Auf einen Blick

Finanzierungsstrategie

Die Steuerung von Liquidität und zentraler Finanzierung bleiben unter anderem wegen des volatilen Marktumfeldes auch weiterhin von hoher Bedeutung.

Barkreditlinien von GEA und deren Beanspruchung setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

(in T EUR) Fälligkeit 31.12.2021 zugesagt 31.12.2021 beansprucht
Schuldscheindarlehen (2023) Februar 2023 128.000 128.000
Schuldscheindarlehen (2025) Februar 2025 122.000 122.000
Bilaterale Barkreditlinien bis auf Weiteres 88.125 10.436
Syndizierte Kreditlinie („Club Deal”)* August 2027 650.000 -
Europäische Investitionsbank (2025) Dezember 2025 - -
Europäische Investitionsbank (2027) März 2027 - -
Syndizierte Kreditlinie II August 2021 - -
Europäische Investitionsbank III Juli 2021 - -
Total 988.125 260.436

*GEA hat im April seine syndizierte Kreditlinie von 650 Mio. EUR um ESG-Komponenten erweitert. Dabei wurde der Mechanismus zur Festlegung der Marge an die Entwicklung von Nachhaltigkeitskennzahlen gekoppelt. Die Zielerreichung der Nachhaltigkeitsindikatoren wird erstmalig auf Basis des Kalenderjahres 2022 gemessen und läuft bis Ende 2026. Die vereinbarten Nachhaltigkeitskennzahlen orientieren sich unter anderem an den Zielen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus eigenen Aktivitäten (Scope 1 und 2) sowie dem Anteil an weiblichen Führungskräften in den ersten drei Führungsebenen.

Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Dabei ist die GEA Group Aktiengesellschaft als Konzernleitung zentral für das Finanzmanagement von GEA zuständig, um Finanzierungskosten weitestmöglich zu reduzieren, Anlagezinsen zu optimieren, Kontrahentenrisiken zu minimieren, Größenvorteile zu nutzen, Zins- und Wechselkursrisiken bestmöglich abzusichern und die Einhaltung von Kreditauflagen zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrategie von GEA verfolgt das Ziel, nicht nur jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sondern darüber hinaus neben einer strategischen Kassenposition auch stets über ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. 

Die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sind die wichtigste Liquiditätsquelle. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich soll externe Geldanlagen und -aufnahmen auf ein möglichst niedriges Niveau beschränken. Dazu hat GEA weiterhin in 17 Ländern Cash-Pooling-Kreise eingerichtet, um die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften täglich automatisch zugunsten oder zulasten eines Zielkontos der GEA Group Aktiengesellschaft auszugleichen. Ein darüberhinausgehender Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von der Konzernleitung aufgenommen bzw. überschüssige Liquidität von ihr angelegt. Liquiditätsspitzen in einzelnen Ländern können aber oftmals aus rechtlichen oder steuerlichen Gründen nicht länderübergreifend abgebaut werden.

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