„Warum outsourcen wir die Schlammentwässerung immer noch?“ fragte sich Water-link im Frühjahr 2012. Zusammen mit GEA hat der Wasserversorger aus Antwerpen einen Behälter mit einer Polymer-Aufbereitungsanlage und einer Dekanterzentrifuge errichtet und damit die Schlammentwässerung optimiert. „Entwässerung und Transport des Schlamms erfolgen jetzt automatisiert und wir sparen dadurch die Hälfte unserer Betriebskosten,“ sagt Sven Kempeneers, Prozessingenieur bei Water-link. Er fasst die 6 entscheidenden Vorteile zusammen, die sich aus der Installation des Dekanters für Water-link ergeben.

Water-link auf dem belgischen Markt

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Als größter Wasserversorger in Flandern bedient Water-link drei Marktsegmente: Haushalte, Industrieunternehmen und andere Wasserunternehmen. Vor allem versorgt Water-link über eine Million Menschen täglich mit Trinkwasser. Sven Kempeneers: „Im Hauptstrom reinigen wir das Oberflächenwasser, indem wir Schwebstoffe, Mikroorganismen, Algen usw. daraus entfernen. Die Schlammentwässerung erfolgt daher nur auf dem Reststrom, doch sie hat Auswirkungen auf den Hauptstrom“.

VORTEIL 1 – Effizienzsteigerung des Prozessablaufs

„Früher lagerten wir den Schlamm in einem Becken, in dem er aufbereitet und dann von einem Partnerunternehmen ein- oder zweimal im Jahr entfernt wurde. Bei einer derart langen Lagerungsdauer finden Abbauvorgänge im Schlamm wie z. B. die Bildung von Ammoniak statt – vor allem im Sommer. Jetzt ist die Schlammentwässerung dank der neuen Anlage ein kontinuierlicher Vorgang: Die Feststoffe werden sofort entfernt und abtransportiert. Dies bedeutet, dass wir effizienter arbeiten: Wir gewinnen mehr Wasser mit höherer Reinheit aus dem Schlamm, das sich leichter in unseren Hauptstrom zurückführen lässt.“

VORTEIL 2 – Bessere Ergebnisse

„Als Faustregel gilt, dass 1 % mehr Feststoffgehalt die Betriebskosten um 5 % senkt. Mit dieser Anlage erhalten wird jetzt einen höheren Feststoffanteil. Wir konnten den Trockengehalt von 0,1 % auf 16-22 % steigern. GEA garantierte außerdem, dass wir mindestens 600 kg Trockenmasse pro Stunde gewinnen würden, und hat diese Zusage eingehalten. Seit der Inbetriebnahme der Anlage haben wir drei Leistungsprüfungen durchgeführt, stets mit konsistent guten Ergebnissen.”

VORTEIL 3 – Geringere Umweltbelastung

„Der Schlamm ist stärker konzentriert, was die Menge verringert, die entfernt werden muss. Der Schlamm wird außerdem als Brennstoff in der Zementindustrie und in Kürze ebenfalls als Baumaterial zum Erhöhen von Deichen und im Straßenbau verwendet.“

VORTEIL 4 – Unkomplizierte Ausführung

„Ich muss zugeben, dass wir bei Water-link nicht viel über Schlammentwässerungstechniken wussten und auch nicht das Personal oder die Ressourcen hatten, um uns intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Abgesehen von einigen bautechnischen Details hat GEA dieses Projekt von Anfang bis Ende geleitet und realisiert: Konstruktion (unter Berücksichtigung strenger Auflagen hinsichtlich Schalldämmung, Isolierung sowie Be- und Entlüftung), Auftragsvergabe, die Komponenten der Anlage, Lieferung, Erstinbetriebnahme und selbst die Schulung unserer Mitarbeiter und des Überwachungsteams. Dank der umfassenden Automatisierung sind nur minimale Eingriffe durch unser Bedienpersonal erforderlich.“

VORTEIL 5 – Rundum-Service, auch nach der Inbetriebnahme

„Als ein Ergebnis dieses ganzheitlichen Ansatzes konnte GEA nicht nur ein besseres Ergebnis, sondern auch einen erstklassigen After-Sales-Service garantieren. GEA ist mit einem Team aus zehn Ingenieuren vor Ort präsent. Es ist immer jemand verfügbar, rund um die Uhr, wir müssen uns also um nichts kümmern. Die Kosten für den Fünfjahres-Wartungsvertrag sind ebenfalls angemessen.”

VORTEIL 6 – Auf die Hälfte verkürzte Amortisationsdauer

„Unsere Investitionen in Bauprojekte dieser Art rechnen sich normalerweise in einem Zeitraum von über zehn Jahren. Auf Basis der aktuellen ROI-Kalkulationen wird sich diese Investition voraussichtlich in nur fünf Jahren amortisieren.“

Ein erstklassiges Produkt

Die Ergebnisse sind beeindruckend und Water-link ist darüber sehr erfreut. Begeistert zeigte man sich auch über die souveräne Art und Weise, wie das GEA-Team sämtliche Schwierigkeiten während Projektrealisierung meisterte. „Dieser Aluminiumschlamm ist nicht einfach zu handhaben“, erläutert Sven. „Man kann ihn nicht mit dembiologisch aktiven Klärschlammim Aquafin Klärwerk vergleichen. Es gibt mehr Algen im Sommer als im Winter und gelegentlich fließt ein Strom Aktivkohle durch. Aber GEA hat die Verantwortung für das Gesamtprojekt übernommen und alle Probleme zeitnah und effizient gelöst – dabei konnten sie sich stets auch auf die Unterstützung ihres deutschen Mutterkonzerns verlassen. Hin und wieder gab es auch anstrengende Momente für beide Seiten, aber schlussendlich hat uns GEA mit einem absolut erstklassigen Produkt überzeugt.“

6 Vorteile für Water-link - Infografik
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