GEA stellt auf der Chillventa 2026 ein neues Luftfeder-Konzept für Kältemaschinen und Wärmepumpen mit Hubkolbenverdichtern vor. Die elektronisch niveaugeregelte Luftfederung entkoppelt den Grundrahmen des Kaltwassersatzes beziehungsweise der Wärmepumpe von der tragenden Gebäudestruktur und reduziert die Übertragung dynamischer Kräfte und Vibrationen. In geeigneten Projekten kann die Lösung den bislang üblichen separaten, schwingungsisolierten Betonfundamentblock ersetzen.

GEA RedGenium eignet sich für industrielle Wärmepumpenanwendungen mit Vorlauftemperaturen von bis zu 95 °C. Das Foto zeigt die GEA RedGenium-Wärmepumpe mit den Luftfedern. (Foto: AI modified)
Weniger Bauaufwand, mehr Flexibilität
Hubkolbenverdichter erzeugen betriebsbedingt dynamische Kräfte, die sich über die Aufstellung in die Gebäudestruktur übertragen können. Konventionell werden entsprechende Kaltwassersätze und Wärmepumpen deshalb auf einem separaten Betonfundament montiert, das seinerseits schwingungsisoliert ist. Planung und Ausführung eines solchen Fundaments erfordern zusätzliche Bauleistungen, eine enge Abstimmung der beteiligten Gewerke und Zeit auf der Baustelle.
Die neuen Luftfedern isolieren den Grundrahmen des Kaltwassersatzes beziehungsweise der Wärmepumpe gegenüber der Aufstellfläche. Eine elektronische Niveauregelung hält die erforderliche Einbauhöhe automatisch und kann Unebenheiten von bis zu 25 Millimetern ausgleichen. Damit vereinfacht das System das Ausrichten und die Inbetriebnahme. Zugleich eröffnet es zusätzliche Optionen für Bestandsgebäude und räumlich beengte Aufstellorte.
Während des normalen Betriebs benötigt das System eine permanente Druckluftzufuhr mittels Kompressor oder Gasflasche. Die Luftfedern sind wartungsfrei. Für die Installation sind bauseitig eine Druckluftversorgung mit bis zu sechs bar sowie 24 V Gleichspannung bei maximal 1,6 A erforderlich. Alternativ kann die Spannungsversorgung über ein geeignetes Netzteil mit 100 bis 240 V Wechselspannung erfolgen. Flexible Rohranschlüsse oder geeignete Kompensatoren verhindern, dass aus den geringen vertikalen Bewegungen unerwünschte äußere Kräfte entstehen. Wenn eine Druckluftversorgung gewährleistet kann, sind die Luftfedern eine gleichwertige Alternative zum Fundament. Eine statische Prüfung wäre vor allem durch ein separates Fundament genau zu prüfen, weil dadurch zusätzliches Gewicht eingebracht wird.

Die elektronisch niveaugeregelte Luftfederung entkoppelt den Grundrahmen des Kaltwassersatzes beziehungsweise der Wärmepumpe von der tragenden Gebäudestruktur und reduziert die Übertragung dynamischer Kräfte und Vibrationen. (Foto: GEA)
Für GEA BluGenium, GEA RedGenium und GEA Blu-Red Fusion vorgesehen
Die neue Montageoption ist für die GEA Baureihen GEA BluGenium, GEA RedGenium und GEA Blu-Red® Fusion mit Hubkolbenverdichtern geplant. GEA BluGenium ist ein kompakter, mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak betriebener Kaltwassersatz. GEA RedGenium deckt industrielle Wärmepumpenanwendungen mit Vorlauftemperaturen von bis zu 95 °C ab. GEA Blu-Red® Fusion verbindet Kühlen und Heizen in einem abgestimmten System. Die Feldtests der Luftfederlösung sind erfolgreich abgeschlossen. Die offizielle Einführung als Auswahloption im GEA Produktauslegungs- und Konfigurationstool RTSelect ist für Anfang 2027 vorgesehen.
GEA auf der Chillventa 2026: 13. bis 15. Oktober 2026, Messe Nürnberg, Halle 4, Stand 345. Unter dem Motto „Innovation in every degree“ zeigt GEA Lösungen für energieeffiziente Kälte- und Wärmepumpentechnik, Verdichter, Steuerungen und digitale Anwendungen.
Dr. Michael Golek
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.