Vom 6. bis 8. Oktober 2026 begrüßte GEA Fachleute aus der Backwarenindustrie zum Bake Tech Master im unternehmenseigenen Bakery Experience Center in Colognola ai Colli bei Verona. Das dreitägige Programm nahm die gesamte Prozesskette der Kuchenherstellung in den Blick und verband Fachvorträge mit pilottechnischen Versuchen und der Bewertung der hergestellten Produkte. Zugleich bot die Veranstaltung den teilnehmenden Kunden Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung mit Spezialisten und Branchenkollegen.

Rund 50 Teilnehmer vertieften in Fachvorträgen, Versuchen im Pilotmaßstab und Produktbewertungen ihr Wissen über Herstellung von Kuchen während der Veranstaltung GEA Bake Tech Master bei GEA in Italien. Quelle: GEA
Wissenschaftler, Branchenexperten und GEA Prozessingenieure brachten unterschiedliche Perspektiven in die Veranstaltung ein. So entstand ein Forum, in dem die Teilnehmenden Erkenntnisse austauschten, aktuelle Herausforderungen erörterten und technologische Entwicklungen diskutierten, die die Zukunft der Backwarenproduktion prägen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass der Wissensaustausch die beste Strategie ist, um künftige Herausforderungen zu meistern“, sagte Fabio Del Prete, Senior Vice President der Business Unit Bakery bei GEA.
Technisches Programm bildet den gesamten Prozess der Kuchenherstellung ab
Ausgehend von der Bedeutung der Rohstoffe zeigte das Seminar, wie die Zusammensetzung und die funktionellen Eigenschaften der Zutaten Teigstruktur, Prozessstabilität und Qualität des Endprodukts bestimmen. Klassische und alternative Zutaten sowie unterschiedliche Fettsysteme wurden dabei unter analytischen, ernährungsphysiologischen und sensorischen Gesichtspunkten betrachtet. Anschließend rückte das Verhalten von Kuchenteigen beim Mischen, Fördern und Dosieren in den Fokus. Mithilfe rheologischer Messverfahren ließen sich Verformungs- und Belastungseigenschaften präzise erfassen. Entlang der weiteren Prozessschritte – Formen, Füllen und Backen – untersuchten die Teilnehmenden das Zusammenspiel von Rotations- und Dosiersystemen, Ofenkonzept, Backprofil und Wärmeübertragung. Der prozessorientierte Ansatz verdeutlichte zudem, wie physikalische Parameter sowie die gezielte Steuerung von Dampf und Feuchtigkeit das Backergebnis und die Energieeffizienz beeinflussen.
Pilotversuche verknüpfen Prozessparameter mit Produkteigenschaften
Im Bakery Experience Center wurde die Theorie unmittelbar in die Praxis überführt. Unter Anleitung der GEA Lebensmitteltechnologen besichtigten die Teilnehmenden die Pilotanlage sowie die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. In Produktionsversuchen erlebten sie, wie die Rheologie der Teige sowie Ablage- und Dosierprozesse die Farbentwicklung und die Eigenschaften des Endprodukts beeinflussen. Die Ergebnisse bildeten anschließend die Grundlage für vertiefende Diskussionen über Prozessleistung und Instandhaltung. Eine sensorische Analyse ergänzte die technische Betrachtung: Der Vergleich von Aussehen, Textur und Aroma verschiedener Proben machte unmittelbar nachvollziehbar, wie sich Veränderungen im Produktionsprozess auf das Endprodukt auswirken.
Weiterbildung für technische und operative Fachkräfte der Backwarenindustrie
GEA Bakery bündelt mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Backwarenindustrie und bietet schlüsselfertige Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum – von Cookies, Keksen und Crackern bis hin zu Kuchen, Pies und Tartes. Das von der GEA Academy organisierte Programm richtet sich in diesem Jahr an Fachkräfte aus allen Bereichen der Kuchenherstellung, darunter Mitarbeitende aus Werk und Produktion, Prozess- und Projektingenieure, Fachleute aus Forschung und Entwicklung sowie Qualitätssicherung, Linienverantwortliche, Maschinenbauer und Produktentwickler. Die jährlich im GEA Technology Center in Colognola ai Colli bei Verona ausgerichtete Veranstaltung hat sich als fester Termin in der Backwarenbranche etabliert.
Weitere Impressionen der Veranstaltung:
Nicole Hoffmann
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.


