„Schon als Kind hat mich fasziniert, wie sich Dinge bewegen. In der Nähe unseres Hauses gab es einen Bach, und ich verbrachte ganze Tage damit, kleine Mühlen zu bauen und ihnen beim Drehen im Wasser zuzusehen. Mein Großvater war Schmied, ein echter Handwerker. Er hatte eine alte Schmiede, zu der die Leute ihre Werkzeuge brachten: Äxte, Hufeisen. Er konnte allein an der Farbe des glühenden Metalls erkennen, wann es die richtige Temperatur hatte, um gehärtet zu werden. Für mich war das wie Magie. Dieses tiefe Verständnis für Materialien und Mechanik hat meinen Weg definitiv beeinflusst.“
Hat Sie das zum Ingenieurstudium geführt?
„Ja. Zunächst träumte ich davon, Flugzeuge oder Raketen zu bauen. Aber statt Raketenwissenschaft bin ich schließlich in der Welt der Pumpen gelandet. Etwas bodenständiger – aber genauso faszinierend.“
Wenn Sie sich mit einem Wort beschreiben müssten, welches wäre es?
„Lernender. Ich möchte mich ständig weiterentwickeln – sei es in Führung, technischem Wissen oder im Business. Ich lese viel. Bücher wie Die 7 Wege zur Effektivität oder Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte. Lernen bedeutet nicht nur Wissen, sondern auch Selbstreflexion und Weiterentwicklung. Ich glaube, dass Führung mit Selbstführung beginnt. Früher habe ich mich stark auf technische Details fokussiert, aber heute geht es mir vor allem darum, andere zu befähigen. Ich möchte meinem Team helfen zu wachsen und erfolgreich zu sein. Natürlich bleibe ich technologisch auf dem aktuellen Stand, aber mein Hauptfokus liegt auf den Menschen.“
„Früher konzentrierte ich mich stark auf technische Details, aber heute ist mein Ziel, andere zu befähigen.“
Dr. Danijel Anciger
Senior Director of the Global Competence Center & Operations Hygienic Pumps
Sie haben mit Teams auf der ganzen Welt gearbeitet. Was verbindet GEA-Mitarbeitende weltweit?
„Im letzten Jahr habe ich unsere Pumpenproduktionsstandorte in Indien und China besucht und GEA Werte dort wirklich erlebt. Zwei davon – Vielfalt und Exzellenz – sprechen mich besonders an. Trotz kultureller Unterschiede verfolgen wir dasselbe Ziel: Alle wollen erfolgreich sein. Wenn man offen dafür ist, spürt man unmittelbar, dass wir alle im selben Boot sitzen.“
Wenn Sie zurückblicken: Was war Ihr bisher bedeutungsvollstes Projekt bei GEA?
„Die Verlagerung der Produktion der GEA Hilge Pumpen von Bodenheim in Deutschland nach Koszalin in Polen. Das war eine enorme Herausforderung, aber wir haben diesen Wandel gemeinsam gemeistert, und ich bin unglaublich stolz auf unsere Teams in Bodenheim und Koszalin. Heute können wir größere Stückzahlen unserer hygienischen Pumpen in einem wirklich globalen Fertigungsverbund produzieren. Die Produktion wurde an unsere Multi Purpose Standorte in Polen, China und Indien verlagert, während Bodenheim weiterhin das Global Competence Center für Hygienische Pumpen bleibt – mit Engineering, Vertrieb, Service, Supply Chain und Marketing. Zum ersten Mal werden unsere Pumpen in echter Co Creation hergestellt: Kein Standort kann eine Pumpe ohne den anderen produzieren.“
„Wir können jetzt größere Volumina an hygienischen Pumpen in einer wirklich globalen Fertigungsstruktur herstellen.“
Dr. Danijel Anciger
Senior Director of the Global Competence Center & Operations Hygienic Pumps
Wie hat diese Erfahrung Sie persönlich beeinflusst?
„Es war eine persönliche und berufliche Transformation. Hier in Bodenheim sind wir heute ein kleineres Team, aber widerstandsfähiger. Es fühlt sich an wie ein Neustart – mit einer klaren Vision für Wachstum. Wenn wir diese Vision umsetzen, wird es eine spannende Reise.“

