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Wasser und Abfall

GEA geht sparsam mit Ressourcen um. Zum Umweltmanagement gehören der betriebliche Umweltschutz sowie das Energiemanagement, wodurch kontinuierlich an der Reduktion von Verbräuchen und Umweltauswirkungen an den Standorten gearbeitet wird. Durch die Erfassung und Visualisierung der Kennzahlen, die den lokalen Verantwortlichen in Dashboards tagesaktuell zur Verfügung stehen, konnten das Bewusstsein und das Verständnis an den Standorten maßgeblich gesteigert werden.

Diese Datenbasis ist auch Grundlage für die Definition von lokalen Umweltprogrammen und Aktionen. Darüber dienen die Environmental Core Rules bei GEA international als Leitlinien für ein umweltfreundliches und ressourcenschonendes Verhalten der Mitarbeiter.

GEA erfasste 2019 den Wasserverbrauch der 77 größten Standorte, die Produktion, Service und Verwaltung einschließen. GEA wies einen geringfügig geringeren Bedarf von 284.700 Kubikmeter Wasser in 2019 auf. Es gibt es derzeit noch keine weltweit einheitlichen Mindeststandards für die Qualität der Abwassereinleitung, die über regulatorische Anforderungen zur Kontrolle der Qualität von Abwassereinleitungen hinausgehen. Die Auswertungen zeigen, dass der größte Teil der Abwässer aus den Bereichen Sanitär und Bewässerung stammt.

Wasser 2019 2018*
Bedarf (in Tsd. Kubikmeter) 284,7 294,5
Kommunal- und Leitungswasser (in Tsd. Kubikmeter) 257,0 265,4
Brunnen- und Grundwasser (in Tsd. Kubikmeter) 27,7 29,1
Verbrauch
davon Industrie- und Prozesswasser (in Tsd. Kubikmeter) 97,8 103,8
Abwasser (in Tsd. Kubikmeter) 251,8 272,4
Anteil Prozesswasser an Wasserverbrauch gesamt (in %) 34,3 35,4
Anteil Abwasser an Wasserverbrauch gesamt (in %) 88,4 92,5
Wasserverbrauch meldende Standorte 77 76

*) Aufgrund von Zuordnungs- und Berechnungsveränderungen wurde 2018 die Basis der meldenden Standorte berichtigt

Management von Wasserrisiken

Im Global Risks Report 2019 des Weltwirtschaftsforums wurde die Wasserversorgungskrise als das viertgrößte Risiko für die Gesellschaft im nächsten Jahrzehnt in Bezug auf mögliche Auswirkungen identifiziert. 

Im Zuge der wiederkehrenden Betrachtung der Umweltchancen und -risiken wurde im Berichtsjahr der Fokus auf das Thema Wasserknappheit gerichtet. GEA hat ein Verfahren entwickelt, um Regionen zu identifizieren, die für Wasserknappheitsrisiken anfällig sind, und die Auswirkungen auf die GEA Produktion zu bestimmen. GEA Standorte in Regionen mit Wasserstress wurden im Berichtsjahr kartiert. Die Klassifizierung erfolgt mit dem „Aqueduct Water Risk Atlas“ der Non-Profit-Organisation World Resources Institute, einem Tool, das aktuelle Daten zur Erstellung einer globalen Wasserrisikokarte verwendet. Es gibt fünf Wasserrisikoklassen: niedrig (low), mittel/niedrig (medium low), mittel/hoch (medium high), hoch (high) und extrem hoch (extremely high). Im Berichtsjahr 2019 konzentrierte sich GEA auf Standorte in Gebieten mit einem extrem hohen, hohen oder mittelhohen Wasserrisiko. Dort wurden detaillierte Abfragen – einschließlich der Vorgabe, Antworten ausführlich zu begründen – durchgeführt. Unter anderem wurde erhoben, ob Wasserrisiken bekannt und für die Tätigkeit relevant sind, welche gesetzlichen Anforderungen bestehen und welche Maßnahmen zur Wassereinsparung ergriffen werden.

Abfall

Von den 13.586 Tonnen Abfall im Jahr 2019 waren 57 Prozent Metalle, die dem Recycling zugeführt werden. Gefährliche wässrige Substanzen machten 6,2 Prozent (846 Tonnen) der Abfälle aus. Die Erhöhung ist durch die Verlagerung der Produktion von Flow Components nach Suzhou entstanden. Der Plastikabfall liegt mit 143 Tonnen weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im Einzelnen:

Abfall in Tonnen 2019 2018*
Wässrige Spülflüssigkeiten, die gefährliche Substanzen enthalten 846 193
Bearbeitungsemulsionen und -lösungen, die keine Halogene enthalten 42 433
Verpackungsmaterial: Papier, Karton 634 568
Verpackungsmaterial: Plastik 143 120
Verpackungsmaterial: Holz 2.184 1.863
Papier und Karton 188 286
Hausmüll 1.413 1.285
Metalle Recycling 7.758 9.721
Gesamt 13.586 14.470
Abfall meldende Standorte 70 62

*) Aufgrund von Zuordnungs- und Berechnungsveränderungen wurde 2018 die Basis der meldenden Standorte berichtigt

GEA verarbeitet größtenteils Metalle und legt daher das Hauptaugenmerk auf die Wiederverwertung der Metallabfälle; die Recyclingquote liegt bei 57 Prozent. Durch effizientere Fertigung ging die Menge der Metallabfälle insgesamt zurück. 

Darüber hinaus arbeitet GEA eng mit Lieferanten und Kunden zusammen, um umweltfreundliche Verpackungen und die Entsorgung beziehungsweise das Recycling der Maschinen zum Ende des Anlagenlebenszyklus zu realisieren. Dazu zählt auch die Herstellung von Biokunststoff aus Abfällen: Die Mehrzahl der heutigen Kunststoffe wird aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Kohle hergestellt. Dank wissenschaftlicher Fortschritte in den letzten Jahren können Kunststoffe jetzt auch aus nachhaltigen Quellen, nämlich Rohstoffen auf pflanzlicher Basis wie Zuckerrohr, Kartoffelstärke, Zellulose (Holz), Mais, Soja, Altspeiseölen sowie landwirtschaftlichen und Lebensmittelabfällen hergestellt werden. Die Spezialisten von GEA verfügen über detailliertes Know-how über die entscheidenden Produktionsstufen, einschließlich der Verwendung von biobasierten Zwischenprodukten wie Bernsteinsäure, die alternative Wege für die Herstellung von Biokunststoffen bieten. Ein weiteres Beispiel ist die Milchsäureproduktion aus pflanzlichen Rohstoffen. Milchsäure ist ein Grundstoff für die Herstellung von Polymilchsäure (PLA), einer biologisch abbaubaren, nachhaltigen Alternative zu PET und einem der weltweit am häufigsten hergestellten Biokunststoffe. Die Ingenieure von GEA sind in der Lage, maßgeschneiderte Systeme für vor- und nachgeschaltete Prozessschritte bei der Herstellung von Zwischenprodukten und Biopolymeren zu erarbeiten.

> 58,40 m³ Wasser/1 Mio. Umsatz (-4,22% zu 2018)   
> 2,79 t Abfall 2019 / 1 Mio. Umsatz (-7% zu 2018) 

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