Im Juli 2018 erhielt GEA von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung (LONO, Letter of no Objection) für die ABF 1.2-Technologie, eine integrierte Blas-, Füll- und Verschlusslösung mit einer aseptischen Rotationsblasmaschine. Es ist das einzige mit einem 100-prozentig aseptischen Gebläse ausgestattete System, das lagerstabile, säurearme Getränke ohne Konservierungsmittel für den Vertrieb bei Raumtemperatur auf dem US-Markt herstellen darf.

FDA testet Produktsicherheit an installierter ABF 1.2

Die FDA-Prüfung gilt als eines der umfassendsten Validierungsprotokolle für die aseptische Getränkeindustrie. Die hohen Anforderungen sorgen für mehr Produktsicherheit; ihre Freigabe wird auch außerhalb der USA hoch geschätzt. Sie bestätigt GEA ABF 1.2 ein Höchstmaß an Sterilisationseffizienz und -zuverlässigkeit bei jedem Schritt der sensiblen Getränkeabfüllung. Die FDA führte die erfolgreichen Validierungstests an einem in den USA installierten ABF-1.2-System durch, das bereits jetzt lagerstabile Milchgetränke für den nordamerikanischen Markt produziert und liefert.

„Die FDA-Zertifizierung ist ein Ritterschlag für ABF als erstes vollaseptisches Blow-Fill-Cap-System“, sagt Alessandro Bellò, Leiter Blowing, Filling and Packaging bei GEA. „Für uns Technologieentwickler hat Nahrungsmittelsicherheit höchste Priorität. Deshalb haben wir GEA ABF 1.2 so aufgebaut, dass durch vollautomatische Arbeitsgänge eine Keimbelastung für Getränke beim Abfüllen ausgeschlossen wird. Wir erreichen mit ABF eine Kontaminations- und Prozesskontrolle, wie sie im Markt einzigartig sind.“

Kontrolle über Sterilisationsleistung

Die GEA Lösung basiert auf einem Blas-, Füll- und Verschließprozess, der in einer komplett geschlossenen aseptischen Umgebung abläuft: Weil sich die Rotationsblasmaschine bei GEA ABF 1.2 in einem mikrobiologischen Isolator befindet, bläst sie die zuvor mit Wasserstoffperoxiddampf (VHP, H2O2) behandelten Preforms aseptisch in die finale Flaschenform. Das Ergebnis ist ein Ein-Zonen-Sterilisationsprozess, der ohne Wasser und mit deutlich weniger Chemikalien auskommt.

„Wie gelingt es uns, die Sterilität lückenlos aufrechtzuhalten?“, erklärt GEAs Produktmanager Massimo Nascimbeni. „Indem wir das aseptische Blasrad in die gleiche Sterilzone gesetzt haben, in der auch abgefüllt und verschlossen wird. Die frisch geblasenen Sterilflaschen verlassen also die Sterilzone auf dem Weg zum Abfüll- und Verschließkarussel gar nicht. In den folgenden Modulen ist keine VHP-Übertragung mehr nötig.“ Prozesskontrolle erhalten Getränkeproduzenten durch den GEA Smart Sensor™, der die Spritzleistung jeder einzelnen Sterilisationsdüse kurz vor der Behandlung der Preforms überwacht. Auch der Prozess der Umweltsterilisation ist vollständig automatisiert und erfordert kein Eingreifen des Bedieners. Dadurch reduziert GEA eine weitere Rekontaminationsgefahr im System erheblich.

Aseptische Technologie macht Kunden zukunftssicher

Als einziger Technologiekonzern weltweit kann GEA sowohl PAA- als auch VHP-basierte Sterilisationstechnologien anbieten, die von der FDA freigegeben sind. Der jüngste Erfolg wurde unter anderem durch die umfangreiche Erfahrung mit FDA-Projekten erleichtert: Bereits vor zehn Jahren gab die Behörde grünes Licht für die PAA-basierte Flaschensterilisationsplattform von GEA. Zudem überzeugte die Zahl der installierten Anlagen in den USA, die GEA ohne eine einzige Beanstandung vorweisen kann. 

Alessandro Bellò fasst zusammen: „Die aseptische Technologie ist heute zweifelsohne das sicherste und effizienteste Produktionssystem für die Abfüllung empfindlicher Getränke ohne Konservierungsstoffe. Es scheut keinen Kosten-Nutzen-Vergleich: Je höher die Produktionsmengen, je höher die gewünschte Produktionsqualität und je höher der Bedarf an Flexibilität bei der Flaschengestaltung, desto klarer ist der Vorteil aseptischer Anlagen gegenüber anderen Lösungen. Mit unserer FDA-Zertifizierung für GEA ABF 1.2 können wir endlich Kunden mit VHP-basierten Sterilisationsplattformen in den USA bedienen".

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