Ausblick 2020

Ergebnisbelastung durch Covid-19, Mittelfristziele bestätigt

Insgesamt erwartet GEA vor dem Hintergrund einer stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Investitionsbereitschaft seiner Kunden einen leichten Rückgang des Konzernumsatzes im Jahr 2020.

Aufgrund dieser nachteiligen Umsatzentwicklung geht der Konzern davon aus, dass – trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen – zum jetzigen Zeitpunkt von einem leichten Rückgang im EBITDA vor Restrukturierungsaufwand auszugehen ist. Entsprechend sollte auch die Kapitalrendite zwischen 9,0 und 11,0 Prozent liegen. Trotz der derzeit aufgrund des Coronavirus bestehenden Herausforderungen ist das Unternehmen im Hinblick auf die künftigen Wachstumsaussichten auf Basis der eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen und den weiterhin attraktiven Endmärkten nach wie vor sehr zuversichtlich. Bei der Ausschüttungsquote ist es weiterhin das Ziel, unverändert 40 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuzahlen.

Ausblick* Geschäftsjahr 2020

Erwartung für 2020 2019
Umsatzentwicklung leicht rückläufig 4.880 Mio. EUR
EBITDA vor Restrukturierungsaufwand 430 – 480 Mio. EUR 479 Mio. EUR
ROCE 9,0 – 11,0 % 10,6 %

*Beim Umsatz entspricht „leicht“ einer Veränderung von bis zu +/- 5 %, während Veränderungen ab +/- 5 % als „deutlich“ bezeichnet werden. Bei Ergebnisgrößen entspricht „leicht“ einer Veränderung von bis zu +/- 10 %, ab +/- 10 % werden Veränderungen als „deutlich“ angesehen. Veränderungen beim ROCE definiert GEA als „leicht“ bis +/- 3%p. und als „deutlich“ ab +/- 3 %p.”

Dieser Ausblick basiert zu konstanten Wechselkursen auf den vorgenannten Annahmen und dabei insbesondere auf der Einschätzung, dass die Nachfrage auf den Absatzmärkten von GEA aufgrund eines weiterhin angespannten konjunkturellen Umfelds stagnieren oder sich sogar leicht abschwächen wird. Im Ausblick werden mögliche Akquisitionen und Desinvestitionen des Jahres 2020 nicht berücksichtigt.

Die wesentliche Unsicherheit dieses Ausblicks auf das Jahr 2020 ergibt sich aus der Abschätzung der möglichen Auswirkungen des sich aktuell schnell verbreitenden Coronoavirus auf die Wirtschaftsentwicklung und die Aktivitäten von GEA. Diese sind durch die sich sehr schnell entwickelnde Lage zum Aufstellungsdatum des Geschäftsberichts nur schwer abschätzbar, insbesondere außerhalb von China. So sieht GEA in China aufgrund einer stark eingeschränkten Reisemöglichkeiten für Servicetechniker einen spürbaren Rückgang des Servicegeschäfts, der sich voraussichtlich bis zum Ende des zweiten Quartals auswirken wird. Darüber hinaus ist aufgrund der ersten Krankheitsfälle in Europa bereits absehbar, dass es auch hier zu weiteren Auswirkungen auf das Geschäft von GEA kommen wird. Vor dem Hintergrund dieser externen Faktoren hat sich GEA dazu entschieden, einen vorsichtigeren Ausblick zu geben, der die zum Aufstellungszeitpunkt wahrscheinlichsten Auswirkungen berücksichtigt. Die Umsatzentwicklung ist infolge möglicher Verzögerungen in der Fertigung, aber auch auf Basis eines möglichen Nachfragerückgangs, leicht rückläufig.

Portfolio

Im Jahr 2020 strebt GEA vor allem die Umsetzung verschiedener Desinvestitionen an. Hierzu zählen insbesondere Transaktionen, die bereits im vergangenen Jahr entweder im Rahmen von Portfoliomaßnahmen zur Margenverbesserung oder von Restrukturierungsprogrammen initiiert wurden. Die Strategie, Unternehmen zu erwerben, mit denen GEA den Fokus auf die Bereiche Nahrungsmittel, Getränke sowie Pharma weiter verstärken könnte, gilt grundsätzlich weiter.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für 2019 eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,85 EUR je Aktie zu zahlen. Damit würde das Dividendenvolumen auf Basis der am 12. März 2020 dividendenberechtigten Aktien wieder 153,4 Mio. EUR betragen.

Mittelfristige Finanzziele bis 2022

Im Herbst 2019 hat GEA neue mittelfristige Finanzziele vorgestellt, die bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2022 angestrebt werden. Demnach soll der Konzernumsatz bis dahin jährlich um durchschnittlich 2,0 bis 3,0 Prozent wachsen. Die EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand, die im abgelaufenen Geschäftsjahr 9,8 Prozent betrug, soll auf einen Zielkorridor von 11,5 bis 13,5 Prozent steigen. Darüber hinaus plant GEA zwischen 2020 und 2022 Investitionsausgaben (Capex) in einem Korridor von 2,5 bis 3,5 Prozent des Umsatzes. Die erhöhten Investitionen sollen insbesondere in die Optimierung des Produktionsnetzwerks und in die Implementierung eines einheitlichen ERP-Systems fließen. Die Net Working Capital Intensität soll bis 2022 zwischen 12,0 und 14,0 Prozent betragen.

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