Der Düsseldorfer Maschinenbaukonzern GEA ist mit einem Auftragseingang in Höhe von rund 1,2 Mrd. EUR in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Damit erhöhte sich das Auftragseingangsvolumen im ersten Quartal 2019 um 7,6 Prozent. Der Umsatz lag mit ca. 1,1 Mrd. EUR und einem Anstieg um 1,7 Prozent leicht über dem Vorjahr. Insbesondere stieg der Umsatz in Nord- und Mitteleuropa, Asien Pazifik und in Nordamerika. Bis auf die Produktgruppe Compression und das Applikationszentrum Dairy wuchsen alle übrigen Bereiche.

Das Servicegeschäft der Business Area Equipment entwickelte sich überdurchschnittlich, was einen Ergebnisanstieg in diesem Geschäftsbereich zur Folge hatte. Demgegenüber belasteten eine rückläufige Brutto-Marge, höhere Vertriebskosten sowie eine Risikovorsorge das Ergebnis der Business Area Solutions. Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand bewegte sich auf Konzernebene mit 74,6 Mio. EUR um rund 2,8 Prozent unter dem vergleichbaren – um IFRS 16 bereinigten – Vorjahreswert.  Der Return on Capital Employed, kurz ROCE, des ersten Quartals betrug 12 Prozent. Beide Kennzahlen, ROCE sowie EBITDA vor Restrukturierungsaufwand, lagen im Rahmen der Erwartungen. Um eine höhere Transparenz und Vergleichbarkeit zu schaffen, hatte GEA das Steuerungssystem für das laufende Geschäftsjahr überarbeitet. Das Unternehmen berichtet neben dem Umsatz seit diesem Quartal die gängigen Leistungsindikatoren EBITDA vor Restrukturierungsaufwand sowie den ROCE.

„GEA ist solide in das Jahr 2019 gestartet. Die Business Area Equipment hat das Ergebnis im ersten Quartal vor allem durch einen höheren Umsatz und einen überproportionalen Anstieg des Servicegeschäfts verbessert. Nach den personellen Veränderungen in der Business Area Solutions haben wir – wie im März angekündigt – bereits weitere Maßnahmen für diesen Geschäftsbereich ausgearbeitet. Damit werden wir dem Ergebnisrückgang kurzfristig entgegenwirken“, erläutert Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der GEA Group Aktiengesellschaft.

Die Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung umfassen zum einen die kurzfristige Anpassung von Überkapazitäten, insbesondere im Bereich Milchverarbeitung. Zum anderen werden effizienzsteigernde Maßnahmen in den leistungsschwächeren Geschäftsbereichen durchgeführt. Von dem entsprechenden Personalabbau werden nach ersten Einschätzungen weltweit insgesamt zwischen 200 und 250 Stellen an verschiedenen Standorten betroffen sein.

„Diese Maßnahmen sind das Ergebnis unserer Analysen der vergangenen Wochen und dienen allein der Optimierung des operativen Geschäfts der Business Area Solutions. Die notwendigen Rückstellungen für die jetzt geplanten Restrukturierungsmaßnahmen werden zwischen 30 und 45 Mio. EUR liegen und voraussichtlich im zweiten Quartal gebucht werden. Insgesamt bestätigen wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2019“, kommentiert Stefan Klebert.

Parallel arbeitet GEA wie geplant an der Ausgestaltung der künftigen Organisation des Konzerns, die am 24. Juni kommuniziert werden soll.

IFRS-Kennzahlen von GEA

(in Mio. EUR)
Q1 2019 Q1 2018 Veränderung in %
Ertragslage
     
Auftragseingang
1.186,3 1.102,6 7,6
Umsatz
1.057,3 1.039,4 1,7
EBITDA vor Restrukturierungsaufwand1
74,6 76,8 –2,8
in % vom Umsatz 7,1 7,4
EBIT vor Restrukturierungsaufwand1 27,0 28,0 –3,6
in % vom Umsatz
2,6 2,7
EBIT 21,7 23,5 –7,8
Net assets      
Working-Capital-Intensität in % (Durchschnitt der letzten 4 Quartale)
17,2 15,5
Nettoliquidität (+)/Nettoverschuldung (–) –155,3 –162,9 4,7
Finanzlage      
ROCE in % (Goodwill angepasst)2 12,0 16,6
Mitarbeiteräquivalente (Stichtag) 18.718 18.073 3,6
Aktie      
Ergebnis je Aktie (in EUR)3 0,17 0,02 > 100

1) Vor Effekten aus Restrukturierungen (vgl. Geschäftsbericht 2018, Seite 28 ff.); Proformazahlen für Q1 2018 inkl. IFRS-16-Effekt aus 2019.
2) Capital Employed ohne Goodwill aus dem Erwerb der ehemaligen GEA AG durch die ehemalige Metallgesellschaft AG im Jahr 1999 (Durchschnitt der letzten 4 Quartale); Proformazahlen für Q1 2018 inkl. IFRS-16-Effekt aus 2019.
3) 2019 inkl. Zinsertrag in Höhe von ca. 26 Mio. EUR durch Anpassung der Zinsermittlungsmethode bei der Bemessung von Rückstellungen aus Ewigkeitslasten. Bei der Anpassung der Zinsermittlungsmethode handelt es sich um eine Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung im Sinne des IAS 8.36.

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