Ende April 2019 gibt GEA den Startschuss für den Verkauf des neuen D-tec®-Doppelkammerventils D/DV. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Doppelsitzventil, bei dem der Leckageraum als Sterilkammer ausgeführt und mit zwei Seitenventilen hermetisch von der Umwelt getrennt wird.

Wie die gesamte aseptische D-tec®-Baureihe fokussiert sich das neue Ventil auf den Hygienestandard „UltraClean-Niveau“. Durch die herausragenden Dichtungseigenschaften der Stangenmembrane erhöht es die Mindesthaltbarkeit für Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte, milchbasierte und milchsäurefermentierte Produkte. Passen Hersteller die Prozesskette entsprechend an, können sie dank D-tec® die gewünschte Haltbarkeit eines Produktes sogar mit weniger Konservierungsstoffen erreichen.

Prozessanlagen von A bis Z mit D-tec® ausrüsten

GEA gelingt mit dem D-tec®-Doppelkammerventil D/DV die Komplettierung des UltraClean-Ventilprogramms, sodass Kunden ihre Produktionsprozesse nun vollständig mit D-tec® ausstatten können. „Die Schnittstellen in Prozessanlagen mit möglichst wenig Ventiltypen auszurüsten, ist für unsere Kunden oft ein entscheidendes Kriterium. Denn das Ersatzteilhandling und die Lagerhaltung werden umso aufwendiger, je mehr unterschiedliche Ventilbaureihen korrespondieren müssen“, erklärt Produktmanager Pascal Bär, der die aseptischen Ventile bei GEA betreut. Nach dem Einsitz-Regelventil D-tec® P/DV im Jahr 2018 stellt GEA nun das letzte Puzzleteil für das D-tec®-Programm – das Doppelkammerventil D/DV – vor. GEA kann Greenfield-Projekte deshalb konsequent mit D-tec® planen, bei bestehenden Anlagen ist ein Retrofit für das Einsitzventil erhältlich.

Hygienephilosophie umgesetzt

GEA empfiehlt das D-tec®-Doppelkammerventil D/DV vorzugsweise für Ultraclean-Anwendungen, wenn verarbeitete Nahrungsmittel durch eine Kondensatsperre vollkommen vor der Umgebung geschützt werden müssen. Bild: GEA
GEA empfiehlt das D-tec®-Doppelkammerventil D/DV vorzugsweise für Ultraclean-Anwendungen, wenn verarbeitete Nahrungsmittel durch eine Kondensatsperre vollkommen vor der Umgebung geschützt werden müssen. Bild: GEA

Mit dem D-tec®-Doppelkammerventil bietet GEA nun aseptische Ventile für beide Hygieneklassen „Aseptic“ und „UltraClean“, die auf die besonderen Bedingungen der jeweiligen Anwendungen zugeschnitten sind. Nach seiner Hygienephilosophie empfiehlt GEA diese Unterscheidung: „Aseptomag® – unsere Metallfaltenbalg-Technologie – ist die Königsklasse der Hygieneverarbeitung, die wir für hochsensitive Produkte wie Babynahrung und UHT-Milch nutzen. Denn diese erfordern ein kompromissloses aseptisches Ausführen der Prozesse und Komponenten“, sagt Bär. „Aber ein großer Teil der produzierten Getränke unserer Kunden wird nicht unter aseptischen Bedingungen gefördert, sondern fällt in die zweithöchste Hygienestufe gemäß VDMA-Richtlinie, das ist die Hygieneklasse IV ,UltraClean‘. Unser neues Doppelkammerventil der D-tec®-Linie ist genau auf die Prozessanforderungen dieser Hygieneklasse zugeschnitten.“ D-tec® ist daher ideal für Produkte wie Eistee, Fruchtsaft, Fruchtjoghurt und ESL-Milch, die je nach pH-Wert, Kühlkette und Lagerung länger haltbar sein sollen.

Betriebssicherheit gewährleisten

GEA setzt für UltraClean-Anwendungen auf hermetisch dichtende D-tec®-Stangenmembrane, denn sie bieten einen höheren Kontaminationsschutz gegenüber der Atmosphäre und sichern die mikrobielle Stabilität des Produktes im gesamten Prozess. Die Membrane bestehen aus einem thermoplastischen Kunststoff, der in sich flexibler ist als Edelstahl. So könne er zum Beispiel Druckschlag kompensieren und bis zu einem gewissen Grad auch Prozessfehler verzeihen, sagt Bär. Käme es doch einmal zu einem Membranbruch, gewähre die Leckageerkennung eine hohe Betriebssicherheit. Der Produktmanager ergänzt: „Wir richten unsere Produktentwicklung darauf aus, die Anlagenverfügbarkeit und -wirtschaftlichkeit für Getränke- und Nahrungsmittelproduzenten zu sichern. Das neue Doppelkammerventil erfüllt diese Maxime: Es lässt sich sehr flexibel einsetzen und vereint eine hohe Hygienequalität mit überschaubaren Betriebskosten.“ Der wartungsfreundliche Aufbau minimiere darüber hinaus Stillstandzeiten der Anlagen.

Anspruchsvolle Prozessbedingungen adaptieren

Wie die D-tec®-Baureihe basiert das Doppelkammerventil D/DV auf dem bewährten VARIVENT®-Baukasten, der sich durch seine Anpassungsfähigkeit auszeichnet. So lässt sich das Ventil je nach den Prozessbedingungen konfigurieren. Charakteristisch für dieses Doppelsitzventil sind die beiden Membrane, die den Produktinnenraum hermetisch gegenüber der Atmosphäre abdichten. Es ist derzeit in den Nennweiten DN 40 bis DN 80 und OD 1.5“ bis OD 3“ erhältlich. Die Nennweiten DN 100 und OD 4“ werden in den nächsten Wochen folgen. Der Ventilsitz kann sowohl weich- als auch hartdichtend ausgeführt werden, letzteres mit der beliebten Dichtung TEFASEP® gold. Darüber hinaus lassen sich D-tec®-Doppelkammerventile mit einem, zwei oder drei T.VIS®-Steuerköpfen unterschiedlichster Ausführung betreiben. GEA D-tec® D/DV berücksichtigt alle gängigen Industriestandards.

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