Auf der Trefaesfach Farm in Ceredigion, Süd-Wales, ist das Electromix-Pumpsystem, ein Spitzenprodukt von GEA, im Einsatz. Es pumpt sandbelastete Gülle über 200 m weit vom Kuhstall zum Güllelager. Als sich die Betreiber, die Landwirte Simon und Cristopher Stanfield, entschlossen, einen neuen, fast 100 m langen Stall für ihr Milchvieh an die vorhandenen Gebäude anzubauen, statteten sie diesen mit einem tiefen Sandbett aus, was für die Tiere sehr komfortabel ist und darüber hinaus der Mastitisgefahr entgegenwirkt.

Das Güllegemisch muss über lange Strecke gepumpt werden

Mit dem Traktor wird die sandbelastete Gülle aus dem Melkstand entfernt, muss danach aber möglichst effektiv und ökonomisch aus dem Kuhstall ins Güllelager transportiert werden. Simon und Christopher Stanfield betrauten Anthony Andrew, Vertriebsleiter für landwirtschaftliche Geräte bei GEA, mit der Lösung des Problems. Dieser schlug einen GEA-Querkanalschieber zur Beförderung der Gülle durch einen quadratischen unterirdischen Kanal von 1 m Länge in eine Auffanggrube am Ende des Kuhstalls vor. Die eigentliche Herausforderung jedoch folgte erst danach: die Beförderung der Gülle über eine Strecke von rund 215 m bis zum bereits vorhandenen Güllelager. „Normalerweise transportiert man Gülle nicht so weit“, erläuterte Anthony Andrew, „aber mir war klar, dass man es mit der GEA Electromix-Kolbenpumpe durchaus schaffen kann.“
 
GEA beliefert die Landwirtschaft schon seit vielen Jahren mit Kolbenpumpen und verfügt über präzise Erfahrungswerte, was damit möglich ist und was nicht. Dazu Anthony Andrew: „Wir wissen genau, wie weit sich Gülle unter Berücksichtigung ihrer Konsistenz, der Rohrgröße und des Gefälles pumpen lässt. Unserer Meinung nach ist unser Verfahren – nämlich das Ergebnis bereits vor Beginn der Arbeiten durch Einbeziehung aller Parameter exakt zu ermitteln – ein echtes Alleinstellungsmerkmal von GEA.“

Das Unmögliche möglich machen

Electromix-System – Einzylinder-Kolbenpumpe

Laut Anthony Andrew arbeitet die Electromix-Kolbenpumpe im Gegensatz zu den von einigen Herstellern favorisierten Zentrifugalpumpen wie eine „Riesenspritze“ mit einem Kolben von 60 cm Durchmesser in einem Edelstahlzylinder. Eine Hydraulikpumpe bewegt den Kolben mit einem Hub von 100 mm auf und ab. Um den Verschleiß gering zu halten, beläuft sich die Arbeitsgeschwindigkeit der Pumpe auf nur 4 Takte pro Minute. Auf diese Weise lässt sich die tägliche Güllemenge von etwa zehn Kühen bei nicht sandbelasteten Installationen in nur einer Minute befördern. Bei sandbelasteter Gülle dauert es je nach den weiteren relevanten Faktoren etwas länger.
 
Auf der Trefaesfach-Farm leben 300 Kühe und die Stanfields halten sie auf einem großzügig bemessenen Sandbett aus bin zu zehn Tonnen Sand pro Tag. „Das heißt, die Pumpe muss täglich bis zu 60 Minuten laufen, um die Gülle mit den Sandrückständen zu befördern“, erläuterte Andrew. Zwischen Kuhstall und Güllelager empfahl GEA die Verlegung einer Rohrleitung aus ABS-Kunststoff, die einem Druck von 10 bar standhält. Der ABS-Kunststoff reduziert die Reibung zwischen dem Gülle-Sand-Gemisch und der Leitungswand. Bisher ist die Leitung dank täglicher Reinigung mit Druckluft noch nie verstopft gewesen. Bei großer Trockenheit kann die Gülle allerdings sehr dickflüssig werden. Dem lässt sich durch Zugabe einer entsprechenden Wassermenge aus der Waschanlage oder von Grauwasser aus dem Melkstand jedoch leicht abhelfen.

Erfahrung führt zu Vertrauen.

Das System ist seit 16 Monaten in Betrieb und funktioniert vorzüglich. Die Stanfields entschieden sich für eine Lösung von GEA, da sie bereits eine Melkstandausstattung und einen Milchkühltank von GEA besaßen und den hervorragenden Service der örtlichen GEA-Vertretung RMS zu schätzen wussten. „Im Rahmen unserer Kaufüberlegungen holten wir ein Angebot einer anderen Firma zum gleichen Pumpentyp ein“, so Simon Stanfield, „aber dort war man sich nicht sicher, ob die Pumpe der Aufgabe gewachsen sein würde. "In Systeme von GEA hatten wir von Anfang an vollstes Vertrauen.“ „Es ist durchaus ungewöhnlich, sandbelastete Gülle über eine so lange Strecke zu pumpen, und dann auch noch hangaufwärts“, so Andrew. „Aber wir vertreiben diesen Pumpentyp jetzt schon seit neun Jahren im britischen Markt und wir wussten einfach, dass es funktionieren würde.“

Zurück