bewegt sich künftig selbstständig durch den Stall, nimmt in einer separaten, so genannten Futterküche die vorbereiteten Futtermittel auf, mischt die vorgegebenen Rationen und bringt sie mehrmals täglich direkt zu den Tieren. Anders als bei einer klassischen manuellen Fütterung zu festen Zeiten kann das Futter damit völlig flexibel und bedarfsgerecht vorgelegt werden. Dabei lassen sich beispielsweise auch äußere Einflüsse wie hohe Temperaturen oder veränderte Fressgewohnheiten sowie spezielle Bedürfnisse der Tiere berücksichtigen. Gerade in den Sommermonaten kann die Fütterung dann beispielsweise gezielt auf die kühleren Abendstunden verlegt werden, in denen die Kühe aktiver fressen.
Mehr Zeit für die Tiere, den Hof und die Familie
Für Landwirtinnen und Landwirte wie die Familie Becks Lohmann bedeutet dies eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag. Tägliche Routineaufgaben werden automatisiert, während gleichzeitig die Tiere kontinuierlich Zugang zu frischem Futter erhalten. So schafft die Technologie mehr Flexibilität bei den Arbeitsabläufen – es bleibt schlicht mehr Zeit, sich um die Tiere, den Hof und die Familie zu kümmern.
Zugleich füttert der Roboter auch deutlich präziser. „Die Kühe bekommen vom Roboter genau die Menge, die sie benötigen in genau der richtigen Zusammensetzung. Damit verbleiben weniger Reste im Stall und wir reduzieren die Futtermittelverschwendung. Die Tiere werden optimal ernährt und geben konstant viel und gute Milch“, erklärt Michael Becks Lohmann das neue System. Ein weiterer Vorteil: Neues Personal auf dem Hof kann in solche automatischen Systeme deutlich schneller eingearbeitet werden. Auch die reduzierte körperliche Belastung sei ein großer Vorteil und ein wichtiges Argument für die Rekrutierung von Fachkräften in der Landwirtschaft, so Becks Lohmann.

So ein Fütterungsroboter von GEA aus der Reihe DairyFeed F4500 wird künftig die Kühe auf dem Hof Becks Lohmann vollautomatisch und bedarfsgerecht mit frischem Futter versorgen. Quelle: GEA
100 Jahre Innovation für die Landwirtschaft
Besonders bemerkenswert an diesem Projekt ist die lokale Verbindung: Die eingesetzte Technik stammt von GEA Farm Technologies in Bönen. Das Unternehmen blickt in diesem Jahr auf 100 Jahre Innovationen für die Milcherzeugung zurück. Die Geschichte reicht bis zu den ersten Melksystemen im Jahr 1926 zurück. Seit 2005 ist GEA Farm Technologies im Bönener Industriegebiet ansässig und entwickelt und produziert dort heute mit rund 850 Mitarbeitenden unter anderem Melk- und Fütterungsroboter für Milchfarmen in aller Welt.
„Für uns ist dieses Projekt etwas Besonderes. Unsere Technologie kommt hier in Bönen quasi vor der eigenen Haustür zum Einsatz. Das zeigt, wie moderne Landwirtschaft und innovative Industrie zusammenarbeiten können. Und es macht uns stolz, dass Lösungen aus Bönen dazu beitragen, die tägliche Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten zu erleichtern“, so Dr. Andreas Seeringer, CEO von GEA Farm Technologies.
Für Bürgermeister Nils Böckmann ist das Projekt ein Beispiel für die Innovationskraft vor Ort: „Hier zeigt sich, wie moderne Landwirtschaft und starke Industrie in Bönen zusammenarbeiten können. Das stärkt unseren Standort und macht technische Entwicklungen direkt vor Ort erlebbar.“
Lilian Schmalenstroer
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.