Zuverlässige Daten, kluge Entscheidungen, produktive Ergebnisse!
Die Spezialistin für Herdenmanagement begleitet Landwirte gerne bei der Umstellung auf Automatisierung. Dieser Wandel, der das Melken, die Fütterung und die Gesundheitsüberwachung umfasst, werde laut Morris die Leistung und Gesundheit der Kühe verbessern.
Lesen Sie über ihren Werdegang, ihre Motivation, ihre Gedanken zum Sinn ihres Handelns, ihre Prognosen für die Zukunft und den Wandel, den sie sich für Frauen in der Landwirtschaft wünscht.
Was hat Sie zur Landwirtschaft bzw. zu landwirtschaftlichen Technologien geführt?
Ich habe mich schon immer für die Landwirtschaft interessiert, insbesondere für die Tierhaltung. Ich arbeite gerne auf einem Bauernhof in direktem Kontakt mit den Tieren, habe mich aber dem Bereich der Agrartechnik zugewandt, da sich das besser mit meiner jungen Familie vereinbaren lässt.
Was macht Ihre Arbeit für Sie sinnvoll?
Die Möglichkeit, Landwirten dabei zu helfen, auf der Grundlage von Daten fundiertere Entscheidungen für ihre Kühe zu treffen – und damit letztlich ihre Betriebe zu stärken –, gibt mir ein Gefühl von Sinnhaftigkeit und motiviert mich, jeden Tag mein Bestes zu geben.
Inwiefern trägt Ihre Tätigkeit zur Zukunft der Milchwirtschaft bei?
Da qualifizierte Arbeitskräfte in der australischen Milchviehhaltung immer knapper werden, bewegt sich die Zukunft stetig in Richtung automatisierter Melksysteme. Indem ich Landwirte bei diesem Wandel begleite – und ihnen dabei helfe, das Potenzial der Daten über ihre Kühe voll auszuschöpfen –, kann ich dazu beitragen, stärkere Herden, fundiertere Entscheidungen und widerstandsfähigere landwirtschaftliche Betriebe zu schaffen. Das ist es, was mich jeden Tag inspiriert.
Wie wird Ihrer Meinung nach die moderne Milchwirtschaft in zehn Jahren aussehen?
Die moderne Milchviehhaltung wird in zehn Jahren von weitreichender Automatisierung und Echtzeit-Einblicken in das Tierverhalten geprägt sein, wobei automatisiertes Melken, Füttern und Gesundheitsmonitoring angesichts des anhaltenden Arbeitskräftemangels zur Norm werden. Landwirte werden vom manuellen Melken zu einem datengestützten Herdenmanagement übergehen und dabei integrierte Systeme nutzen, die das Wohlergehen der Kühe, die Nachhaltigkeit und die langfristige Widerstandsfähigkeit der Betriebe verbessern.
Welche Veränderung würden Sie sich für Frauen in der Landwirtschaft am meisten wünschen?
Ich würde mich sehr freuen, wenn mehr Frauen wichtige Entscheidungen in der Landwirtschaft treffen und die Ausrichtung ihrer Betriebe sowie der gesamten Branche mitgestalten würden. Mit besserem Zugang zu Daten und der Flexibilität, diese im Einklang mit den Anforderungen des Alltags zu analysieren, glaube ich, dass sich noch mehr Frauen befähigt fühlen werden, diese Führungsrollen zu übernehmen.

Internationales Jahr der Landwirtinnen
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtinnen erklärt. Damit sollen Maßnahmen zur Beseitigung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen von Frauen weltweit gefördert werden. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die entscheidende Rolle geschärft werden, die Frauen in der Landwirtschaft spielen.
GEA Farm Technologies hat mit Frauen in der Landwirtschaft weltweit über ihre Erfahrungen, ihren Werdegang, ihre Motivation, ihre Lebensziele und ihre Zukunftsaussichten gesprochen und sie gefragt, welche Veränderungen sie sich für Frauen in diesem Berufsfeld wünschen.