Erfahren Sie mehr über ihr früheres Interesse und ihre Faszination für die Haltung und Bewirtschaftung von Kühen, ihr Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Biowissenschaften, ihre Tätigkeit als Beraterin für Milchviehhaltung und ihre Arbeit zur Unterstützung von Landwirten durch datengestützte, praxisorientierte Maßnahmen – all dies mit dem Ziel, dass es den Kühen, ihrer Leistung sowie ihrer Gesundheit gut geht.
Lesen Sie über ihren Werdegang, ihre Motivation, ihre Gedanken zum Sinn ihres Handelns, ihre Prognosen für die Zukunft und den Wandel, den sie sich für Frauen in der Landwirtschaft wünscht.
Was hat Sie zur Landwirtschaft bzw. zu landwirtschaftlichen Technologien geführt?
Als Kind habe ich viel Zeit auf einem Bauernhof mit Fleischrindern verbracht. Die Pflege und Haltung von Tieren fasziniert mich. Diese Faszination begleitete mich bis ins Erwachsenenalter und war mit ein Grund dafür, dass ich mich für das Studienfach „Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Biowissenschaften“ entschied und mich auf angewandte Tierwissenschaften spezialisierte. Während meines Studiums begann ich mich zudem intensiv mit Milchvieh zu beschäftigen.
Was macht Ihre Arbeit für Sie sinnvoll?
Während meines Studiums habe ich entdeckt, dass mir die Arbeit mit Daten viel Freude bereitet. Zahlen können viel aussagen, wenn man sie richtig interpretiert. Als Beraterin für Milchviehhaltung macht es mir Spaß, dieses Wissen an meine Kunden weiterzugeben und ihnen zu zeigen, wie sie ihre Herde aus einem anderen Blickwinkel betrachten können. Nicht nur mit den Augen, sondern auch mithilfe von Daten. Wenn ich sehe, wie sich die Leistung und Gesundheit der Kühe verbessern, die Milchviehhalter zufrieden sind und unsere automatisierten sowie digitalen Lösungen effizient genutzt werden, bereitet mir das enorme Freude.
Inwiefern trägt Ihre Tätigkeit zur Zukunft der Milchwirtschaft bei?
Immer mehr Milchviehbetriebe entscheiden sich für Automatisierung und Digitalisierung. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Automatisierung und Digitalisierung gehen Hand in Hand mit Daten. Diese Daten in praktische Maßnahmen umzusetzen und Milchviehhalter durch diese digitale Entwicklung zu begleiten, ist mein Beitrag zur Milchviehhaltung der Zukunft.
Wie wird Ihrer Meinung nach die moderne Milchwirtschaft in zehn Jahren aussehen?
Meiner Meinung nach sind Automatisierung und Daten die Zukunft. Während die ältere Generation nach wie vor echte Handarbeit bevorzugt, stellen wir fest, dass die jüngere Generation eher zur Automatisierung neigt und datengestützt wirtschaften möchte. Auf diese Weise lässt sich auch die Kuhhaltung gezielter anpassen, sodass sich die Leistung der Tiere verbessert.
Welche Veränderung würden Sie sich für Frauen in der Landwirtschaft am meisten wünschen?
Es wäre großartig, wenn sich mehr Frauen für die Milchviehhaltung interessieren würden. Ich sehe hier in Flandern bereits einen positiven Trend. Als ich vor vier Jahren bei GEA Farm Technologies Belgium anfing, war ich die einzige Frau, die Milchviehhalter auf ihren Betrieben besuchte. Mittlerweile sind wir zu viert: (Griet Boermans im Kundendienst, Lotte Decalf als Sales Engineer und Chloe Van Onacker als Dairy Centre Manager)! Hoffen wir, dass sich dieser Trend fortsetzt, denn es ist eine faszinierende Branche!

Internationales Jahr der Landwirtinnen
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtinnen erklärt. Damit sollen Maßnahmen zur Beseitigung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen von Frauen weltweit gefördert werden. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die entscheidende Rolle geschärft werden, die Frauen in der Landwirtschaft spielen.
GEA Farm Technologies hat mit Frauen in der Landwirtschaft weltweit über ihre Erfahrungen, ihren Werdegang, ihre Motivation, ihre Lebensziele und ihre Zukunftsaussichten gesprochen und sie gefragt, welche Veränderungen sie sich für Frauen in diesem Berufsfeld wünschen.