Die globale Verbrauchernachfrage nach bestimmten Produkteigenschaften, insbesondere in der Lebensmittelindustrie, hat zur Entwicklung einer Vielzahl von Trockenmilchprodukten geführt - von Instant-Vollmilchpulver bis hin zu speziellen Nahrungsmittelinhaltsstoffen.

Der Bereich der Pulvermilch-Säuglingsnahrung wächst rasant und mit der Entwicklung neuer Märkte wie Asien wird diese Tendenz anhalten. Der Bedarf an Produktionseinrichtungen, um die steigende Nachfrage zu erfüllen, war noch nie so ausgeprägt.

Mehr Menschen, mehr Milch

Marktentwicklung ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Länder verknüpft, sowie mit Faktoren wie Urbanisierung, höherem Pro-Kopf-Einkommen und einer größeren Anzahl berufstätiger Frauen. Eine Haupttriebfeder für das Wachstum ist die zunehmend größere Mittelschicht in Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Die steigende Nachfrage nach Säuglingsnahrung in Asien wird von den führenden Milch erzeugenden Regionen einschließlich USA, Europa und Neuseeland befriedigt. In diesen Ländern steigt die Milchproduktion, obwohl die landesweite Nachfrage konstant bleibt, und die Überschüsse werden als Milchpulver in der ganzen Welt, vor allem in Asien verkauft.

Die asiatische Bevölkerung verzeichnet ein rapides Wachstum und dies gilt ebenfalls für eine wohlhabendere Mittelschicht. Die Bereitschaft der Milch produzierenden Länder, ihr überschüssiges Milchpulver an nicht-produzierende Ländern zu verkaufen, bedeutet, dass Produkte, die für die meisten Menschen in den asiatischen Ländern einst knapp und unbezahlbar waren, jetzt für einen deutlich größeren Teil der Bevölkerung verfügbar und erschwinglich sind.

„Wir sehen die aktuellen Herausforderungen, die zunehmende Urbanisierung und die wachsende Bevölkerungszahl; wir wissen, dass immer mehr Frauen berufstätig sind, ein höheres Einkommen haben als vorher und jetzt die Kaufkraft besitzen, um Nahrungsergänzungsmittel für ihre Kinder zu kaufen. Dies wiederum erzeugt eine Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Säuglingsnahrung, welche die diätetischen Anforderungen dieser Kinder erfüllen.“ Claus Siegaard, GEA Business Unit Manager in Singapur.

Vietnam and milk infographic

Parallel zum Import von Milcherzeugnissen aus Ländern mit Überschussproduktion entstehen in Asien ebenfalls neue lokale Industrien. Vietnam besaß vor 20 Jahren praktisch keine Milchindustrie, in den vergangenen zwei Jahrzehnten konnte das Land jedoch einen jährlichen Zuwachs seiner internen Milchproduktion um ca. 20 % verzeichnen. Die eigene Milchindustrie hat Beschäftigungsmöglichkeiten bei Milcherzeugung, Molkereien, Handel und Transport geschaffen, die ein flächendeckendes Vertriebsnetz aufgebaut haben. Eine nationale Industrie hat auch eine starke Auswirkung auf sozialer Ebene, lokal wie national.

Die positiven Folgewirkungen einer neuen Industrie

Vietnam unterstützt inzwischen mit Erfolg große Milchviehbetriebe, die ihre Kühe aus Australien / Neuseeland / USA importiert haben. Die milchverarbeitende Industrie des Landes fördert außerdem Familienbetriebe mit Herdengrößen von 5-50 Kühen. Einige Unternehmen haben sogar komplementäre Tätigkeitsfelder wie Tierkliniken, Futtermittellieferung oder Ausbildung in der Tierhaltung aufgebaut und nutzen die wichtigsten Vertriebssysteme, die örtliche Geschäfte und lokale Bezugspersonen involvieren, um die Milchproduktion zu ermutigen und voranzutreiben. Die Verfügbarkeit von im Land erzeugter und importierter Milch sowie von Säuglingsnahrung für einen deutlich höheren Anteil der Bevölkerung hat auch den Konsum beflügelt. Die Menschen in Vietnam konsumieren jetzt 30 Mal mehr Milch als ihre Eltern dies im Jahr 1990 taten. 

Der demographische Wandel treibt das Marktwachstum

China ist ein weiterer wichtiger Markt und Motor für die Säuglingsnahrungs-Industrie. China erlebt derzeit eine riesige Migrationswelle - immer mehr Menschen ziehen von ländlichen in städtische Gebiete, zunehmend mehr Frauen werden berufstätig (wie auch in anderen asiatischen Ländern), und mit den Löhnen steigt das verfügbare Einkommen. Diese demografischen Veränderungen führen alle zu einer erhöhten Nachfrage nach fertiger Babynahrung.

Chinas industrielle und soziale Entwicklung und in einem mehr oder weniger starken Ausmaß auch die lokale geopolitische Lage motivieren Hersteller daher, neue Fabriken zu bauen und die Produktion zu steigern. Natürlich ist es für Unternehmen wie GEA sehr wichtig, diesem Trend zu folgen und schnell auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Um dies zu erreichen, benötigen wir örtliche Vertretungen und Personen, die sich mit den chinesischen Vorschriften auskennen, die wissen, was und was nicht getan werden kann, und die problemlos mit den lokalen Unternehmen kommunizieren können.

„Neue, moderne Produktionsstätten sind zu einer Notwendigkeit geworden, und wir bei GEA haben das ehrgeizige Ziel, die modernsten High-Tech-Produktionsstätten nach dem jüngsten Stand der Technik zu entwickeln - von schlüsselfertigen Anlagen und Projekten bis zu Einzelkomponenten -, um diesen Bedarf zu decken.“ Claus Siegaard, GEA Business Unit Manager in Singapur.

Verantwortung als Hersteller

Diese Regionen mit hohem Wachstum benötigen neue, hochmoderne, absolut effiziente Produktionsanlagen, die eine kurze Time-to-Market und hohe Produktionseffizienz erzielen und die höchsten Standards bei Qualitäts-Säuglingsnahrung erfüllen, um dem Ernährungsbedarf der Kinder gerecht zu werden.

„Und wo positioniert sich GEA? Wir sind Anbieter von Weltklasse-Technologien, die die wirtschaftliche Produktion von Milchpulver beispielsweise durch Sprühtrocknungsanlagen verbessern. Außerdem liefern wir die Ausrüstung, um importiertes Milchpulver zu rehydrieren und wieder in Milch für den lokalen Verbrauch oder in ein Milchkonzentrat zu verwandeln, das dann beispielsweise für die Herstellung von Eis, Joghurt oder Kindernahrung verwendet wird. Außerdem ist Trockenmilchpulver auch viel preiswerter im Transport, was einen weiteren Vorteil für den Handel darstellt. Unser Antrieb und vielleicht auch unsere Aufgabe ist es, weiterhin die besten Methoden zu entwickeln, um Milch mit Nutzen für Erzeuger und Verbraucher zu verarbeiten.“ Eric Bryars, GEA Geschäftsführer in Singapore.

Dies bedeutet eine große Verantwortung für die Hersteller von Säuglingsnahrung sowie für die Anbieter von Produktionstechnik, Maschinen und Anlagen. GEA wie auch andere Prozess- und Rohstofflieferanten haben die Verantwortung, Anlagen und Ausrüstungen zu konstruieren, die den neuesten Qualitätsstandards entsprechen, und gründlich getestete Technologien bereitzustellen, die jeden Aspekt der Produktion betreffen, von der Anlieferung von Milch und Inhaltsstoffen, über die Homogenisierung, Verdampfung und Sprühtrocknung bis zur Handhabung und Verpackung des Milchpulvers. Das übergeordnete Ziel ist es, eine sichere, kosteneffiziente, hygienische und ökologisch nachhaltige Produktion zu gewährleisten. Dieses Engagement von GEA bedeutet, dass wir wirklich behaupten dürfen, "Engineering für eine bessere Welt" zu liefern.

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