Mit der neuen Generation der Läutertechnologie, dem GEA LAUTERSTAR 2.0, erhöht GEA die Effizienz und Qualität in Sudhäusern erheblich. Im Praxistest bei Brauereien in Österreich und den Niederlanden zeigt das System beeindruckende Ergebnisse: Nettoläuterzeiten konnten auf 70 Minuten reduziert und die Extraktionseffizienz auf 98,7 Prozent gesteigert werden. Bei einem Neuprojekt erreicht der LAUTERSTAR 2.0 bis zu 14 Sude täglich, während die Aufrüstung eines bestehenden Läuterbottichs einem anderen Kunden eine Produktionssteigerung von fünf auf 8,5 Sude pro Tag ermöglichte.

Das Läutern trennt die festen Bestandteile der Maische, den Treber, von den gelösten Stoffen des Malzkorns. Läuterbottiche (hier in der neuen Causeway-Destillerie von Bushmills in Nordirland) gelten als Flaschenhals für die Brauproduktivität. GEAs neueste Läutertechnologie GEA LAUTERSTAR 2.0 erhöht die Läuterqualität und reduziert die Zeit erheblich. Quelle: GEA
Produktivität im Sudhaus: Der Läuterbottich als Flaschenhals
Im Sudhaus erweisen sich die Kapazitäten des Läuterbottichs immer wieder als Engpass für Produktivität und Effizienz. Insbesondere internationale Großbrauereien suchen deshalb verstärkt nach einer Entlastung des Läuterprozesses: „Brauer sind es gewohnt, dass Filtration viel Zeit beansprucht. Wir haben diese Prozesse hinterfragt und festgestellt, dass wir schneller läutern können, wenn sich der Filterkuchen nicht zusetzt. Der GEA LAUTERSTAR 2.0 erreicht eine Produktivitätssteigern von zehn Prozent und eine Extrakteffizienz von 98,7 Prozent“, erklärt Peter Sterk, Produktmanager für Sudhaustechnologie bei GEA. Zusätzlich ist der neue Läuterbottich kleiner und spart zehn Prozent Material ein.
Technische Innovationen für schnellere Läuterprozesse
Um die Effizienz des LAUTERSTAR 2.0 zu erhöhen, hat GEA die Geometrie und Ablaufpunkte der Abläuterkegel optimiert. Ein größerer Abstand zwischen Senkboden und Läuterbottichboden sorgt für einen gleichmäßigeren Würzeablauf und eine schnellere Extraktion. Zudem verhindert das neue Hackwerk, ausgestattet mit speziellen Doppelschuhmessern, eine Verdichtung im Treberbett, wodurch die Filternester eliminiert werden. Diese Verdichtungen waren zuvor für zwei bis drei Prozent des Würzeverlusts verantwortlich.
Klare Würzen ohne Feststoffe, wie sie im GEA LAUTERSTAR 2.0 entstehen, sind besonders vorteilhaft für energiesparende High-Gravity-Verfahren. Bei dieser Methode werden höher konzentrierte Würzen hergestellt, die sich später verdünnen lassen. Auf diese Weise können Brauereien ihre Kapazitäten ohne zusätzliche Ressourcen erhöhen.

Ein entscheidendes Leistungselement des LAUTERSTAR 2.0 ist das Hackwerk, ausgestattet mit Doppelschuhmessern, die für einen geringen Widerstand im Treberbett sorgen und die Kanalbildung durch Verdichtungen vermeiden. Quelle: GEA
Optimiertes Läutern durch das GEA Multifunctional Lautering Management (MLM)
Abhängig von der Rohstoffqualität lassen sich nun Nettoläuterzeiten von 70 Minuten bei gleichzeitig hohen Läuterbottichausbeuten erzielen. Für eine kontinuierliche Optimierung überwacht die MLM-Software den Läuterprozess in Echtzeit. Sie gleicht Schwankungen in der Rohstoffqualität automatisch aus und entlastet den Braumeister von manuellen Eingriffen. Diese Software passt den Läuterprozess dynamisch an und sorgt für konsistente Produktionszeiten und eine gleichbleibend hohe Extraktionseffizienz.

Für eine ideale Ablaufgeometrie haben GEA-Experten den Abstand zwischen Senkboden und Läuterbottichboden feinabgestimmt. Das Hackwerk beim LAUTERSTAR 2.0 wird erst später heruntergefahren, um den Treberkuchen aufzulockern. So gelingt es, den Treberkuchen lange Zeit vital zu halten und Filternester und damit Würzeverlust zu vermeiden. Kundentests ergaben Extraktausbeuten von bis zu 98,7 Prozent. Quelle: GEA
Upgrade bestehender Läuterbottiche für Kosteneffizienz
Auch bestehende Läuterbottiche lassen sich zum LAUTERSTAR 2.0 aufrüsten, was für viele Brauereien eine wirtschaftliche Option darstellt. Die Investition amortisiert sich bereits nach wenigen Monaten, wie das Beispiel einer österreichischen Brauerei zeigt, die ihre Produktion von fünf auf 8,5 Sude pro Tag steigern konnte.
Fanny Förster
Über GEA
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen DAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.