GEA hat zwei Zentrifugen zur Reinigung von Monoethylenglykol (MEG) im BP-Offshore-Erdgasfeld West Nile Delta in Ägypten geliefert. Für GEA ist dieses Neukundenprojekt angesichts des wachsenden Geschäftsfelds der MEG-Aufbereitung von großer Bedeutung. MEG wird eingesetzt, um Gasleitungen vor Korrosion und Verstopfung zu schützen.

Das Zentrifugenpaket wurde an die Gasaufbereitungsanlage von BP in der Nähe des Hafens von Alexandria geliefert. Die beiden Zentrifugal-Separatoren vom Typ WSD 200 laufen 24 Stunden am Tag parallel. Sie bieten somit eine hervorragende Trennleistung und einen zuverlässigen Betrieb auf einem einzigen Zentrifugen-Skid von 12 x 7 x 6 Metern. 

Herausforderungen meistern und termingerecht umsetzen

GEA hat Ende 2015 mit den Arbeiten an dem Projekt begonnen und die Zentrifugen termingerecht in rund 65 Wochen geliefert. Das komplette MEG-Regenerationsprojekt wurde von der Wellstream Processing-Gruppe abgewickelt, die zur Business Unit Process and Flow Technologies innerhalb von National Oilwell Varco, L.P. (NOV) gehört. Der Hauptsitz von NOV befindet sich in Houston, Texas, USA. Dies ist bereits das vierte Projekt von GEA mit NOV, dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Büro des Unternehmens in Oslo, Norwegen.

„Die GEA Zentrifugentechnologie in den NOV MEG Regenerationsanlagen unterliegt unterschiedlichen Prozessbedingungen, Schnittstellen und Kundenanforderungen", sagt Bruno Sersante, Senior Mechanical Engineer, Wellstream Processing Group. „Wir haben erfahren, wie ein sehr gut vorbereitetes GEA Team in der Lage war, ein komplexes Paket innerhalb eines engen Zeitrahmens und mit einem hohen Qualitätsstandard zu liefern. Die offene Herangehensweise des GEA Teams hat uns geholfen, die Herausforderungen unserer Kunden erfolgreich zu meistern. Wir schätzen die Proaktivität und Flexibilität des GEATeams bei der Bewältigung jeder Herausforderung für die erfolgreiche Durchführung und Lieferung von Projekten im Zeit- und Budgetrahmen“, so Sersante.

Jan Hoppe, Senior Project Manager bei GEA, bestätigt, dass eine gute Zusammenarbeit zu diesem Erfolg beigetragen hat. „Ich denke, wir haben den Zuschlag dank unserer Beziehungen zu den Projektpartnern, durch unsere Erfolgsbilanz bei der Abwicklung von Projekten dieser Größenordnung und die technische Leistungsfähigkeit der WSD 200 Zentrifugen erhalten", sagt der Experte. „Das war ein herausforderndes Projekt, aber wir hielten uns exakt den Zeitrahmen. Es war, zusammengefasst, eine fantastische Leistung“, so Hoppe.

Die Zentrifugenfertigung und das Projektmanagement erfolgten im GEA Werk in Oelde, Deutschland. Das GEA Büro in Dubai unterstützte den direkten Kundenkontakt. Das Zentrifugen-Skid wurde in Hereford, Großbritannien, von KGD, einem zuverlässigen Partner von GEA, montiert.

West Nile Delta: ein strategisches Projekt

Bei West Nile Delta handelt es sich um ein strategisches Projekt, das schließlich fast 1,3 Milliarden Kubikfuß Gas pro Tag (bcf/d) liefern wird. Das entspricht etwa 30 Prozent der derzeitigen Produktion Ägyptens. Das ganze Gas wird in das ägyptische Netz eingespeist.

Die gesamte Erschließung besteht aus fünf Gasfeldern in Wassertiefen bis zu 750 m. BP hält 83 Prozent der Anteile, der Rest befindet sich im Besitz des deutschen Öl- und Gasunternehmens DEA AG. Die Produktion wurde im März 2017 aufgenommen, die restlichen Felder werden voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen.

MEG schützt Rohrleitungen

Neben Erdgas transportieren Pipelines mit Bohrkopf üblicherweise auch Kohlenwasserstoffflüssigkeiten (Kondensat), Wasser, korrosive Salze und Sand. Innerhalb der Pipeline besteht die ständige Gefahr von Erosion, Korrosion und Kesselsteinbildung. Unterwasser-Pipelines, die bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt betrieben werden, können ebenfalls mit Hydraten verstopfen. Diese eisähnlichen Stoffe entstehen, wenn sich Erdgas und Methan mit Wasser bei niedrigen Temperaturen verbinden. MEG wird schon seit langem als Frostschutzmittel in Motoren verwendet. Durch das Einsprühen von MEG in Rohrleitungen werden Kondensat, Wasser, Salz und Korrosionspartikel gebunden und die Bildung von Eis und Hydraten verhindert.

Rückgewinnung und Reinigung von MEG

Beim Projekt West-Nil-Delta schützt MEG, das in Anlagen von GEA gereinigt wurde, eine 42 km lange Pipeline, die Gas aus neun Bohrlöchern in den Feldern Taurus und Libra an Land transportiert. Sobald das Gas die Aufbereitungsanlage erreicht hat, wird das MEG zurückgewonnen und zur Wiederverwendung gereinigt. Die GEA Zentrifugen sind integraler Bestandteil des NOV Vorbehandlungssystems, in dem sie ausgefällte schwerlösliche Salze und Feinanteile aus dem schweren MEG entfernen. Nachfolgende Reinigungsschritte umfassen die Anreicherung und Salzrückgewinnung.

GEA stellt eine Reihe von Zentrifugen her, die für die MEG-Reinigung optimiert sind. Für kleinere Projekte bietet die Gruppe mehrere Modelle der WSE-Serie an. Die größte MEG-Zentrifuge von GEA, wie sie im West-Nil-Delta-Projekt eingesetzt wird, ist die WSD 200. Dieser selbstreinigende Zentrifugal-Separator verfügt über einen Direktantrieb, der maximale Flexibilität auf kleinstem Raum bietet. Alle GEA MEG- Zentrifugen bieten die hohen g-Zahlen (Abscheidegrat), die für eine gute Trennleistung erforderlich sind. Kontaktteile sind aus Super-Duplex-Stahl für höchste Korrosionsbeständigkeit gefertigt. MEG-Zentrifugenanlagen sind üblicherweise mit Stickstoff überlagert, um einen sicheren Betrieb bei Vorhandensein von entzündlichem Gas zu bieten. Ein typisches Zentrifugen-Skid besteht aus Abscheider, Bedienpult, Heizsystem, Schlammtank und Schlammpumpe.

Die MEG-Erfahrung von GEA

Zu den bisherigen Onshore-Projekten von GEA für die MEG-Reinigung gehören Kollsnes (Norwegen), Gorgon (Australien), Jansz (Australien) und Barzan (Katar). Zu den Offshore-MREG-Projekten gehören Ormen Lange (Norwegen) und Ichthys (Australien).

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