Aufgrund von nationalen und internationalen Gesetzen wie auch freiwilligen Umweltschutzmaßnahmen kommen auch im Marinegeschäft immer mehr umweltfreundliche Kältemittel zum Einsatz.

Basierend auf einer über 100-jährigen Erfahrung im Kühlanlagen-Geschäft hat GEA eine neue, transkritische CO2-Technologie speziell für den Einsatz auf Seeschiffen entwickelt. Das Interesse daran wächst stetig. Bereits im vergangenen Jahr unterzeichnete GEA mit P&O Cruises, Teil der Carnival Corporation & PLC, dem weltweit größten kommerziellen Kreuzfahrtschiffbetreiber, einen Vertrag für seine neue transkritische CO2-Kältetechnologie. Die umweltfreundliche Kältetechnik wurde bereits an Bord der Arcadia, einem 2.000-Personen-Schiff von P&O Cruises, installiert, wo sie für eine energieeffiziente Kälteversorgung aller Lebensmittel- und Getränkekühlanlagen des Schiffes sorgt. Weitere Aufträge verbuchte GEA jetzt für zwei neue, noch in China zu bauende Kreuzfahrtschiffe sowie für den zweitgrößten Fischtrawler der Welt.

Umweltfreundliche Kälteanlagen-Technologie für in China gebaute Kreuzfahrtschiffe

Transcritical CO2 refrigeration technology from GEA makes waves in global marine refrigeration business

Im Mai 2019 unterzeichnete GEA einen Vertrag mit Shanghai Waigaoqiao Shipbuilding (SWS). SWS ist eine Tochtergesellschaft der China State Shipbuilding Corp (CSSC). SWS baut die ersten in China gebauten Kreuzfahrtschiffe. Sie werden für die neue chinesische Marke CSSC Carnival Cruise Shipping Ltd. tätig sein, die Teil der weltweit größten kommerziellen Kreuzfahrtgesellschaft ist. Die Vereinbarung zwischen GEA und SWS sieht die Lieferung von energieeffizienter Kühlung und Gefrierung für alle Kühlanlagen für Lebensmittel und Getränke auf zwei Kreuzfahrtschiffen vor. Das erste 133.500 BRZ-Schiff soll 2023 ausgeliefert werden. 

„Der Kreuzfahrtmarkt boomt weltweit. Allein in China wird ein Wachstum auf 4,5 Millionen Kreuzfahrtpassagiere bis 2020 prognostiziert. Dies wird das erste neu gebaute Kreuzfahrtschiff sein, das mit dieser Art von nachhaltiger Technologie ausgestattet sein wird. Dies ist ein wirklich wichtiges Referenzprojekt, und wir glauben, dass es zu einem großen Spin-off führen wird", sagt Marc Prinsen, GEA Head of Application Center Utilities Marine.

Ausrüstung des zweitgrößten Trawlers der Welt

Doch nicht nur die Kreuzfahrtbranche setzt auf die transkritische CO2-Technologie von GEA Kälteanlagen. bilden gerade bei Fischtrawlern das Rückgrat eines jeden Fangschiffes. Und natürlich gilt auch für Trawler: Auch sie müssen sich an globale Umweltvorschriften halten. GEA hat einen Vertrag mit der UAB Atlantic High Sea Fishing Company unterzeichnet, die eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des langjährigen niederländischen GEA-Kunden Parlevliet & van der Plas ist. Im Rahmen dieses Auftrages stattete GEA die FV Margiris mit einer NH3 / CO2 - Kaskade aus. Der Trawler ist der zweitgrößte seiner Art weltweit. Marc Prinsen: „Wir sind wieder einmal einer der Vorreiter in dieser Technologie. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer transkritischen CO2-Lösung weitere Aufträge und Kunden gewinnen werden.“ „In den letzten Jahren wurden viele Investitionen in Fischfang-Trawler getätigt, insbesondere in Russland. Unternehmen bauen weniger, dafür aber größere Schiffe. Viele befinden sich am Ende ihres Lebenszyklus und müssen erneuert werden. Diese neuen Trawler müssen die Umweltnormen erfüllen. Wir als GEA helfen mit entsprechenden Lösungen“, so Prinsen.

Die transkritische CO2-Lösung von GEA

Der Einsatz von umweltfreundlichen, nachhaltigen Kälteanlagen mit umweltfreundlichem CO2 ist relativ neu im Marinegeschäft, da es schwierig ist, flexible CO2-Anlagen zu entwickeln, die sicher auf engen Raum installiert werden können. Kühlsysteme, die umweltfreundliches CO2 als alternatives Kältemittel zu Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (H-FCKW) verwenden, sind im Einzelhandelssektor bereits im Einsatz. Solche flexiblen CO2-Kühlsysteme waren bislang jedoch eine Herausforderung. 

Die modularen transkritischen CO2-Anlagen arbeiten mit mehreren GEA Bock Verdichtern, die sich ideal für die hohen Drücke von CO2-Kälteanlagen eignen. Eine Redundanz ist in die Anlage eingebaut, so dass das System bei einer Störung bei einem oder mehreren Kompressoren nicht ausfällt. Die Lösungen von GEA können auf nahezu jeden verfügbaren Platz an Bord zugeschnitten werden und sind so konzipiert, dass sie auch unter schwierigen Witterungslagen sicher, robust und zuverlässig agieren.

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