Von Asien bis Amerika und Osteuropa verzeichnet der Markt für Softdrinks, Fruchtsäfte und andere nichtalkoholische Getränke starke Wachstumsraten. Gleichzeitig ist die Angebotspalette der Produkte vielfältiger und variabler denn je: New-Age-Getränke sowie isotonische und Gesundheits-Drinks sorgen beispielsweise für eine Differenzierung und für zukünftige Umsatzmöglichkeiten in einem prinzipiell gesättigten Getränkemarkt.

Durst nach Neuem

Aus der Anwendungsperspektive gesehen hat die Getränkebranche eine gesunde Innovationspipeline: Es werden ständig neue Produkte entwickelt und auf den Markt gebracht, einschließlich Varianten traditioneller Getränke (wie beispielsweise aromatisierte Biere). Der Markt für handwerklich gebrautes Bier sowie für funktionelle Getränke und Gesundheits-Drinks ist aus der Produktdifferenzierung und dem Einsatz regionaler Formulierungen und Inhaltsstoffe entstanden und verzeichnet ein starkes Wachstum. Und weil die Formulierungen zunehmend komplexer werden, besteht eine wachsende Nachfrage nach flexiblen Prozessen und Verpackungsformaten. 

Daher profitieren Hersteller in etablierten und in aufstrebenden Märkten weltweit von Komponenten, Systemen und integrierten Anlagen für die Herstellung und Zubereitung von Säften, Sirup, Soft-Drinks, Konzentraten, Kaffee, Alkohol, Wein und Bier. Neben der innovativen Produktdifferenzierung und Qualität des Endprodukts fokussieren Hersteller zunehmend auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte ihrer Systeme und Lösungen der Getränkeproduktion, die immer häufiger in moderne Anlagen integriert werden. 

Umweltbewusstes Handeln

Nicht nur die Weltbevölkerung wächst, sondern auch das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen erhöht sich. Und da die Absatzchancen für Prozesstechnik mit wachsendem Haushaltseinkommen in der Regel überproportional steigen, kann GEA seine Position in der Getränkeproduktion und -verarbeitung in den Wachstumsmärkten China, Indien, Russland und Osteuropa zunehmend ausbauen. Darüber hinaus nimmt die Urbanisierung zu und immer mehr Menschen leben in Städten. GEA erarbeitet daher innovative Lösungen für eine intelligente Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung und die wirtschaftlichere Nutzung von Energiequellen. 

Es sind Technologien wie die aseptische Abfüllung, Zentrifugentrennung und Filtration, moderne Destillationssysteme, effizientere Heiz- und Kühlanlagen, Einrichtungen zur Emissionsreduzierung und Reinigungszubehör verfügbar, welche die Verwendung umweltbelastender Stoffe sowie den Verbrauch von Wasser, natürlichen Rohstoffen und verfügbaren Energieressourcen minimieren. Ein effizienteres, modulares Anlagendesign, einfache Installation und weniger Wartungsaufwand bedeuten, dass die Kunden aus der Getränkeindustrie von deutlich niedrigeren Betriebskosten profitieren, bei gleichzeitig optimaler Qualität und Umweltfreundlichkeit der Produktionssysteme. 

„Der Wunsch der Verbraucher, die Umwelt zum Wohle der zukünftigen Generationen zu schützen, ist inzwischen ein wichtiges Thema. Alle großen Hersteller der Lebensmittel- und Getränkeindustrie müssen detailliert über ihre Umweltleistung berichten und streben aktiv nach Verbesserungen bei CO2-Ausstoß und Wassernutzung. Wir müssen daher davon ausgehen, dass die Verbraucher schon bald die Angaben zu Wasserverbrauch und CO2-Ausstoß bei ihren Kaufentscheidungen berücksichtigen“, erklärt Ricardo Davi vom GEA Beverage Anwendungsteam.

Die Expertin für Marketing-Kommunikation, Monica Melloni, fügt hinzu: „Wir bei GEA müssen kontinuierlich nach besseren technischen Lösungen suchen. Es ist nicht mehr denkbar, dass wir eine neue Maschine oder Anlage entwickeln, die nicht deutlich wirtschaftlicher im Betrieb — und im Allgemeinen auch kompakter – als die bisherigen Systeme ist, und das bei gleichem Leistungsniveau. Inzwischen definiert sich ökonomische Machbarkeit nach Kriterien des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit.“

„Geringerer Ressourcenverbrauch, volle Ausnutzung der Energierückgewinnung, weniger Bauteile, weniger Standfläche und bessere Arbeitsbedingungen; das sind die Verkaufsargumente von heute. In gewisser Hinsicht sehen unsere Kunden uns als Wohltäter; ein Hersteller von Investitionsgütern kann jedoch nur eine Differenzierung und einen größeren Kundennutzen erzielen, wenn er Technologieführer ist. Und nur innovative Unternehmen können Technologieführer sein“, fügt sie hinzu.

Einsparung von Ressourcen für eine nachhaltige Zukunft

GEA TechnologyTalks Sustainable Solutions infographic

Weltweit wird etwa ein Drittel sämtlichen Instant-Kaffees mit GEA Maschinen produziert, und jeder vierte Liter Milch wird mit Melktechnik des Unternehmens gewonnen. Außerdem fließt jeder zweite Liter Bier durch mindestens eine Anlagenkomponente, die von GEA hergestellt wurde, und mehr als ein Viertel der kommerziell verarbeiteten Fleischprodukte werden mit GEA Geräten geformt, gekocht, gegrillt oder gebraten.

Die Produktionskette der Lebensmittel- und Getränkeindustrie umfasst jedoch sehr viele verschiedene Schritte und Beteiligte, von Landwirten und Lieferanten über Logistikunternehmen, Einzelhändler, Verbraucher bis hin zu Abfallmanagern, die alle zur Umweltbelastung beitragen. Für eine wirksame Umsetzung einer erfolgreichen Nachhaltigkeitsstrategie bei Produktion, Transport, Konsum und Recycling im Ernährungssektor und erneuerbaren Energien ist die umfassende Mitwirkung aller Beteiligten während des gesamten Produktlebenszyklus absolute Voraussetzung.

Jede Person und jedes beteiligte Unternehmen muss gleichermaßen als verantwortliche Einzelperson wie auch als Team-Player agieren. Durch die Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz und dem Einsatz bestmöglicher Verfahren kann jeder Beteiligte die Umweltleistung in seinem direkten Einflussbereich verbessern und außerdem dazu beitragen, die anderen Partner im Ernährungssektor zu motivieren, ihre Performance zu steigern und damit letztlich zu einer Lieferkette beizutragen, die mehr als die Summe ihrer einzelnen Komponenten ist.  

In einem jüngst veröffentlichten Bericht äußert sich die Branchenvereinigung FoodDrinkEurope wie folgt: „Unzählige Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie haben das Energie- und CO2-Management in ihre tägliche Praxis integriert und erzielen beeindruckende Ergebnisse. Die Herausforderung besteht darin, Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Umweltleistung zu unterstützen, den Rückstand aufzuholen, und gleichzeitig die Spitzenreiter anzuspornen, ihre Leistungen weiter zu verbessern. Langfristige Ziele zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes erfordern verstärkte Anstrengungen bei Unternehmen, Behörden und Wissenschaft, damit sich Forschung und Entwicklung ebenfalls an den Anforderungen der Industrie orientieren und die Wettbewerbsfähigkeit der neuen Technologien zu fördern.“

Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit ist die gesamte Lebensmittel- und Getränkeindustrie auf weiteres Wachstum in den kommenden Jahren ausgerichtet, das von einem zunehmenden globalen Bevölkerungswachstum und, vor allem in den Schwellenländern, höheren Haushaltseinkommen angetrieben wird. Die Mission von GEA ist es, innovative Lösungen für eine intelligente Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung und die wirtschaftliche Nutzung von Energiequellen zu konzipieren, um die Menschen und den Planeten gesund zu halten und das Engineering für eine bessere Welt bereitzustellen. 

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