Brief an die Aktionäre

Wie unsere neuen Mittelfristziele zeigen, wollen wir weitere Einsparpotenziale umsetzen und insgesamt noch profitabler werden.

Videobotschaft von Stefan Klebert, Vorsitzender des Vorstands

Liebe Aktionärinnen & Aktionäre,

GEA schaut auf ein bewegtes Geschäftsjahr zurück. In 2019 wurden die Weichen für tiefgreifende Veränderungen der Organisation gestellt. Die GEA stellt sich wieder divsional auf und setzt auf dezentrale, unternehmerische Einheiten. Auch die Neuformierung des Vorstands gehörte dazu. Zugleich musste unser Maschinenbauunternehmen sich in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld behaupten. Umso größer ist meine Hochachtung für die Loyalität und Einsatzbereitschaft, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern inmitten dieser unternehmerischen Um- und Aufbruchphase bewiesen haben. Dank einer exzellenten Teamleistung ist es uns gelungen, alle Erwartungen hinsichtlich Umsatz, Ergebnis und Return on Capital Employed zu erfüllen oder gar zu übertreffen. Gleiches gilt für den Auftragseingang, der sich knapp über dem Vorjahresniveau bewegte – auch das ist eine erfreuliche Ausgangsbasis für das laufende Jahr. Diese Entwicklung zeigt: Die Maßnahmen, die wir 2019 eingeleitet und mit Nachdruck umgesetzt haben, beginnen Früchte zu tragen. Und auch am Kapitalmarkt konnten wir dadurch wieder an Vertrauen gewinnen, in der Folge legte der Aktienkurs Ihres Unternehmens im Berichtsjahr um über 30 Prozent zu.

Die bedeutendste interne Veränderung, die wir im vergangenen Jahr in Angriff genommen haben, ist unsere neue divisionale Organisationsstruktur. Seit Anfang 2020 tragen unsere Managerinnen und Manager wieder direkte Umsatz- und Ergebnisverantwortung. So wollen wir unternehmerisches Denken und Handeln in der GEA beflügeln und im Wettbewerb noch agiler werden. Zur neuen Struktur gehört auch der Ausbau unseres Servicegeschäfts, das ertragreich ist und zugleich Kunden noch enger an unser Unternehmen bindet. Unseren Einkauf schlagkräftiger zu machen und Potenziale zu bündeln, ist ein weiterer Schwerpunkt der Neuausrichtung bei GEA. Bereits im laufenden Jahr wollen wir auf diese Weise mehr als 25 Mio. EUR einsparen. Mit einem Vorstandsressort, das Beschaffung, Produktion und Logistik vereint, haben wir dafür die Weichen gestellt. Tempo haben wir auch bei verschiedenen Restrukturierungsmaßnahmen bewiesen, die wir schneller als erwartet umsetzen konnten. Aufwendungen in Höhe von fast 50 Mio. EUR, die ursprünglich für das Jahr 2020 geplant waren, haben wir daher bereits in das abgelaufene Geschäftsjahr vorgezogen.

"Den Dialog pflegen, das möchten wir mit allen, die unserem Unternehmen verbunden sind. Über den strategischen und kulturellen Wandel, den wir bei GEA 2019 gemeinsam mit unseren Beschäftigten eingeleitet haben, werden wir mit Ihnen im Gespräch bleiben. Für Ihr Vertrauen in diesen neuen Weg danke ich Ihnen herzlich."

Stefan Klebert

Vorsitzender des Vorstands

Wir haben im vergangenen Jahr bei GEA vieles auf den Prüfstand gestellt, liebe Aktionärinnen und Aktionäre. In einem allerdings sind Vorstand und Aufsichtsrat sich weiterhin einig: Unsere Dividendenpolitik soll davon unberührt bleiben. GEA ist operativ ein gesundes Unternehmen. Auf der Hauptversammlung wollen wir daher die Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 0,85 EUR je Aktie vorschlagen. 

Auch für die kommenden Monate haben wir uns eine Menge vorgenommen. Wie unsere neuen Mittelfristziele zeigen, wollen wir weitere Einsparpotenziale umsetzen und insgesamt noch profitabler werden; von Aktivitäten mit niedrigen Margen und geringen Synergien dagegen werden wir uns trennen. Gleichzeitig investieren wir in moderne IT-Systeme und werden unsere Ressourcenplanung mit einer globalen ERP-Infrastruktur auf neue Füße stellen. GEA hat das Potenzial, echten Wert zu schaffen. 

Und auch das ist uns wichtig: Als international tätiges Technologieunternehmen bringt GEA sich ein bei den drängenden Zukunftsthemen, die Mensch und Gesellschaft rund um den Erdball bewegen. Wir sind in vielen Bereichen Technologieführer. Mit unserem Know-how-Vorsprung und wertschöpfenden Innovationen können wir dazu beitragen, kollektive Herausforderungen wie etwa Klimawandel oder Welternährung zu bewältigen. Unsere Anstrengungen richten sich nicht nur darauf, hocheffiziente und ressourcensparende Anlagen für unsere Kunden zu bauen. Wir arbeiten auch daran, unsere eigene Produktion noch nachhaltiger auszurichten – und das mit messbarem Erfolg: Beim Lieferanten-Ranking EcoVadis haben wir uns 2019 erneut verbessert. Im Klimaschutz-Rating des Carbon Disclosure Projekts (CDP) erzielten wir mit der Einstufung A- das Level „Leadership“ – unser bislang bestes Ergebnis – und gehören nun zur Spitzengruppe. Als einer der weltweit größten Anbieter von Prozesstechnik ist es uns ein Anliegen, verantwortungsvolles Wirtschaften mitzugestalten. Wir werden uns deshalb verstärkt an der Diskussion globaler Fragestellungen beteiligen, wie etwa seit 2019 im Rahmen des World Economic Forum.

Dr. Helmut Perlet

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahr. Er hat sich dabei regelmäßig mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit allen wesentlichen Sonderthemen befasst und den Vorstand bei Fragen der Unternehmensleitung fortlaufend beraten.

Als Grundlage zur Ausübung seiner Aufgaben dienten dem Aufsichtsrat zum einen die Beratungen in seinen Sitzungen und Ausschüssen. Zum anderen hat der Vorstand – im Rahmen seiner Informationsverpflichtungen – den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und/oder mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen, über den Gang der Geschäfte, die Planung, die Strategie und die Lage des Konzerns unterrichtet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum des Aufsichtsrats mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Die Ergebnisse und wesentlichen Diskussionsbeiträge der Ausschusssitzungen wurden von den Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse jeweils in der nachfolgenden Sitzung des Aufsichtsrats berichtet und flossen so in die Meinungsbildung des Plenums ein. Auf diese Weise trug die vorbereitende und vertiefende Tätigkeit der Ausschüsse wesentlich zur Effektivität der Aufsichtsratsarbeit insgesamt bei.

Darüber hinaus standen die beiden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses sowie die Vorsitzende des Technologieausschusses in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrats- und der Vorstandsvorsitzende berieten zwischen den Sitzungen regelmäßig Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung; der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stand außerhalb der Sitzungen mit Mitgliedern des Vorstands – insbesondere mit dem Finanzvorstand – im Kontakt, um sich über aktuelle Entwicklungen, die für die Arbeit des Prüfungsausschusses relevant sind, zu informieren und ggf. darüber zu beraten. Die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in Vorgesprächen mit dem Vorstand vor den Sitzungen des Plenums die wesentlichen Themen der Tagesordnung beraten.

Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig insbesondere über die Auftragseingangs-, Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen anhand von Unterlagen erläutert. Vor und zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand schriftlich über wesentliche Ereignisse an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Zukunftsperspektiven und die strategische Ausrichtung des Unternehmens und seiner Geschäftsbereiche sowie die Unternehmensplanung wurden – nach vorangegangener Behandlung in den Ausschüssen – ausführlich mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

Der Aufsichtsrat gab nach umfassender Prüfung und Erörterung bzw. Vorbehandlung durch die Ausschüsse sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstandes ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich oder zweckmäßig war. In begründeten Fällen, insbesondere bei Eilbedürftigkeit, wurden Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr 2019 fanden sieben Aufsichtsratssitzungen statt. Gegenstand regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die Geschäfts- und Finanzlage sowie die Aktienkursentwicklung. Daneben wurden die nachfolgend beschriebenen Schwerpunktthemen behandelt:

In der Aufsichtsratssitzung am 11. Februar 2019 waren neben der Vorstellung der vorläufigen Kennzahlen 2018, das Budget 2019, die Zielerreichung im Rahmen der Vorstandsvergütung 2018, die Bestellung des Arbeitsdirektors sowie die zukünftige Ausschussstruktur des Aufsichtsrats die zentralen Tagesordnungspunkte.

Hauptthemen der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019 waren die Feststellung des Jahresabschlusses einschließlich der Ergebnisverwendung und die Billigung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der abschließenden Festlegung und Gewichtung der persönlichen Ziele der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019, den Kernbotschaften zur Bilanzpressekonferenz am 14. März 2019 sowie der Festlegung der Beschlussvorschläge zu den einzelnen Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2019. Des Weiteren berichtete der Chief Compliance Officer ausführlich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2018. Darüber hinaus haben sich der Aufsichtsrat und Niels Erik Olsen einvernehmlich auf die Beendigung des Vorstandsmandats und das Ausscheiden von Niels Erik Olsen zum 13. März 2019 verständigt.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 26. April 2019 waren das vorzeitige einvernehmliche Ausscheiden von Dr. Helmut Schmale sowie die Vorbereitung der am selben Tag stattfindenden Hauptversammlung.

In der Aufsichtsratssitzung am 18. Juni 2019 wurde zum Stand der Nachfolgeplanung im Vorstand und einem Rechtsstreit in den USA berichtet. Außerdem fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse zur Anpassung der betrieblichen Altersversorgung ehemaliger Mitglieder des Vorstands, zur Festlegung der persönlichen Ziele 2019 für Marcus A. Ketter und zur Änderung der Geschäftsordnung für den Prüfungsausschuss. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Rahmen eines thematischen Schwerpunkts seiner Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr mit verschiedenen übernahmerelevanten Fragen, weshalb er in dieser Sitzung einen Sonderausschuss gründete, der sich vertieft mit diesen Themen auseinandersetzte. Schwerpunkte eines ganztägigen Fortbildungsworkshops des Aufsichtsrats, der am 2. August 2019 stattfand, waren Corporate Governance und die Reform des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie der Ablauf und der regulatorische Rahmen öffentlicher Übernahmen nach deutschem Recht.

Am 19. Juni 2019 fand eine Strategiesitzung statt, in der sich der Aufsichtsrat ausschließlich mit der neuen Organisation befasste. In diesem Zusammenhang wurde der Aufsichtsrat über die neue Führungsstruktur sowie die zukünftigen Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der neuen Organisation informiert. Der Zeitplan zur Umsetzung der künftigen Organisation sowie das Transformationsprogramm CREATE wurden ebenfalls vorgestellt.

Am 24. September 2019 wurde dem Aufsichtsrat zum Fortschritt des Transformationsprogramms CREATE berichtet. Weiterhin hat der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend über die Inhalte des Kapitalmarkttags informiert, der am 26. September 2019 in London stattfand. Zudem bestellte der Aufsichtsrat Johannes Giloth zum neuen Mitglied des Vorstands bzw. Chief Operating Officer und beriet über das einvernehmliche vorzeitige Ausscheiden von Martine Snels aus dem Vorstand.

In der Sitzung am 19. Dezember 2019 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Mittelfristplanung 2020-2022 und das Budget 2020 vor, dem der Aufsichtsrat zustimmte. Des Weiteren wurde dem Aufsichtsrat erneut zum Transformationsprojekt CREATE berichtet und dabei v. a. die neue Organisationstruktur im Detail erläutert. Eine umfassende Portfolioanalyse wurde ebenfalls präsentiert und diskutiert. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Zielerreichung 2019 der Vorstandsmitglieder und beriet Vorschläge zu den Vorstandzielen für das Geschäftsjahr 2020.

Arbeit der Ausschüsse

Das Präsidium trat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu sechs Sitzungen zusammen. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit bildeten die Nachfolgeprozesse für die Positionen des Finanzvorstands und des neu zu schaffenden Ressorts Beschaffung, Produktion und Logistik sowie die Vergütung des Vorstands. Daneben war das Präsidium insbesondere mit Themen der Corporate Governance und zustimmungspflichtigen Geschäften befasst. In die Zuständigkeit des Präsidiums fällt außerdem die Behandlung der Strategie des Unternehmens, der Investitionen und Finanzierungen gemeinsam mit dem Vorstand.

Der Prüfungsausschuss kam zu fünf Sitzungen zusammen. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands im Wesentlichen mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2018 und den Quartalsmitteilungen sowie dem Halbjahresfinanzbericht 2019. Schwerpunkte der Tätigkeit waren ferner die Befassung mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über die Chancen und Risiken des Unternehmensberichten. Die Abschlussprüfer erläuterten umfassend ihre Prüfungstätigkeit und den Prüfungsablauf. Zudem unterbreitete der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag hinsichtlich des Abschlussprüfers und befasste sich mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Festlegung von Prüfungsablauf und Prüfungsschwerpunkten einschließlich des Honorars, mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers sowie der von diesem erbrachten zulässigen Nichtprüfungsleistungen.

Der Nominierungsausschuss tagte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr dreimal und befasste sich mit der Nachfolgeplanung im Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung ab dem 1. Mai 2019 einen Technologieausschuss gebildet, dem Dr. Molly P. Zhang als Vorsitzende, Michaela Hubert, Brigitte Krönchen und Jean E. Spence angehören. Der Technologieausschuss hat im Geschäftsjahr 2019 zweimal getagt.

Darüber hinaus bildete der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 18. Juni 2019 einen Sonderausschuss, dem Dr. Helmut Perlet, Hartmut Eberlein, Rainer Gröbel und Kurt-Jürgen Löw angehörten. Der Ausschuss kam bis zu seiner Auflösung im Dezember 2019 sechs Mal zusammen und beschäftigte sich mit verschiedenen übernahmerechtlichen Fragestellungen.

Der Vermittlungsausschuss wurde im Berichtsjahr nicht einberufen.

Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse jeweils in der anschließenden Aufsichtsratssitzung.

Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme

Aufsichtsratsmitglied Aufsichtsrats- und
Ausschusssitzungen
Teilnahme Anwesenheit
Dr. Helmut Perlet (Vorsitzender) 27 27 100%
Kurt-Jürgen Löw (stellv. Vorsitzender) 18 18 100%
Ahmad Bastaki 16 15 94%
Hartmut Eberlein 18 18 100%
Rainer Gröbel 16 16 100%
Colin Hall 13 12 92%
Michaela Hubert 15 15 100%
Eva-Maria Kerkemeier 7 6 86%
Michael Kämpfert 12 12 100%
Brigitte Krönchen 14 14 100%
Jean Spence 12 11 92%
Dr. Molly Zhang 9 9 100%

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats nicht an Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilnehmen konnten, waren diese entschuldigt und haben ihre Stimme in der Regel schriftlich abgegeben.

Corporate governance

Der Aufsichtsrat beobachtet die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards fortlaufend. In einem Fortbildungs-Workshop Anfang August 2019 und in der Sitzung am 19. Dezember 2019 hat sich der Aufsichtsrat mit der bereits im Mai 2019 vorgestellten Überarbeitung des Deutschen Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt. Ebenfalls am 19. Dezember 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Weitere Informationen zur Corporate Governance sind im Corporate-Governance-Bericht (vgl. Seite 76 ff.Geschäftsbericht) aufgeführt.

Jahresabschluss und Konzernabschluss 2019

Der Jahresabschluss 2019 der GEA Group Aktiengesellschaft, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, ist seit dem Geschäftsjahr 2011 Abschlussprüfer der GEA Group Aktiengesellschaft und des Konzerns. Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist seit dem Geschäftsjahr 2018 Michael Jessen.

Der zusammengefasste Lagebericht, der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Konzernabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. März 2020 und in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 12. März 2020 in Gegenwart der Abschlussprüfer umfassend behandelt. Die Abschlussprüfer berichteten über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Sie standen auch für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 12. März 2020 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss 2019, den Jahresabschluss 2019 der GEA Group Aktiengesellschaft sowie den zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der GEA Group Aktiengesellschaft ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Die Prüfung des Aufsichtsrats gemäß § 171 Abs. 1 AktG der nichtfinanziellen Konzernerklärung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 wurde durch eine Prüfung mit begrenzter Sicherheit („Limited Assurance Engagement“) der KPMG unterstützt. Dazu hat KPMG die seitens GEA vorgenommene Risikoeinschätzung zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung geprüft sowie eine Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Menschenrechten, Korruption und Bestechung, einschließlich der Konsolidierung der Daten vorgenommen. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus unter Zuhilfenahme der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers durch eigene Prüfungshandlungen von der Übereinstimmung der gemachten Angaben mit den gesetzlichen Anforderungen überzeugt; der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat darüber im Aufsichtsrat berichtet.

Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Jürg Oleas, Vorsitzender des Vorstands, ist am 17. Februar 2019 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Stefan Klebert übernahm am 18. Februar 2019 das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Jürg Oleas.

Niels Erik Olsen ist am 13. März 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Dr. Helmut Schmale, Finanzvorstand, ist am 17. Mai 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden. Marcus A. Ketter hat das Amt des Finanzvorstands am 20. Mai 2019 übernommen. Er wurde für drei Jahre bestellt.

Martine Snels, Mitglied des Vorstands, ist zum 31. Dezember 2019 ausgeschieden.

Johannes Giloth ist seit dem 20. Januar 2020 Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer. Er verantwortet das neue geschaffene Ressort Beschaffung, Produktion und Logistik. Johannes Giloth wurde für drei Jahre bestellt.

Steffen Bersch ist am 29. Februar 2020 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Der Aufsichtsrat spricht den Geschäftsleitungen, Arbeitnehmervertretungen und insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des GEA Konzerns Dank und Anerkennung für ihren persönlichen Einsatz und die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit aus.

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