Fachpressemitteilung
01 Jul 2020

KMF’s neue Molkerei Nandini Hi-Tech Mega Powder Plant in Ramanagara (Karnataka, Indien). (Foto: GEA)
Dieses Problem konnte dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen GEA und dem Team des Kunden vor Ort sowie der nötigen Unterstützung durch das KMF Management gelöst werden, indem die Milch mithilfe des GEA Remote Service zu Milchpulver weiterverarbeitet wurde.
Die Lösung klingt auf den ersten Blick einfach, doch in der Realität erforderte dieser Prozess eine sehr abgestimmte und koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die neue Molkerei „Nandini Hi-Tech Mega Powder Plant“ in Ramanagara, Karnataka, welche von GEA mit schlüsselfertigen Komplettlösungen für die Verarbeitung von Flüssigmilch, Milchpulver und Ghee ausgestattet worden war, hätte unter normalen Umständen die Magermilch einfach weiterverarbeiten können. Jedoch befand sich die Anlage mitten in der Inbetriebnahme und war noch nicht vollständig betriebsbereit, als der Lockdown in Kraft trat. Da GEA bereits Anfang März Versuche durchgeführt hatte, die teilweise zu einem fertigen Produkt geführt hatten, bat KMF GEA um die entsprechende Unterstützung, den Betrieb der Molkerei voll hochzufahren, um die Milch schließlich zu Pulver weiterzuverarbeiten und damit eine wichtige Versorgung für die Bevölkerung zu sichern.
Während des Lockdowns waren sechs Ingenieure des GEA Standorts Indien im Gästehaus gestrandet, von wo aus sie ihr volles Engagement zur Unterstützung der KMF-Mitarbeiter anboten. Ein weiteres GEA-Team der Prozess- und Automatisierungstechnik in Vadodara entwickelte dann auf der Grundlage ihrer umfangreichen Erfahrung einen cleveren Plan, der es ermöglichte, die Anlage von ihren Heimarbeitsplätzen aus ferngesteuert zu betreiben. Die Arbeit wurde durch extreme Umstände wie schlechte Internetverbindung, unzuverlässige Versorgungseinrichtungen und fehlende Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der Anlage erheblich erschwert.
Schlussendlich waren die Teams jedoch in der Lage, die Produktion erfolgreich hochzufahren. Beim ersten Versuch wurden 90.000 Liter Magermilch zu Milchpulver verarbeitet, gefolgt von 200.000 Litern Milch in den folgenden Tagen.
Das KMF Management lobte das rasche Handeln von GEA und das Engagement der Teams zur Lösungsfindung, denn die Weiterverarbeitung der Milch kam nicht nur der Bevölkerung zugute, sondern diente auch der finanziellen Unterstützung der Milchbauern in diesen schwierigen Zeiten.
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Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
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