Lokalpresse
22 Jun 2023

Mit einem Investitionspaket von über 15 Mio. Euro modernisiert GEA sein Werk in Niederahr. (Bild: GEA/Julian Poll)
Was vor 130 Jahren am GEA Standort in Oelde mit dem Bau der ersten handbetriebenen Zentrifuge zur Trennung von Milch und Rahm begann, ist heute aus der modernen Industrie nicht mehr wegzudenken. Heute werden GEA Zentrifugen in über 3.500 unterschiedlichen Prozessen eingesetzt, in denen Flüssigkeiten verarbeitet werden. So werden die Dekanter aus Niederahr beispielsweise in der Wasseraufbereitung, Lithiumverarbeitung, Proteingewinnung sowie in der Getränke- und Molkereiindustrie genutzt. Vom E-Auto, der Trinkwasserversorgung, dem veganen Burger oder der Hafermilch – hier spielen Dekanter eine wichtige Rolle.

Am Standort Niederahr produziert GEA seit über 60 Jahren Dekanterzentrifugen. Diese werden beispielsweise in der Wasseraufbereitung, Lithiumverarbeitung, Proteingewinnung sowie in der Getränke- und Molkereiindustrie eingesetzt. (Bild: GEA/Marcel Häbel)
„Ich freue mich, dass wir mit den Investitionen den GEA Standort Niederahr für die nächsten Jahrzehnte stark machen und damit unsere Technologieführerschaft in diesem Bereich ausbauen“, so Klaus Stojentin, CEO der GEA Division Separation and Flow Technologies.
„Dank der Investitionen produzieren wir unsere Dekanterzentrifugen am Standort Niederahr künftig klimaschonender, effizienter und moderner“, ergänzt Oliver Buchner, Senior Director Supply Chain & Produktion bei GEA in Niederahr. „Unsere Beschäftigten haben mit ihrem Engagement maßgeblich dazu beigetragen, dass wir heute unser 60-jähriges Bestehen feiern und mit Zuversicht in die Zukunft blicken können.“
Das Investitionspaket für das Werk in Niederahr basiert dabei auf vier Säulen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Automatisierung und moderne Fertigungstechnologien. Um den Produktionsbetrieb fit für die Zukunft zu machen, wird die Logistik, Mechanische Fertigung und Montage/ Prüfstand modernisiert. Durch neue Komplettbearbeitungszentren werden komplexe Abläufe bei konstant höchster Fertigungsqualität beschleunigt. Die Digitalisierung von Prozessen wird eine schnellere Abwicklung von Logistikaufgaben ermöglichen und ebenso den Automatisierungsgrad im finalen Abnahmetest erhöhen.
Bereits heute werden alle GEA Werke mit Grünstrom betrieben. Langfristig soll die Stromversorgung an den Standorten soweit möglich auf vor Ort erzeugte erneuerbare Energien umgestellt werden. Für das Werk Niederahr wird derzeit die Umsetzbarkeit einer großflächigen Photovoltaikanlage zur Deckung des elektrischen Eigenbedarfs geprüft. Mögliche überschüssige Energie könnte dabei sogar zur Wasserstofferzeugung genutzt werden.

Durch Komplettbearbeitungszentren wie dieses werden komplexe Abläufe bei konstant höchster Fertigungsqualität beschleunigt.
GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie.
Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im deutschen MDAX und im europäischen STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World.