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Milchkurier 02 / 2020
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Milchkurier 02 / 2020

In Brandenburg kümmert sich ein System aus 16 GEA DairyRobot R9500 mit zentralen Versorgungseinheiten um bis zu 800 Kühe. Was zunächst vor allem groß klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als intelligente Lösung, die Tierwohl, Effizienz und Milchqualität perfekt in Einklang bringt.
GEA DairyRobot R9500

Wirtschaftlich geplant

Schon 2017 wurde deutlich, dass die Tage des Melkkarussells der Agrar GmbH Cottbus West gezählt sind. Mit 600 Kühen kam die Anlage an ihre Grenzen, die Infektionsraten gingen nach oben, die Effizienz war nicht optimal. Für Geschäftsführer Koen Veldkamp war das die Chance, auf ein neues, rundum zukunftssicheres System zu wechseln. Entstanden ist eine Anlage, die in vielerlei Hinsicht besonders ist: Sie beeindruckt durch ihre Größe, aber auch durch intelligente Konzepte von der Planung über die Ausführung bis zum Betrieb. 


Mittelfristig soll der Bestand des Betriebs auf 800 Milchkühe wachsen. Entsprechend dimensioniert mussten die neue Anlage und der Stall sein. Dass für eine Herde 
dieser Größe nur ein automatisches Melksystem infrage kommt, verstand sich für Veldkamp von selbst. Denn eine Investition dieser Größenordnung rechnet sich nur, wenn Milchqualität und Betriebskosten stimmen. Positive Erfahrungen hatte der Betrieb bereits mit dem GEA MIone gesammelt, für den Neubau fiel die Wahl auf den GEA DiaryRobot R9500. 

Intelligent gebaut

Viele Betriebe scheuen die lange Bauzeit für ein automatisiertes Melksystem. Dieses Argument entkräftete der aus den Niederlanden stammende Veldkamp mit einem System, von dem wir hierzulande noch einiges lernen können: Es wurde ein Boden aus vorgefertigten Betonsockeln inkl. passgenauen Anschlüssen, Verbindungen und Öffnungen genutzt, die installationsfertig angeliefert wurden. Die gute Zusammenarbeit mit GEA Deutschland und dem regionalen GEA Fachzentrum vor Ort zahlt sich für den Agrarbetrieb täglich aus. Denn die innovative Lösung aus führender Melkrobotertechnik, zeitsparender Installation und dem hervorragenden Service des GEA Fachzentrums Duräumat Agrotec Agrartechnik GmbH ermöglicht unter dem Strich einen langfristig nachhaltigen Betrieb mit gesunden, vitalen Kühen. 

So konnte das Projekt in sechs Monaten reiner Bauzeit umgesetzt werden – eine Leistung, auf die alle Beteiligten mit Recht stolz sind! Denn sie haben gezeigt, dass das vorgefertigte System nicht nur in Deutschland umsetzbar ist. Sie haben mit jeder Menge Manpower die aktuell größte automatische GEA-Anlage Europas gebaut und in Betrieb genommen.

Installation

In jeder Hinsicht durchdacht!

Dabei wurde in Krieschow auch ansonsten nicht einfach von der Stange gebaut. Im Gegenteil, es wurde baulich viel für das Tierwohl getan: z. B. durch eine Fußbodenheizung, eine leistungsstarke Lüftung und große Sektionaltore mit Lichtelementen. Frei nach dem Motto des Bauherrn: „Was man macht, soll man gleich vernünftig machen.“

 Vorteile serienmäßig

Dazu passt der GEA DairyRobot R9500 mit seinen Vorzügen, die im Markt ihresgleichen suchen. An jede der sechs Versorgungseinheiten können bis zu drei Boxen angeschlossen werden, aktuell sind 16 Boxen im Betrieb, zwei weitere können bei Bedarf hinzugefügt werden. Das bedeutet weniger Technik, weniger Wasser- und Energieverbrauch, weniger Wartungsvor gänge und letztlich auch ein geringeres Investitions volumen als andere Boxensysteme. Hinzu kommt ein geringerer Personalaufwand, denn eine Anlage dieser Größenordnung kann theoretisch mit nur zwei Personen betrieben werden. Die Besetzung ist sogar dann ausreichend, wenn es zu einer Störung in einem Melktechnikmodul kommen sollte. Denn jedes Modul kann einfach im Schubladenprinzip ausgetauscht werden. Das ist einmalig im Markt – und für den Betrieb gleich doppelt sinnvoll. Durch zwei zusätzliche Austauschmodule ist die Anlage im Störungsfall schnell wieder einsatzfähig.

Und die Reparatur kann unabhängig vom Betrieb erfolgen. Ohne Stillstandzeiten und ohne Stress für Mensch und Tier. Darüber hinaus profitiert die Agrar GmbH Cottbus West natürlich von allen Vorzügen des GEA DairyRobot R9500 für Milchqualität und Tiergesundheit. Allen voran das Inliner-Konzept für höchste Hygiene – vom Ansetzen über das Reinigen und Stimulieren bis zur Abnahme inklusive des Dippens im Melkbecher.

 Smart gemanagt

Um den bestehenden Grundriss möglichst geräumig für die Tiere zu halten, wurde auf Vor- und Nachselektion verzichtet. Mithilfe des Herdenmanagements funktioniert der ungelenkte Kuhverkehr hervorragend. Die Kühe genießen die gleichbleibenden, selbstbestimmten Abläufe. Und zwar sogar in der Zeit unmittelbar nach dem Kalben. Denn das System leitet die Kälbermilch automatisch ab, sodass weder Mensch noch Tier sich umgewöhnen müssen. 

Die Rechnung geht auf

Wie gut das neue System arbeitet, belegen bereits nach gut einem Quartal die Zahlen: Erstklassige Melkhygiene, tiergerechte Abläufe und intelligentes Herdenmanagement sorgen nicht nur für konstante Milcherträge. Auch die offiziell ermittelten Zellzahlen und Keime sind deutlich zurückgegangen. Damit hat sich die Effizienz wie gewünscht erhöht. In Kombination mit nahezu halbiertem personellem Aufwand stehen die Zeichen in Brandenburg also eindeutig auf Erfolg!

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