Herstellung von Kunststoff aus Holz

GEA hat einen Weg entwickelt, Zellstoff in Kunststoff umzuwandeln. Dieses neuartige Verfahren, das auf der marktführenden und energieeffizienten NanoVALVE™-Technologie beruht, produziert einen Rohstoff, der sowohl fest, als auch umweltverträglich ist.

Papierproduzenten waren auf der Suche nach neuen Anwendungen für Zellstoff aus Holz, die nicht der traditionellen Herstellung von Papier und Karton galten. Es handelt sich hierbei jedoch um ein sehr starkes und schwer zu verarbeitendes Material.

Dr. Silvia Grasselli, Innovationsmanagerin von GEA und Leiterin des Innovations- und Technolgiezentrums in Parma, hat einen Weg zur Behandlung der Zellulose-Nanofasern gefunden. In Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung wurde einer der Hochdruckhomogenisatoren des Unternehmens, die normalerweise in der Lebensmittel-, Getränke-, Milchprodukte- und Arzneimittelindustrie eingesetzt werden, für die Verarbeitung des Zellstoffs adaptiert.

Die Einheit, die imstande ist, 14.000 Liter pro Stunde zu produzieren, wurde in Zusammenarbeit mit einem Kunden in Finnland getestet. „Dadurch hatten wir die Möglichkeit, zu lernen und uns zu verbessern,“ erklärt sie. „Anfangs haben wir sehr hohen Druck verwendet, bei dem viel Energie verbraucht wurde. Dann haben wir NanoVALVE HP™ eingesetzt, wodurch wir den Druck drastisch senken und somit Energie einsparen konnten, die das System aber weiterhin wirksam funktionierte.

„Durch die Verarbeitung von Zellulose-Nanofasern wird ein neues Material hergestellt, das als Kunststoffersatz verwendet werden kann. Es hat die physikalischen Eigenschaften von Kunststoff, ist aber ein natürliches Produkt und daher umweltfreundlicher.“

Diese neuartige Anwendung hat den GEA-Innovationspreis gewonnen, auf den Silvia sehr stolz ist. Sie ist bereits seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig und hat als Laborassistentin begonnen. 2007 wurde sie zur Innovationsmanagerin ernannt und sie ist auch für das Innovations- und Technologiezentrum zuständig.

Silvia ist Teil eines Innovationsausschusses, dem auch der Geschäftsführer, Verkaufsleiter, COO, After-Sales-Leiter und Technischer Leiter angehören. Der Ausschuss diskutiert alle neuen Ideen und setzt Prioritäten für zukünftige Entwicklungen.

Nach dem Erfolg der Anwendung von Zellulose-Nanofasern konzentriert sich Silvia nun auf komplementäre Technologie, bei denen Ultraschall eingesetzt wird. In das Projekt, das noch in den Kinderschuhen steckt, sind auch zwei italienische Universitäten involviert.

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