GEA Geschäftsbericht 2018
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Brief an die Aktionäre
Stefan Klebert

Stefan Klebert, Vorsitzender des Vorstands

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

hinter uns liegt ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2018, in dem das Umsatzwachstum deutlich über den Erwartungen lag, die Ergebnismarge hingegen enttäuschte. Die Zielsetzung für die Zukunft ist daher klar: GEA muss wieder zu alter Stärke geführt werden, denn das Unternehmen hat viel Potenzial.

Seit dem 15. November 2018 bin ich Mitglied des GEA Vorstands und seit 18. Februar 2019 dessen Vorsitzender. Mich mit GEA vertraut zu machen, stand in den vergangenen Monaten ganz oben auf meiner Agenda. Die erste Zeit habe ich deshalb vor allem dazu genutzt, unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter und Kunden sowie unsere Produkte besser kennenzulernen. Ich habe weltweit zahlreiche Standorte und auch einige Fachmessen besucht und mich mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kunden ausgetauscht. Ich wollte wissen, was sie bewegt, welche Herausforderungen sie für GEA sehen und was aus ihrer jeweiligen Sicht künftig neu oder anders angegangen werden sollte.

Ich habe viel üer dieses beeindruckende Unternehmen gelernt. Ein Unternehmen, das führende Positionen in einer Vielzahl von Branchen mit hervorragenden Zukunftsaussichten innehat und über einzigartiges Know-how, innovative Produkte und sehr engagierte Mitarbeiter verfügt, die GEA wahrlich als ihr Unternehmen sehen und mit Herzblut bei der Sache sind.

Mir ist aber auch klar geworden, dass GEA am Kapitalmarkt enttäuscht hat. Entsprechend reagierte auch der Aktienkurs und unser Unternehmenswert hat sich seit Herbst 2016 drastisch reduziert. Diese Entwicklung macht klar: Ein „Weiter so“ kann und wird es nicht geben. Durch konsequentes Handeln und Transparenz wollen wir Ihr Vertrauen und das des gesamten Kapitalmarktes in GEA wieder zurückzugewinnen.

Als ersten Schritt und um unsere Dividendenkontinuität zu unterstreichen, haben Vorstand und Aufsichtsrat entschieden: Trotz der nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr wollen wir der Hauptversammlung die erneute Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,85 EUR je Aktie vorschlagen. Dies würde wieder einer Dividendenzahlung von 153,4 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2018 entsprechen.

Nun gilt es, nach vorn zu blicken und die wichtigsten Themen umgehend voranzubringen. Unmittelbar nach der Übernahme des Vorstandsvorsitzes habe ich mich mit rund 60 der obersten Führungskräfte aus allen Bereichen weltweit zu einem intensiven Workshop getroffen. Gemeinsam haben wir eine Bestandsanalyse vorgenommen sowie die Prioritäten der kommenden Monate für GEA abgesteckt. Wir werden sowohl unsere grundsätzliche Aufstellung als auch die internen Prozesse kritisch überprüfen. Darüber hinaus sehen wir Verbesserungspotenzial insbesondere in der organisatorischen Aufstellung, der finanziellen Transparenz sowie bei der IT, dem Einkauf, dem weltweiten Produktionsnetzwerk und bei internen Verantwortlichkeiten. Die Bereiche, aus denen unser Ergebnisrückgang kommt, analysieren wir detailliert, um schnellstmöglich gegenzusteuern. Da GEA zunächst diese Themen angehen wird, erwarte ich kurzfristig keine Akquisitionen nennenswerter Größe.

Unser gemeinsames Ziel ist es: Wir wollen den Beweis antreten, dass GEA in vielen zukunftsträchtigen Bereichen ein Markt- und Innovationsführer ist, der in der ersten Liga spielt und wirtschaftlich entsprechend erfolgreich ist. GEA soll mit seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen Kunden begeistern und für seine Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber sein. Nicht zuletzt wollen wir gemeinsam daran arbeiten, dass GEA ein Unternehmen ist, das von Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, geschätzt wird.

Es liegt viel Arbeit vor uns und es wird sicher einiger Anstrengungen und auch einer gewissen Zeit bedürfen, zumal von positivem Rückenwind seitens des Marktes in 2019 kaum auszugehen ist. Dennoch: Wenn wir uns bei GEA auf unsere eigenen Kräfte besinnen und alle gemeinsam anpacken, bin ich sehr sicher, dass wir es schaffen werden, GEA wieder auf die Erfolgsspur zu bringen! Denn wir sind ein Unternehmen mit tollen Produkten, exzellenten Mitarbeitern und einer gesunden Bilanz. Und hierauf gilt es aufzubauen. 

Ich freue mich darauf, die Herausforderungen gemeinsam mit der GEA Mannschaft anzugehen. Schon jetzt sage ich herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in dieses Unternehmen.

Stefan Klebert
Vorsitzender des Vorstands
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Dr. Helmut Perlet

Dr. Helmut Perlet, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahr. Er hat sich dabei regelmäßig mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit allen wesentlichen Sonderthemen befasst und den Vorstand bei Fragen der Unternehmensleitung fortlaufend beraten.

Als Grundlage zur Ausübung seiner Aufgaben dienten dem Aufsichtsrat zum einen die Beratungen in seinen Sitzungen und Ausschüssen. Zum anderen hat der Vorstand – im Rahmen seiner Informationsverpflichtungen – den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und/oder mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen, über den Gang der Geschäfte, die Planung, die Strategie und die Lage des Konzerns unterrichtet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Die Ergebnisse und wesentlichen Diskussionsbeiträge der Ausschusssitzungen wurden von den Vorsitzenden des Präsidiums und des Prüfungsausschusses auf der jeweils nachfolgenden Sitzung des Aufsichtsrats berichtet und flossen so in die Meinungsbildung des Plenums ein. Auf diese Weise trug die vorbereitende und vertiefende Tätigkeit der Ausschüsse wesentlich zur Effektivität der Aufsichtsratsarbeit insgesamt bei. Darüber hinaus standen die beiden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrats- und der Vorstandsvorsitzende berieten zwischen den Sitzungen regelmäßig Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stand außerhalb der Sitzungen mit Mitgliedern des Vorstands, insbesondere dem Finanzvorstand im Kontakt, um sich über aktuelle Entwicklungen, die für die Arbeit des Prüfungsausschusses relevant sind, zu informieren und ggf. darüber zu beraten. Die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in Vorgesprächen mit dem Vorstand vor den Sitzungen des Plenums die wesentlichen Themen der Tagesordnung beraten.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig insbesondere über die Auftragseingangs-, Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen anhand von Unterlagen erläutert. Vor und zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand schriftlich über wesentliche Ereignisse an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Zukunftsperspektiven und die strategische Ausrichtung des Unternehmens und seiner Geschäftsbereiche sowie die Unternehmensplanung wurden – nach vorangegangener Behandlung in den Ausschüssen – ausführlich mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Der Aufsichtsrat gab nach umfassender Prüfung und Erörterung bzw. Vorbehandlung durch die Ausschüsse sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstandes ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich oder zweckmäßig war. In begründeten Fällen, insbesondere bei Eilbedürftigkeit, wurden Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr 2018 fanden acht Aufsichtsratssitzungen statt. Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Geschäfts- und Finanzlage sowie die Aktienkursentwicklung. Daneben wurden die nachfolgend beschriebenen Schwerpunktthemen behandelt.

In der Aufsichtsratssitzung am 15. Februar 2018 waren das Budget 2018, die aktuellen Entwicklungen im Projekt Value sowie die Bonuserreichung 2017 des Vorstands die zentralen Tagesordnungspunkte.

Hauptthemen der Aufsichtsratssitzung am 8. März 2018 waren die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 einschließlich der Ergebnisverwendung. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der abschließenden Festlegung und Gewichtung der persönlichen Ziele der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018, den Wiederbestellungen zweier Mitglieder des Vorstands, den Beschlussvorschlägen zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung 2018 sowie dem Kapitalmarkttag und dem Projekt „OneGEA Finance“. Des Weiteren berichtete der Chief Compliance Officer ausführlich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2017.

In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2018, die als Telefonkonferenz durchgeführt wurde, wurde über das vorzeitige Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden sowie das weitere Vorgehen zur Regelung der Nachfolge im Amt des CEO beraten. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 18. April 2018 waren  Vorstandsangelegenheiten einschließlich der Vorstandsnachfolge sowie die Vorbereitung der am darauffolgenden Tag stattfindenden Hauptversammlung. Darüber hinaus haben sich der Aufsichtsrat und Dr. Helmut Schmale, Finanzvorstand der Gesellschaft, einvernehmlich darauf verständigt, dass Dr. Helmut Schmale vor Ablauf seiner zu Ende März 2021 auslaufenden Bestellung aus dem Vorstand ausscheiden wird.

Schwerpunktthemen der Sitzung am 21. Juni 2018 bildeten die Berichterstattung zum Stand der Nachfolgeplanung im Vorstand, das neue System der Vorstandsvergütung, die Performance des Shared Service Center, das Thema Digitalisierungsstrategie und -zielbild sowie die Portfolioanalyse. Außerdem hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung Beschlüsse zur Einziehung eigener Aktien, zur Anpassung der betrieblichen Altersversorgung ehemaliger Mitglieder des Vorstands und zur Durchführung der Effizienzprüfung mit Unterstützung eines externen Beraters gefasst.

Am 18. September 2018 tagte der Aufsichtsrat in Venedig, Italien. Neben der regulären Sitzung des Aufsichtsrats stand die Besichtigung des Hauptstandorts der kürzlich erworbenen Pavan S.p.A. nahe Venedig auf dem Programm. Dem Aufsichtsrat wurden im Rahmen des Besuchs bei Pavan verschiedene von GEA entwickelte digitale Lösungen und Anwendungen in Form eines sog. Digital Market Place präsentiert. In seiner Sitzung hat der Aufsichtsrat seine Beratungen über den aktuellen Stand des neuen Vorstandsvergütungssystems sowie zur Nachfolgeplanung für den Vorstand fortgesetzt. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der Erreichung der Vorstandsziele 2018 informiert. Des Weiteren wurde über die Nachfolge im Aufsichtsrat beraten. Schließlich beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit Performance Initiativen und Portfolio Themen.

In seiner außerordentlichen Sitzung am 19. September 2018, bestellte der Aufsichtsrat Stefan Klebert zunächst zum ordentlichen Mitglied und mit Wirkung ab dem 18. Februar 2019 zum Vorsitzenden des GEA Vorstandes. Außerdem verständigte sich der Aufsichtsrat auf einen Kandidaten für die mögliche Besetzung eines voraussichtlich freiwerdenden Mandats auf Seiten der Anteilseigner.

In der Sitzung am 19. Dezember 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung im Bereich Milchverarbeitung, dem Bericht zur Integration der Pavan-Gruppe, der Zielerreichung der Vorstandsmitglieder für das Jahr 2018 und den Vorschlägen zu den Vorstandszielen für das Jahr 2019 befasst. Desweiteren wurde der Abschlussbericht zur Effizienzprüfung 2018 vorgestellt und diskutiert. Zudem wurde das Thema „neues System der Vorstandsvergütung“ weiter vertieft und über den Nachfolgeprozess für den Vorstand informiert. Das neue System der Vorstandsvergütung wurde verabschiedet, wobei Hinweise und Anmerkungen von Investoren berücksichtigt wurden, denen das neue Vorstandsvergütungssystem im Rahmen einer Roadshow im Herbst 2018 vorgestellt worden war. Zudem bestellte der Aufsichtsrat Marcus A. Ketter zum neuen Finanzvorstand und stimmte der Aufhebungsvereinbarung mit Jürg Oleas zu. Colin Hall wurde als neues Mitglied in das Präsidium und Dr. Molly Zhang als neues Mitglied in den Vermittlungsausschuss gewählt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung 2018 zum Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet.

Arbeit der Ausschüsse

Das Präsidium trat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu acht Sitzungen zusammen. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit bildeten die Nachfolgeprozesse für die Positionen des CEO und des CFO sowie das neue Vergütungssystem für den Vorstand. Daneben war das Präsidium insbesondere mit Themen der Corporate Governance und zustimmungspflichtigen Geschäften befasst. In die Zuständigkeit des Präsidiums fällt außerdem die Behandlung der Strategie des Unternehmens, der Investitionen und Finanzierungen gemeinsam mit dem Vorstand.

Der Prüfungsausschuss kam zu fünf Sitzungen zusammen. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2017 und den Quartalsmitteilungen sowie dem Halbjahresfinanzbericht 2018. Schwerpunkte der Tätigkeit waren ferner die Befassung mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über die Chancen und Risiken des Unternehmens berichten. Die Abschlussprüfer erläuterten umfassend ihre Prüfungstätigkeit und den Prüfungsablauf. Zudem unterbreitete der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag hinsichtlich des Abschlussprüfers und befasste sich mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Festlegung des Prüfungsablaufs und der Prüfungsschwerpunkte einschließlich des Honorars, mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers sowie der von diesem erbrachten zulässigen Nichtprüfungsleistungen.

Der Nominierungsausschuss tagte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einmal und befasste sich mit der Nachbesetzung eines Aufsichtsratsmandats.

Der Vermittlungsausschuss wurde im Berichtsjahr nicht einberufen.

Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse jeweils in der anschließenden Aufsichtsratssitzung.

Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung ab dem 1. Mai 2019 einen Technologieausschuss gebildet, dem Dr. Molly Zhang, Jean E. Spence, Michaela Hubert und Brigitte Krönchen angehören.

Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme

Aufsichtsratsmitglied Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen Teilnahme Anwesenheit
Dr. Helmut Perlet (Vorsitzender) 21 21 100 %
Kurt-Jürgen Löw (stellv. Vorsitzender) 16 16 100 %
Ahmad Bastaki 16 12 75 %
Prof. Dr. Werner Bauer (Mitglied bis 12. November 2018) 13 13 100 %
Hartmut Eberlein 14 14 100 %
Rainer Gröbel 16 16 100 %
Colin Hall (Mitglied seit 13. November 2018) 3 3 100 %
Michaela Hubert 16 16 100 %
Eva-Maria Kerkemeier 8 7 88 %
Michael Kämpfert 13 13 100 %
Brigitte Krönchen 13 13 100 %
Jean Spence 8 8 100 %
Dr. Molly Zhang 8 7 88 %

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats nicht an Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilnehmen konnten, waren diese entschuldigt und haben ihre Stimme in der Regel, insbesondere im Rahmen der getroffenen Personalentscheidungen, schriftlich abgegeben.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat beobachtet die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards fortlaufend. In seiner Sitzung am 19. Dezember 2018 hat er sich mit den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit Stand vom 7. Februar 2017 sowie mit Struktur und Inhalten des Anfang November 2018 vorgelegten Entwurfs des grundlegend überarbeiteten Deutschen Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt, der 2019 in Kraft treten soll. Am Ende der Beratungen in dieser Sitzung haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Weitere Informationen zur Corporate Governance sind im Corporate-Governance-Bericht (vgl. Seite 59 ff.) aufgeführt.

Jahresabschluss und Konzernabschluss 2018

Der Jahresabschluss 2018 der GEA Group Aktiengesellschaft, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, ist seit dem Geschäftsjahr 2011 Abschlussprüfer der GEA Group Aktiengesellschaft und des Konzerns. Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist seit dem Geschäftsjahr 2018 Michael Jessen. 

Der zusammengefasste Lagebericht, der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 7. März 2019 und in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019 in Gegenwart der Abschlussprüfer umfassend behandelt. Die Abschlussprüfer berichteten über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Sie standen auch für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 13. März 2019 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss 2018, den Jahresabschluss 2018 der GEA Group Aktiengesellschaft sowie den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Die Prüfung des Aufsichtsrats gemäß § 171 Abs. 1 AktG der nichtfinanziellen Konzernerklärung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 wurde durch eine Prüfung mit begrenzter Sicherheit („Limited Assurance Engagement“) der KPMG unterstützt. Dazu hat KPMG die seitens GEA vorgenommene Risikoeinschätzung zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung geprüft sowie eine Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Menschenrechten, Korruption und Bestechung, einschließlich der Konsolidierung der Daten vorgenommen. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus unter Zuhilfenahme der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers durch eigene Prüfungshandlungen von der Übereinstimmung der gemachten Angaben mit den gesetzlichen Anforderungen überzeugt; der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat darüber im Aufsichtsrat berichtet.

Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Die am 31. Dezember 2018 auslaufenden Bestellungen von Steffen Bersch und Niels Erik Olsen als ordentliche Mitglieder des Vorstands wurden jeweils um weitere drei Jahre bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 verlängert.

Jürg Oleas ist am 17. Februar 2019 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Dr. Helmut Schmale wird am 17. Mai 2019 aus dem Vorstand ausscheiden. Der Aufsichtsrat dankt Jürg Oleas und Dr. Helmut Schmale für ihre langjährige engagierte Tätigkeit für GEA und die allzeit gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

Stefan Klebert wurde mit Wirkung zum 15. November 2018 und bis zum 31. Dezember 2021 in den Vorstand der Gesellschaft bestellt. Am 18. Februar 2019 übernahm er das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Jürg Oleas. Marcus A. Ketter wird am 20. Mai 2019 das Amt des Finanzvorstands übernehmen. Er wurde für drei Jahre bestellt.

Prof. Werner Bauer hat mit Wirkung zum Ablauf des 12. November 2018 sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der GEA Group Aktiengesellschaft niedergelegt. Colin Hall wurde vom Amtsgericht Düsseldorf mit Beschluss vom 13. November 2018 zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt. In Nachfolge von Prof. Bauer wurden am 19. Dezember 2018 Dr. Molly Zhang zum neuen Mitglied des Vermittlungsausschusses und Colin Hall zum neuen Mitglied des Präsidiums gewählt.

Der Aufsichtsrat spricht den Geschäftsleitungen, Arbeitnehmervertretungen und insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des GEA Konzerns Dank und Anerkennung für ihren persönlichen Einsatz und die in einem Geschäftsjahr mit besonderen Herausforderungen geleistete Arbeit aus.

Dr. Helmut Perlet
Vorsitzender des Aufsichtsrats
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GEA – weltweit aktiv

Im Jahr 2018 erwirtschaftete GEA einen Konzernumsatz von rund 4,8 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 70 Prozent auf die langfristig wachsende Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Auftragseingang

4.918
Mio. EUR

Operatives EBITDA

518
Mio. EUR

Umsatz

4.828
Mio. EUR

Operative EBITDA-marge

10,7%

Dividendenvorschlag

0,85
EUR je Aktie

Mitarbeiter

18.642
Vollzeitäquivalente

IFRS-Kennzahlen von GEA

(in Mio. EUR)
2018
2017¹
Veränderung in %
Ertragslage
Auftragseingang
2018
4.917,7
2017¹
4.750,8
Veränderung in %
3,5
Umsatz
2018
4.828,2
2017¹
4.604,5
Veränderung in %
4,9
Operatives EBITDA²
2018
518,2
2017¹
563,5
Veränderung in %
-8,0
in % vom Umsatz
2018
10,7
2017¹
12,2
Veränderung in %
Operatives EBIT²
2018
417,6
2017¹
477,8
Veränderung in %
-12,6
in % vom Umsatz
2018
8,6
2017¹
10,4
Veränderung in %
EBIT
2018
259,8
2017¹
380,2
Veränderung in %
-31,7
Vermögenslage
Working-Capital-Intensität in % (Durchschnitt der letzten 12 Monate)
2018
16,9
2017¹
15,9
Veränderung in %
Nettoliquidität (+)/Nettoverschuldung (-)
2018
-72,2
2017¹
5,6
Veränderung in %
Finanzlage
Operative Cash-Flow-Treiber-Marge³
2018
6,8
2017¹
8,4
Veränderung in %
ROCE in % (Goodwill angepasst)⁴
2018
9,2
2017¹
15,6
Veränderung in %
Mitarbeiteräquivalente (Stichtag)
2018
18.642
2017¹
17.863
Veränderung in %
4,4
Aktie
Ergebnis je Aktie (in EUR)
2018
0,63
2017¹
1,30
Veränderung in %
-52,1
  1. Die Kaufpreisallokation für die im Vorjahr erworbene Unternehmensgruppe Pavan wurde im vierten Quartal 2018 unter Änderungen finalisiert, sodass die Vergleichszahlen zum 31.12.2017 anzupassen waren.
  2. vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Bereinigungen (vgl. Geschäftsbericht 2018, Seite 220 f.)
  3. operativer Cash-Flow-Treiber = operatives EBITDA – Sachinvestitionen + Bereinigung Investitionen in strategische Projekte – Veränderung Working Capital (Durchschnitt der letzten 12 Monate)
  4. Capital Employed ohne Goodwill aus dem Erwerb der ehemaligen GEA AG durch die ehemalige Metallgesellschaft AG im Jahr 1999 (Durchschnitt der letzten 12 Monate)

Unsere Lösungen

Die Kunden stehen im Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns. Mit ihnen pflegt GEA eine starke Partnerschaft. Dabei halten wir für verschiedenste kundenspezifische Anwendungen individuelle und nachhaltige Lösungen bereit.

10

Applikationen

24

Produktgruppen

12

Services

Global aktiv

GEA ist einer der größten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie sowie für ein breites Spektrum weiterer Branchen. Das international tätige Technologieunternehmen konzentriert sich auf Maschinen und Anlagen sowie auf Prozesstechnik und Komponenten. Darüber hinaus bietet GEA nachhaltige Lösungen für anspruchsvolle Produktionsverfahren in unterschiedlichen Endmärkten und hält ein umfassendes Serviceportfolio bereit.

Mitarbeiter weltweit
Nordamerika
1821
Lateinamerika
518
Nord- und Mitteleuropa
3056
DACH & Osteuropa
6765
Asien Pazifik
3049
Westeuropa, Naher Osten & Afrika
3434
Weltweiter Umsatz
Nordamerika
866m
Lateinamerika
347m
Nord- und Mitteleuropa
643m
DACH & Osteuropa
1039m
Asien Pazifik
1081m
Westeuropa, Naher Osten & Afrika
853m

Entwicklung im Jahr 2018

GEA hat den ursprünglichen Ausblick aus dem Geschäftsbericht 2017 sowie den zuletzt angepassten Ausblick bezüglich der Umsatzentwicklung deutlich übertroffen, die jeweils angestrebte operative EBITDA-Marge sowie die operative Cash-Flow-Treiber-Marge jedoch nicht erreicht. Wesentliche Gründe für das Verfehlen der Prognose waren ein unerwarteter Preisdruck und Margenverfall sowie eine nicht erfüllte Ergebniserwartung im Applikationszentrum (APC) Dairy. Die operative EBITDA-Marge (zu konstanten Wechselkursen) von GEA und beiden Business Areas sank jeweils um rund 170 Basispunkte.

Auftragseingang und Umsatz

Im Gesamtjahr 2018 lag der Auftragseingang im Konzern mit 4.917,7 Mio. EUR um 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und stellt einen neuen Höchstwert für GEA dar. Dieser Anstieg war vor allem auf Akquisitionen zurückzuführen. Adjustiert um Effekte aus der Veränderung von Währungskursen (minus 2,9 Prozent) sowie aus Akquisitionen (4,2 Prozent) betrug das bereinigte Wachstum 2,2 Prozent. Der Anstieg resultierte vor allem aus Aufträgen bis 5 Mio. EUR. Auch der Umsatz stellt einen neuen Rekordwert für GEA dar. Er stieg um 4,9 Prozent auf 4.828,2 Mio. EUR. Bereinigt um Wechselkursänderungen (minus 3,1 Prozent) sowie um Akquisitionen (4,1 Prozent) ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Der Umsatzanteil des Servicegeschäfts lag mit 30,9 Prozent exakt auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Wachstum dieses Bereichs betrug im Berichtsjahr erneut erfreuliche 6,4 Prozent.

Auftragseingang

in Mio. EUR

Umsatz

in Mio. EUR

Dividendenvorschlag¹

Bei der Dividende liegt der grundsätzlich angestrebte Zielkorridor zwischen 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses. Dennoch werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,85 EUR je Aktie zu zahlen. Das Überschreiten des Zielkorridors reflektiert das weiterhin bestehende Vertrauen in die operative Stärke von GEA.

  • Dividendenzahlung
  • Dividendenvorschlag
  • Dividendenzahlung pro Aktie in EUR
  1. Dividendenzahlungen jeweils für das vorhergehende Geschäftsjahr
  2. auf Basis Dividendenvorschlag

Vermögenslage

Die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Realisierung profitablen Wachstums ist vorrangiges Unternehmensziel von GEA. Bei der operativen Cash-Flow-Treiber-Marge handelt es sich um eine vereinfachte Cash-Flow-Größe (operatives EBITDA abzüglich Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Capex) sowie der Veränderung des durchschnittlichen Working Capitals) im Verhältnis zum Umsatz. Investitionen in strategische Projekte werden in dieser Kennzahl nicht berücksichtigt.

Aktiva

2018
2017
Langfristige Vermögenswerte
3.115
3.234
Kurzfristige Vermögenswerte
2.604
2.514
davon zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
4
0
Gesamt (in Mio. EUR)
5.719
5.7481

Passiva

2018
2017
Eigenkapital
2.449
2.503
Langfristige Schulden
1.381
1.159
Kurzfristige Schulden
1.889
2.086
davon Finanzverbindlichkeiten
0
0
Gesamt (in Mio. EUR)
5.719
5.7481
  1. Die Kaufpreisallokation für die im Vorjahr erworbene Unternehmensgruppe Pavan wurde im vierten Quartal 2018 unter Änderungen finalisiert, sodass die Vergleichszahlen zum 31.12.2017 anzupassen waren.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

GEA bewegte sich 2018 insgesamt in einem Marktumfeld, das im Verlauf des Jahres zunehmend schwieriger wurde. Auf Jahressicht entwickelten sich Auftragseingang und Umsatz zwar gut, das Ergebnis enttäuschte allerdings.

Der Auftragseingang erreichte mit rund 4,9 Mrd. EUR einen neuen Höchstwert, was im Wesentlichen auf Akquisitionen beruhte. Außerdem resultierte dieser vor allem aus dem sehr guten Auftragseingang im zweiten und dritten Quartal, der gegen Ende des Jahres jedoch an Fahrt verlor.

Beim Umsatz verzeichnete GEA mit 4,8 Mrd. EUR einen Anstieg vor Bereinigungen um 5 Prozent. Dabei erhöhten sich die Umsätze in nahezu allen Produktgruppen und Applikationszentren. Im APC Dairy war der Umsatz hingegen rückläufig.

Die Gross-Marge stand im Geschäftsjahr 2018 besonders unter Druck: Das operative EBITDA lag mit ca. 518 Mio. EUR um 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die entsprechende Marge betrug 10,7 Prozent. Trotz zügig eingeleiteter Preisinitiativen, griffen diese nicht in dem erwarteten Umfang. Besonders hoch war der Preisdruck bei den Produktgruppen Separation und Flow Components. Auch der Bereich Milchverarbeitung erfüllte die Ergebniserwartungen nicht.

Das gesunkene operative Ergebnis sowie höhere Investitionen belasteten die Cash-Flow-Treiber-Marge. Infolgedessen lag die operative Cash-Flow-Treiber-Marge 2018 bei rund 6,8 Prozent.

Infolge der Reduzierung der Ergebniserwartungen für die Zukunft wurden immaterielle Vermögensgegenstände zusätzlich abgewertet. Daneben sind die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge in ihrer zukünftigen Nutzbarkeit verringert. Das führte zu Wertberichtigungen auf latente Steuern von 46,2 Mio. EUR im Jahr 2018. Entsprechend reduzierte sich das Ergebnis je Aktie auf nur noch 0,63 EUR.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Ausblick auf die Geschäftsentwicklung 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017 für den Umsatz übertroffen wurde. Das operative EBITDA sowie die operative Cash-Flow-Treiber-Marge erreichten hingegen die Erwartungen nicht.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019

Dieser Ausblick basiert auf den vorgenannten Annahmen und berücksichtigt unter anderem die Annahme, dass es zu keiner deutlichen Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums kommt. In der Berechnung werden mögliche Akquisitionen und Desinvestitionen des Jahres 2019 nicht berücksichtigt. Die Definition der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ist dem Kapitel „Steuerungssystem“ zu entnehmen (vgl. Geschäftsbericht 2018, Seite 28 ff.).

Umsatz

moderat unter dem Wert des Vorjahres

EBITDA vor Restrukturierungsaufwand

zwischen 450 und 490 Mio. EUR

ROCE

8,5 bis 10,5 Prozent

Die Differenz bei der erwarteten Ergebnisspanne für 2019 zwischen diesem Ausblick und den in der Ad-hoc-Meldung am 6. Februar kommunizierten Werten ergibt sich aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (plus 59 Mio. EUR) sowie die Einbeziehung bisher nicht berücksichtigter strategischer Projekte (minus 49 Mio. EUR).

Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse) wird ca. in Höhe von 186 Mio. EUR zu einer deutlichen Erhöhung des eingesetzten Kapitals (Capital Employed) führen. Dabei werden in der Schätzung über die zum Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverhältnisse hinaus auch diejenigen Leasingverhältnisse berücksichtigt, deren Beginn im Geschäftsjahr 2019 bereits zum jetzigen Zeitpunkt feststehen. Das EBIT wird sich im Verhältnis lediglich leicht um ca. 3 Mio. EUR erhöhen. Für die Kennzahl ROCE ist isoliert betrachtet daher ein rückläufiger Effekt aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 zu erwarten. Weitergehende Erläuterungen zu IFRS 16 finden sich im Anhang (vgl. Geschäftsbericht 2018, Seite 142 ff.).

Portfolio

Die Strategie, Unternehmen zu erwerben, die für GEA neue Märkte erschließen oder in bekannten Märkten die Angebotspalette der GEA gezielt ergänzen, bleibt unverändert gültig. Damit soll den Kunden ein immer breiteres Leistungsspektrum aus einer Hand angeboten werden. Darüber hinaus überprüfen wir regelmäßig unser vorhandenes Produkt- und Leistungsportfolio. Im Jahr 2019 wird GEA keine nennenswerten Akquisitionen tätigen.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für 2018 eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,85 EUR je Aktie zu zahlen. Damit würde das Dividendenvolumen auf Basis der am 12. März 2019 dividendenberechtigten Aktien wieder 153,4 Mio. EUR betragen. Diese Dividendenzahlung läge damit über dem Ziel, 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten.

Zusammenfassung

Insgesamt erwartet GEA vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Lage einen Rückgang des Konzernumsatzes. Die nicht wiederkehrenden sonstigen betrieblichen Erträge werden sich gegenüber 2018 deutlich verringern. Gleichzeitig werden die Personal- und IT-Infrastrukturkosten steigen. Ein herausforderndes Marktumfeld wird eine Durchsetzung von Preissteigerungen zunehmend erschweren. All diese Entwicklungen werden in Verbindung mit dem Volumeneffekt im laufenden Geschäftsjahr zu einem rückläufigen Ergebnis führen. Entsprechend wird auch die Kapitalrendite niedriger ausfallen. Bei der Ausschüttungsquote ist es weiterhin das Ziel, unverändert 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuzahlen.

Unser Digitalisierungsanspruch

Unsere intelligenten Produkte und Lösungen sind durch wegweisende Software, digitale Plattformen und Algorithmen miteinander vernetzt und ermöglichen unseren Kunden, ihre Produkte flexibel an sich ändernde Marktbedürfnisse anzupassen, die Qualität ihrer Ergebnisse stetig zu verbessern und dabei ihre Anlagen noch effizienter zu nutzen.

Wir zeichnen uns durch einen serviceorientierten Ansatz aus …

... der von integrierten Geschäfts- und Entwicklungsprozessen bis hin zu intelligenten Fertigungsanlagen reicht.

Unser Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, den Kundennutzen zu steigern.

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