In der Milchpulverfabrik von Arla in Svenstrup, Dänemark, werden durch die Installation von GEA AddCool® die beim Betrieb einer Sprühtrocknungsanlage entstehenden CO2-Emissionen um 1.500 Tonnen pro Jahr reduziert.
Die Sprühtrocknung ist einer der energieintensivsten Prozesse in der Milchproduktion – und trägt erheblich zu den CO₂-Emissionen bei. In der Milchpulverfabrik AKAFA von Arla in Svenstrup, Dänemark, war die Herausforderung klar: Dekarbonisierung ohne Beeinträchtigung der Produktion oder der Gewinne. Um diese Herausforderung zu bewältigen, wurde eine Partnerschaft zwischen Arla und GEA geschlossen.
Gemeinsam haben die Partner eine Weltneuheit erreicht: die Integration des AddCool®-Hochtemperatur-Wärmepumpensystems von GEA in einen Sprühtrockner. Das Ergebnis ist eine Reduzierung des Erdgasverbrauchs für die Erwärmung der Primärluft um 59 %, wodurch im ersten Betriebsjahr 1.500 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden konnten.
Die Herausforderung: CO2-Emissionen bei der Sprühtrocknung deutlich und kosteneffizient reduzieren
Die Zusammenarbeit mit dem Team von Arla gestaltete sich aufgrund der langjährigen Kundenbeziehung zu GEA als unkompliziert. Gemeinsam wurde eine Untersuchung zu möglichen Optionen für die Dekarbonisierung der Anlage organisiert. Dies erfolgte im Rahmen eines ganzheitlichen Energieaudits aus dem Jahr 2018, das nun Teil unseres Angebots von Add Better Consulting ist. Die Herausforderung, die CO₂-Emissionen durch rentable Investitionen zu reduzieren, wurde durch die anschließende Analyse deutlich. Die Ergebnisse zeigten jedoch auch weniger offensichtliche Möglichkeiten für die Partnerschaft auf, die sich als wirkungsvoll erweisen würden.

Arla hat sich verpflichtet, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 63 % zu reduzieren, und das Hochtemperatur-Wärmepumpenprojekt bei AKAFA ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.
Line Brandt Pedersen
Director, Supply Chain Sustainability, Arla Foods
Die Lösung: Integration eines maßgeschneiderten Hochtemperatur-Wärmepumpensystems
Nachdem der Energieverbrauch als ein Bereich von erheblicher Bedeutung identifiziert worden war, ein hochspezialisiertes Team aus GEA- und Arla-Experten eng zusammen, um eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln, mit der der Erdgasverbrauch und damit die CO₂-Emissionen erheblich gesenkt werden können. Durch einen kombinierten Heiz- und Kühlprozess, der von einem Hochtemperatur-Wärmepumpensystem bereitgestellt wird, wurde die GEA AddCool®-Lösung am Arla-Standort Svenstrup zur weltweit ersten Installation dieser Art in einer Molkerei.
Da GEA sowohl die Wärmepumpe als auch das integrierte Heiz- und Kühlkonzept entworfen hat, erhielt Arla strenge Leistungsgarantien über sechs Jahre. Ein von Arla ausgewählter unabhängiger Energieberater validierte das Design und die Garantien vor der Installation. Nach der Inbetriebnahme bestand das System den Leistungstest vor Ort auf Anhieb.
Seine Leistung wird kontinuierlich von der GEA InsightPartner®-Lösung überwacht und es ist auf dem besten Weg, die versprochenen Einsparungen innerhalb der prognostizierten Amortisationszeit zu erzielen.
Der Sprühtrocknungsprozess ist äußerst komplex, und die Fachkompetenz von GEA in diesem Bereich hat uns gezeigt, dass sie der richtige Partner sind.
Jens Løkke Ganderup
Project Manager, Arla Foods
Das Ergebnis: Außergewöhnliche Reduzierung der CO2-Emissionen und der Betriebskosten für die Sprühtrocknung
Das GEA AddCool®-System bot Arla mehrere Vorteile:
- Reduzierung des Erdgasbedarfs für die Erwärmung der Primärluft um 670.000 Nm3 pro Jahr, was einer Reduzierung von 59 % im Vergleich zum vorherigen Betrieb entspricht. Dies führt zu einer jährlichen Reduzierung der CO2-Emissionen um 1.500 Tonnen pro Jahr bei gleichzeitiger Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen.
- Energieeinsparung in der bestehenden Kälteanlage durch die Bereitstellung von 430 kW Nutzkälte bei gleichzeitiger Abgabe von Hochtemperaturwärme an den Trockner.
- Geringere Belastung und weniger Lärm des vorhandenen Kühlturms durch Vorkühlung des Abwassers aus dem System.
- Klarer Überblick über die aktuelle und historische Leistung des Systems dank der Überwachungslösung GEA InsightPartner.

Eine wichtige Erkenntnis aus dem AKAFA-Projekt ist, dass Nachhaltigkeit und Leistung, einschließlich der finanziellen Aspekte, Hand in Hand gehen können.
Line Brandt Pedersen
Director, Supply Chain Sustainability, Arla Foods
Die Zukunft: Ressourceneffiziente Sprühtrocknung für einen geringeren CO₂-Fußabdruck
Am Standort von Arla, Svenstrup, zeigt die Integration von AddCool®, dass eine bedeutende Reduzierung der CO₂-Emissionen und ein zuverlässiger Betrieb miteinander vereinbar sind, wenn Fachwissen und Partnerschaft Hand in Hand gehen. Aufbauend auf diesem Ergebnis prüfen sowohl Arla als auch GEA die schrittweise Einführung weiterer Sprühtrocknungsanlagen am Standort AKAFA, wo die Wirtschaftlichkeit und die Auswirkungen auf die Emissionen am größten sind – was das Engagement von GEA für eine bessere Welt widerspiegelt.




