Sie wuchs auf einem Bauernhof auf, entdeckte nach dem Abitur ihre Leidenschaft, studierte an der Universität und schloss ihr Studium mit einem Bachelor ab. Anschließend sammelte sie Erfahrungen als Herdenmanagerin. Ihr beruflicher Werdegang führte sie von der Position als Beraterin für Herdenmanagement bei einem GEA-Händler in Österreich zu ihrer derzeitigen Tätigkeit als Business Development Managerin in Deutschland.
Lesen Sie über ihren Werdegang, ihre Motivation, ihre Gedanken zum Sinn ihres Handelns, ihre Prognosen für die Zukunft und den Wandel, den sie sich für Frauen in der Landwirtschaft wünscht.
Was hat Sie zur Landwirtschaft bzw. zu landwirtschaftlichen Technologien geführt?
Obwohl ich auf einem Milchviehbetrieb aufgewachsen bin, entwickelte sich meine Begeisterung für die Milchviehhaltung erst während meiner beruflichen Orientierung nach dem Abitur. Nach meinem Bachelor-Studium an der HSWT in Triesdorf und einem Sommer als Hirtin auf einer Alm in Österreich arbeitete ich zunächst als Beraterin für Herdenmanagement bei einem GEA-Händler in meiner Heimatregion. Seit Anfang dieses Jahres arbeite ich direkt bei GEA FT in Deutschland als Business Development Managerin für das Produkt CattleEye – eine Tätigkeit, die mir sehr viel Freude bereitet, insbesondere die Zusammenarbeit mit Kunden, Händlern und Kollegen.
Was macht Ihre Arbeit für Sie sinnvoll?
Das Gefühl, durch die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten (Kollegen, GEA-Händlern und Kunden) einen Mehrwert für die Milchwirtschaft in Deutschland zu schaffen.
Inwiefern trägt Ihre Tätigkeit zur Zukunft der Milchwirtschaft bei?
Ich habe das Gefühl, dass ich durch meine Arbeit dazu beitragen kann, Landwirten ihren Arbeitsalltag zu erleichtern und gleichzeitig das Tierwohl zu verbessern.
Wie wird Ihrer Meinung nach die moderne Milchwirtschaft in zehn Jahren aussehen?
Deutschland ist in der Milchwirtschaft bereits sehr weit fortgeschritten. Meiner Meinung nach werden wir in Zukunft noch produktivere und gesündere Herden und Betriebe sehen. Das wird sich auch positiv auf die Nachhaltigkeit der Branche auswirken.
Welche Veränderung würden Sie sich für Frauen in der Landwirtschaft am meisten wünschen?
Frauen übernehmen in der Landwirtschaft dieselben Schlüsselbereiche und Rollen wie Männer – oft zusätzlich zu den Aufgaben, deren Erfüllung die Gesellschaft automatisch von ihnen erwartet. Ich würde mir einen Wandel wünschen, bei dem die Leistungen und das Fachwissen von Frauen nicht erst unter Beweis gestellt werden müssen, sondern von vornherein als gleichwertig anerkannt werden und in allen Bereichen sichtbar sind.

Internationales Jahr der Landwirtinnen
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtinnen erklärt. Damit sollen Maßnahmen zur Beseitigung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen von Frauen weltweit gefördert werden. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die entscheidende Rolle geschärft werden, die Frauen in der Landwirtschaft spielen.
GEA Farm Technologies hat mit Frauen in der Landwirtschaft weltweit über ihre Erfahrungen, ihren Werdegang, ihre Motivation, ihre Lebensziele und ihre Zukunftsaussichten gesprochen und sie gefragt, welche Veränderungen sie sich für Frauen in diesem Berufsfeld wünschen.