Denver, Colorado, ist in diesem Jahr Gastgeber für die US-amerikanische Craft Brewers Conference (CBC). Am Fuße der Rocky Mountains erwartet der Veranstalter Brewers Association mehr als 13.000 Fachleute aus der Brauindustrie mit einem breiten Seminarprogramm und der Messe BrewExpo America. Traditionell schon gehört GEA zu den Ausstellern und wird als Brau- und Abfüllexperte zeigen, wie Spezialtechnologien Craftbrauern helfen, zukunftsfähig zu sein (8. bis 11. April 2019, GEA Stand 12003).

Messepremiere feiert der GEA Craft Yeast Propagator, ein Vermehrungssystem zur Hefepropagation speziell für Handwerksbrauer. Eine Sneak-Preview gibt es für die neueste Gerätegeneration des Bierseparators „Plug & Win i“, der ausgestattet mit einem Direktantrieb nun noch sparsamer und servicefreundlicher ist.

„Denver gilt als Heimat der Craftbier-Bewegung“, sagt Gregg Norris, der die nordamerikanischen Craftbrauereien für GEA betreut. „Hier gibt es eine rege und regelmäßig preisgekrönte Szene, die jedes Jahr den legendären Bierwettbewerb Great American Beer Festival in atemberaubender Kulisse ausrichtet. Wir fühlen uns hier zu Hause und lassen uns von der Energie dieses Ortes anspornen, wenn wir unsere Kunden in Colorado treffen.“

Zukunftsfähig bleiben

Mit großem Enthusiasmus sind hier in den vergangenen Jahren die Spezialitätenbrauereien aus dem Boden geschossen, inzwischen beherbergt Denver zirka 100 Craftunternehmen. Auf dem umkämpften Craftmarkt in den Vereinigten Staaten suchen inzwischen 7.300 Brauereien ihre Nische, um langfristig erfolgreich sein können. „Mit Weitblick aufgestellte Brauereien brauchen tatsächlich die Mischung aus Geschäftssinn und Qualitätsbier, Kreativität und vor allem Anpassungsfähigkeit“, fasst es Norris zusammen.  „Unser Anspruch ist es, ihre Träume mit unserer klugen und flexiblen Brautechnologie in eine erfolgreiche Geschäftsrealität zu bringen.“

Hefemanagement in Craftmaßstab

GEA Craft Yeast Propagator with semi-automated control

Erstmals zu einer Messe zeigt GEA einen Piloten des Craft Yeast Propagator, der sich nach seiner Ankündigung zur BrauBeviale 2018 inzwischen im Vertrieb befindet. Die Dimensionen des Hefevermehrers mit Volumina von fünf bis 25 Hektoliter richten sich nach den GEA Sudwerken CRAFT-STAR™ und COMPACT-STAR™ für 25 bis 125 Hektoliter Chargengröße. 

Hefe ist die wichtigste Komponente in der Bierherstellung, sie beeinflusst Geschmack, Qualität und Filtrierbarkeit. „Umso wichtiger ist es, den richtigen Stamm auszuwählen, gesunde Zellen zu pflegen, zu vermehren und die überflüssige Hefe zu verwerten“, sagt Produktmanager Torben Bauch von GEA. Die zunehmende Sortenvielfalt im Markt in den vergangenen Jahren habe zu einer immer umfangreicheren technischen Automatisierung geführt, so der Hefeexperte: „Aber genau hier haben Craftbrauer andere Vorstellungen als Großbrauereien. Deshalb haben wir unseren auf große Auslastung und Vollautomatisierung ausgelegten YEAST-STAR™ in eine einfachere Variante überführt. Diese beherrscht für ein kleineres Investitionsbudget und kleinere Kapazitäten alles, was die Vollversion kann: produktschonende Homogenisierung, optimale Belüftung und angepasste Temperaturführung.“

Vitale und gärkräftige Hefe

Der Propagator ist mit einer Rezirkulationsleitung, einem internen Belüftungssystem und einem Sterilluftmesssystem ausgestattet. Während der Vermehrungsphase werden die Hefezellen im Reaktionstank intensiv mit Sauerstoff versorgt, um sie im Zustand des aeroben Stoffwechsels zu halten – und damit ein schnelles Wachstum der Hefezellpopulation anzuregen. Die Assimilation findet direkt im Propagator statt, der praktischerweise auch als Hefelagertank dient, um die Hefe aus den großen Gärtanks zu ernten und bis zur nächsten Propagation zu lagern.

Als erster Kunde wird die Londoner Craftbrauerei Fourpure Brewing Co. vom neuen Propagator profitieren. Sie hat überzeugt, dass der gesamte Aufbau entschlackt ist und einige High-Tech-Funktionen für einen manuellen Einsatz mit eigenständiger Steuerung ausgelegt sind. „Das passt zum einen in den Kostenrahmen der Craftbrauer und deckt sich zum anderen mit den Vorstellungen, wie sie arbeiten möchten“, ergänzt Bauch.

Sneak-Preview Craftbier-Separator mit erstem Direktantrieb

GEA plug and win craft beer skid

GEA lädt auf der CBC auch ein, einen ersten Blick auf die neueste Genenation des Zentrifugenskids GEA „Plug & Win i“ mit dem neuen integrierten Direktantrieb zu erlangen. Die erfolgreiche Bierzentrifuge, von der GEA bereits mehr als 400 allein in den USA verkauft hat, verfügt damit über modernste Antriebstechnologie. „Unsere Plug & Win bringt seit Jahren zusammen, was den Craftbrauern auf dem Herzen liegt: unkomplizierte, selbsterklärende, sehr zuverlässige und effiziente Bierseparation“, sagt Paul Battaglia, Vertriebsleiter für Getränkeseparatoren in den USA bei GEA. „Im Vergleich zu anderen Fitrationsprozessen gewinnen wir mehr Bier pro Sud, verkürzen die Lagerzeit und brauen insgesamt schneller. Die Plug & Win zeigt unser Bekenntnis zur praktikablen Innovation durch Automatisierung, verlängerte Serviceintervalle und ein kompaktes Skid-Design – das sind alles Problempunkte für Brauer, die stark auf ihre Betriebskosten achten müssen.“

Klären statt Filtern

Mit einer Zentrifuge lassen sich Klärgrad und Trübung des Bieres sehr präzise und reproduzierbar einstellen. Als Feinstklärer können Zentrifugen sogar den Filtrationsschritt ersetzen. Gute Nachrichten für Craftbrauer, deren oft stark gehopfte und malzhaltige Kreationen bisher als unfiltrierbar galten. So beschleunigt die Plug & Win den gesamten Brauprozess, weil separiertes Bier weniger Klär- und Reifezeit in den Lagertanks benötigt. Brauer können folglich ihre Tankkapazitäten viel besser auslasten. Die „Plug & Win i“ sichert durch einen höheren Automatisierungsgrad die Chargenqualität und optimiert den Brauprozess noch mehr, denn der Direktantrieb wird zum Herzstück des Betriebs generell. Die neue Gerätegeneration ist noch kompakter als der Vorgänger und kann deshalb leichter bewegt werden. Weil das Antriebsmodul austauschbar ist und Motor und Spindel als ein Modul konzipiert sind, verlängern sich die Serviceintervalle. GEA vereinfacht damit die Wartung erheblich.

Brauen und Abfüllen aus GEA Hand

„Wir haben unser Angebot im letzten Jahr auch auf flexible, effiziente Abfülllösungen durch die Akquisition von GEA VIPOLL erweitert“, freut sich Norris. Die Linien mit niedrigen und mittleren Verarbeitungsgeschwindigkeiten sind ideal für die Anforderungen der Craftbrauer. Traditionell ist die Nachfrage für Dosen im Craftmarkt am höchsten, die Flaschenabfüllung aber erlebt derzeit ein Comeback. Am Stand zeigt GEA die Füll- und Verschließköpfe des superflexiblen Monoblockfüllers ALL IN ONE, der zwischen Flaschen-, Dosen- und PET-Abfüllung wechseln kann. 


GEA auf der CBC, Denver, USA

8. bis 11. April 2019, Stand 12003

Schulungsprogramm zur Konferenz:

11. April 2019, 11 Uhr, Raum 402: „Wie neue Technologie hilft, ein vielfältiges Produktportfolio zu schaffen“: 

  • Cross-Flow-Filtration zur Bierrückgewinnung aus Hefe, Klärung und Entalkoholisierung
  • Hefepropagation für Craftbrauereien mit einem Volumen von bis zu 25 Hektolitern Frischhefe-Flüssigkeit
  • Abfüllanlage ALL IN ONE zum Spülen, Füllen und Verschließen von Dosen, Glas- und PET-Flaschen mit einer Leistung von 4.000 bis 20.000 Behältern pro Stunde (Gesamtanlage nicht am Stand)
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