Feinkörnige, harte, spröde und hoch-abrasive Katalysatoren-Rückstände in Kraftstoffen, sogenannte Catalyst Fines, kurz Catfines, können Schiffsmotoren erheblich schädigen. Unter Extrembedingungen führen sie sogar zum Totalausfall des Hauptmotors. Eine wirkungsvolle Gegenmaßnahme ist der CatFineMaster von GEA. Das System trägt dazu bei, Leistung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Schiffsmotoren sowie die Antriebstechnologie auf See zu sichern. Einen Auftrag über 20 CatFineMaster erhielt GEA jetzt vom größten Schiffbauunternehmen in China. Je zwei dieser Systeme sollen in insgesamt zehn bis 2020 zu bauende Tanker einer dänischen Reederei, die mehr als 100.000 Tonnen raffinierte Ölprodukte transportieren können, installiert werden.

Der GEA CatFineMaster besteht aus einem Schweröl-Separator als Kernstück sowie einer Zulaufpumpe. Diese Pumpe kann im Laufbetrieb so geregelt werden können, dass ein optimal eingestellter Schwerölstrom gewährleistet ist, bei dem die entsprechenden Prozessanforderungen berücksichtigt sind. Dies stellt eine zusätzliche Effizienzsteigerung sicher und führt ferner zu Energieeinsparungen. Das System wird vervollständigt durch das GEA IO Kontrollsystem und optionale Mess- und Analysegeräte.

Neue Umwelt-Gesetzgebung verstärkt Catfines-Problematik

Durch das Klimaschutzabkommen von Paris im Jahr 2015 und der UN Klimaschutzkonferenz in Kattowitz im Dezember 2018 hat der Druck auch auf die Schifffahrt zugenommen. Internationale Übereinkommen sehen eine stufenweise Reduzierung des Schwefelgehalts von Schiffskraftstoffen von derzeit 3,5 Prozent auf 0,5 Prozent ab dem 1. Januar 2020 vor. In den Schwefelemissions-Überwachungsgebieten (SOx emission control areas, SECA) auf Nord- und Ostsee sowie entlang der Nordamerikanischen Küste und der US-Karibik geht die Reduzierung weiter. Seit Anfang 2015 wurde der Grenzwert in den SECA in einem letzten Schritt auf 0,10 Prozent reduziert. 

Catfines in Ultra Low Sulfur Fuel Oil

Um diese Werte zu erreichen, muss also der Schwefelanteil im Schweröl massiv reduziert werden. Das geschieht durch den Einsatz von Ultra Low Sulfur Fuel Oil (ULSFO). Bei der ULSFO-Herstellung wird das Fluid Catalytic Cracking genutzt, ein bedeutender Stoffumwandlungsprozess in der erdölverarbeitenden Industrie. Der Nachteil dieses Verfahrens: Das so gewonnene Ultra Low Sulfur Fuel Oil kann Catfines, enthalten. Sie sind verantwortlich für Abrasionen.

Catfines mit hohem Schadens-Potential

Diese Catfines können hohe Schadenssummen verursachen. Schnell ist die Millionengrenze erreicht, vor allem dann, wenn mehrere Zylinder und Ventile betroffen sind.

So funktioniert der CatFineMaster

Um ein optimales Separierverhalten bei den Catfines unterschiedlicher Größe zu erzielen, bietet das System die Möglichkeit, zwei wesentliche Prozessparameter zu variieren. Zum einen kann die Separiertemperatur verändert werden. Durch die Heißseparierung bis zu 110°C sinkt die Viskosität des Kraftstoffs, womit sich besonders die sehr kleinen Catfines noch besser abtrennen lassen. Die zweite Prozessvariable ist die Durchflussrate, die mittels der Zulaufpumpe zur optimalen Anpassung der Durchflussmenge des Öls an die jeweiligen Prozessanforderungen geregelt wird. Dies trägt nicht nur zu einer zusätzlichen Effizienzsteigerung bei, sondern spart gleichzeitig Energie ein. Der CatFineMaster stellt dabei eine effektive Reduzierung von Catfines sicher, was im Detail eine Zielkonzentration von unter 5 ppm und Abscheidung aller Partikel größer 3 μm bedeutet.

Zurück
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Bitte haben Sie etwas Geduld, wir bearbeiten Ihre Nachricht.

Danke, dass Sie sich angemeldet haben!
Bitte überprüfen Sie Ihren Posteingang auf eine Bestätigungs-E-Mail, um Ihre Anmeldung abzuschließen.

Hoppla, irgendwas ist schief gelaufen.
Bitte versuchen Sie es in wenigen Augenblicken noch einmal.