Digitale Lösungen mit Kundenfokus

Mehr Qualität und Leistung durch Integration maschineller und menschlicher Intelligenz

In den vergangenen zehn Jahren hat die Industrie zunehmend auf Automatisierung gesetzt, um effizient und in konstanter Qualität produzieren zu können und gleichzeitig mehr Kostenkontrolle zu haben. Sowohl Landwirtschafts- als auch Industriebetriebe vertrauen auf GEA, wenn es um die Entwicklung von Anlagen, Ausrüstungen und Prozessen geht, die sich flexibel an sich ändernde Marktbedingungen anpassen lassen. Dabei versprechen sie sich Lösungen, die auch die Vorzüge von IoT-Technologien aufweisen.

Die digitale Landschaft entwickelt sich rasant, doch GEA bleibt sich in einem Punkt treu: Wir betrachten die Dinge konsequent aus Kundenperspektive. Das richtige Maß an Automatisierung zur richtigen Zeit sowie integrierte Geschäftsprozesse, vernetzte Produktionsdaten und intelligente Datenanalyse-Tools, die Sicherheit, Leistung und Lebensdauer erhöhen und gleichzeitig Ausfallzeiten und Kapazitätsengpässe minimieren: All das benötigen unsere Kunden heutzutage standardmäßig. 

Dabei vertrauen sie unabhängig von Anwendungsgebiet oder Branche auf unsere Fähigkeit, neue Technologien erfolgreich einzusetzen bzw. zu integrieren und die entsprechenden Services bereit zu stellen. Gerne unterstützen wir unsere Kunden in diesen Bereichen, die für GEA zum Alltagsgeschäft gehören. Wir arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung neuer sowie an der Optimierung bestehender Dienstleistungen und Lösungen. Indem wir dazu beitragen, dass unsere Kunden ihr Geschäft effektiver steuern können, schaffen wir echten Mehrwert. Unser Augenmerk gilt dabei insbesondere den Aspekten:

  • „Connected“ Arbeitskräfte
  • Automatisierte Prozesse
  • Datenanalyse
  • Simulationen
Simulation

Virtuelle Starthilfe

Die Installation und Modernisierung von Anlagen ist für Hersteller mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Durch den Einsatz von Virtual Reality (VR) und Digital-Twin-Technologien ermöglicht GEA seinen Kunden, geplante Komponenten und Anlagen zu sehen, bevor sie überhaupt gebaut oder installiert werden. Dank detaillierter Prozesssimulationen können die Kunden verschiedene Optionen und Szenarien agil und kostengünstig durchspielen – und so die Voraussetzung für optimale Produktqualität nach der Inbetriebnahme schaffen. 

Für Betriebsleiter sowie Bedien- und Technikpersonal bietet GEA zielgerichtete digitale Anwenderschulungen an, die auf transiente Prozesssimulationen und VR-Technologien setzen. Durch die digitale Modellierung von Produktionsprozessen können sich die künftigen Nutzer virtuell mit ihren Systemen vertraut machen – ein entscheidender Punkt angesichts der zunehmenden Automatisierung von Anlagen, mit der das Bedienpersonal oftmals keine ausreichende praktische Erfahrung hat. Virtuelle Schulungen sind gegenüber aufwändigen Anwendertrainings vor Ort deutlich effizienter, verringern Ausfallzeiten und Produktionsausfälle und vermitteln dem Bedienpersonal die nötige Sicherheit in einem relativ entspannten Umfeld, in dem sie Produktionsprozesse zunächst am digitalen Modell steuern können. 

„Mit 3D-Modellierung, Simulationen und Digital-Twin-Technologie geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, ihre Prozesse in einer sicheren virtuellen Umgebung zu testen, auszuarbeiten und zu optimieren. So nehmen wir die Unbekannten aus der Gleichung und stellen sicher, dass die Kunden ihre Anlagen und Komponenten schneller und mit besseren Ergebnissen in Betrieb nehmen können.“

Lars Voigt

Digital Product Development & Simulations, GEA

Die richtigen Tools für eine reibungslose und effiziente Produktion

Hinterher ist man immer klüger, heißt es so schön – doch besser ist, man hat von vornherein den Durchblick. Genau aus diesem Grund wollen viele unserer Kunden mittels Big Data für mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit in ihren Abläufen sorgen. Riesige Datenmengen zu interpretieren ist jedoch oft weder sinnvoll noch überhaupt machbar. Deshalb kommt künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen inzwischen eine wichtige Rolle bei der Aufgabe zu, die Verfügbarkeit von Maschinen und Systemen zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken. Von den Technologieentwicklungen profitieren nicht nur die Kunden von GEA, sondern auch unsere eigenen Techniker – dank appbasierter Diagnosetools, die auf Basis von maschinellem Lernen Serviceanfragen beschleunigen, indem sie Symptome und Ursachen von Geräteausfällen zuordnen. Die Minimierung der Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen nützt unseren Kunden und gleichzeitig auch GEA, denn wir verbessern anhand der gewonnenen Daten kontinuierlich unser eigenes Equipment. 

In einem ersten Schritt haben wir die prädiktive Wartung als Service für unsere Separatoren eingeführt, die in der Milch- und Getränkeindustrie und bei der Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen und Nebenprodukten eingesetzt werden. Unser Tool mit dem Namen GEA PerformancePlus überwacht den Zustand von Anlagen, analysiert direkt aus dem Betrieb des Kunden übermittelte Daten und deckt Unregelmäßigkeiten oder auch Optimierungspotenziale auf. Das Ergebnis ist mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz von Equipment und Anlagen und in der Folge eine höhere Lebensdauer und optimierte Gesamtleistung. Durch diesen Service, der im weiteren Jahresverlauf auch für GEA Homogenisatoren angeboten werden soll, können unsere Kunden Chancen und Risiken besser einschätzen und fundiertere Entscheidungen in der Produktionsplanung treffen. 

Seit 2018 ist GEA OptiPartner für viele Bereiche unseres breit aufgestellten Portfolios verfügbar. Diese digitale Lösung zur Prozessoptimierung sorgt beispielsweise bei schwankender Rohstoffqualität oder bei Veränderungen der Umgebungsbedingungen für den stabilen Betrieb der Produktionslinien. Einfache Maßnahmen zur Prozesssteuerung stoßen bei Prozessstörungen häufig an ihre Grenzen, wodurch Produktionsverluste entstehen. Unser hoch entwickeltes Autopilot-Steuerungssystem dagegen behält Hunderte von Prozessvariablen im Blick und identifiziert für jede Situation den optimalen Betriebspunkt. Mit komplexen Algorithmen zielt GEA OptiPartner auf maximale Produktivität und sichert die angestrebte Qualität für jede Rezeptur. Im Gegensatz zu konventionellen Steuerungslösungen auf dem Markt verschlechtert sich dabei die Systemleistung nicht bereits kurz nach der Inbetriebnahme. Dank unseres servicebasierten Geschäftsmodells sind keine Investitionen erforderlich, und unsere Optimierungs-Algorithmen werden im Betrieb kontinuierlich von einem GEA Service Center fernüberwacht, um eine gleichbleibende oder sogar verbesserte Leistung zu gewährleisten. Jährliche Leistungsberichte, in die Input eines GEA Prozessspezialisten einfließt, liefern den Kunden wertvolle datengetriebene Einblicke. 

Der optimale Partner: GEA OptiPartner

Ein führender deutscher Hersteller von Milchpulver hatte immer wieder mit Pulverablagerungen am Trocknerausgang und rund um die Schwerkraftabscheider zu kämpfen und musste seine Anlage bis zu dreimal pro Woche für mehrere Stunden abschalten, um das Problem manuell zu lösen. Um endlich dauerhaft stabil produzieren zu können, beauftragte der Kunde GEA mit der Implementierung von GEA OptiPartner zwecks kontinuierlicher Prozessoptimierung innerhalb der gesamten Anlage.

Eine Verbesserung der Prozessstabilität um 85% ermöglicht heute sowohl die maximale Auslastung des Werkes als auch eine erhöhte Anlagenverfügbarkeit, was wiederum die Produktionsleistung steigerte. Außerdem verbesserte sich die Pulverqualität (Feuchtigkeits- und Proteingehalt), während der Energieverbrauch in der Trocknungsanlage verringert werden konnte. All das führt zu einem besseren Gesamtergebnis – und bedeutet gleichzeitig weniger Notfalleinsätze nachts sowie am Wochenende.

„In manuell gesteuerten Anlagen werden die Prozesse oft mit konservativen Einstellungen betrieben, um Probleme zu vermeiden – das geht jedoch zulasten der Produktivität. Und eine reine Advanced-Process-Control-Lösung muss anhand der gewonnenen Prozesserkenntnisse kontinuierlich aktualisiert werden, da ihre Leistung sonst mit der Zeit nachlässt und folglich die Ziele nicht erreicht werden. Genau deshalb haben wir GEA OptiPartner eingeführt.“

Dr. Hassan Yazdi

Digital Service Product Manager, GEA

Erzeuger in der Milchwirtschaft erhalten dank verschiedener sensorbasierter GEA Technologien maximale Transparenz über die Gesundheit und Leistung ihrer Herde. So werden sie etwa durch unsere Tags mit Sensortechnik über Veränderungen im Fress- und Bewegungsverhalten oder auch über den idealen Besamungszeitpunkt ihrer Kühe informiert, was insbesondere bei großen Herden wichtig ist. Dank kontinuierlicher Überwachung und Datenaktualisierung können Milcherzeuger bei Auffälligkeiten unverzüglich eingreifen und einzelne Kühe schnell lokalisieren. Selbst wenn der Landwirt oder sein Personal nicht vor Ort ist, kann direkt ein Tierarzt gerufen werden. Unsere automatischen Fütterungssysteme stellen sicher, dass die Kühe zur richtigen Zeit frisches Futter erhalten, damit sie gesund und produktiv bleiben. Im Rahmen unserer automatisierten Melksysteme bieten wir auch Sensortechnik zur Früherkennung einer Mastitis sowie Farm-Management-Software, die Daten bündelt und interpretiert und Landwirte mit aktuellen Informationen zur Gesundheit und Leistung ihrer Herde unterstützt. 

DairyProQ

„Mittels Digitalisierung können wir unseren Kunden dabei helfen, einige ihrer größten Herausforderungen zu bewältigen. Dadurch können sie die Leistung ihres Betriebs verbessern und die Effizienz ihrer Produktionsmaschinen erhöhen.“

Thorvald U. Ullum

Chief Technology Officer, GEA

GEA Remote Eye Wear

Mittels mobiler und ferngesteuerter Service-Technologien haben unsere Kunden jederzeit weltweiten Zugriff auf das Know-How von GEA Servicetechnikern. Ob ferngesteuerter Maschinencheck, Inspektion, Implementierung oder Hilfestellung bei standardisierten Arbeitsabläufen (SOP): Die GEA Experten leisten den lokalen Maschinenbedienern und Technikern per Fernzugriff wertvolle virtuelle Unterstützung. So profitieren Kunden von geringeren Ausfallzeiten, niedrigeren Betriebskosten und einer Belegschaft, die mit mehr Sicherheit agiert.

GEA advance service

GEA Advance: lieferantenunabhängige Plattform für Wartungsmanagement und digitale Dienstleistungen

In Zusammenarbeit mit MachIQ, einem Software-Start-up der Industrie 4.0, bietet GEA eine neue Plattformstrategie an, um unterschiedliche Kundenbedürfnisse auf Basis eines offenen, Cloud-basierten Portals für Instandhaltungsmanagement und digitale Dienstleistungen zu erfüllen. Dazu gehören Wartungsplanung, Maschinendokumentation, Datenanalyse und E-Commerce. GEA Advance bringt Kunden und deren Partner auf einer einzigen Plattform zusammen, sorgt für mehr Transparenz und Effizienz und ermöglicht so ein lückenloses Anlagenmanagement. Der Kunde oder ein GEA Techniker scannt lediglich einen QR-Code auf der jeweiligen GEA Maschine und gelangt darüber direkt auf die entsprechende Produktseite innerhalb der Plattform, wo sämtliche relevanten Informationen und Dokumentationen zu dieser Maschine hinterlegt sind.

Die wesentlichen Vorteile von GEA Advance sind, dass es:

  • Kunden ermöglicht, sich mit beliebig vielen Lieferanten im gleichen Portal zu verbinden und zu entscheiden, welche Daten mit jedem einzelnen Lieferanten ausgetauscht werden sollen und welche OEM-Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten
  • die Maschinenverfügbarkeit erhöht 
  • durch Just-in-time-Alerts, Ablaufplanung und Reporting für mehr Transparenz und schlanke Prozesse sorgt
  • die Betriebskosten senkt

Von dem technologischen Quantensprung, den diese nutzerfreundliche Plattform bietet, profitieren unsere Kunden schon heute. Indem sie darüber mehr Daten, Prozesse und Nutzer integrieren, können sie die Anzahl ihrer eigenen Wartungssysteme minimieren.

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