In der Medizintechnikbranche kommen zahlreiche Verpackungslösungen zum Einsatz, denn der gesamte Inhalt muss für jederzeitige Verifizierungen eindeutig identifizierbar sein. Als Hersteller von Geräten zur Thermoformung ist GEA die Allround-Lösung für eine große Anzahl an integrierten Etikettier-, Markier- und Kodiersystemen, die kundenspezifisch ausgelegt werden können, um besondere Spezifikationen und Anforderungen zu erfüllen. Eine jüngste Entwicklung in der bewährten TiroLabel Produktfamilie der Querbahnetikettierer von GEA ermöglicht nun das rasche und gründliche Anbringen besonders kleiner Etiketten - eine einzigartige Entwicklung in der Welt der Etikettierungstechnologie.

Die richtige Markierung ist ausschlaggebend

Neben den absoluten Anforderungen an die Hygiene ist auch eine sorgfältige Markierung von wesentlicher Bedeutung, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Medizinprodukten zu gewährleisten. Die Etikettier-/Drucksysteme von GEA eignen sich für jede vorstellbare Aufgabe, Oberfläche und Anwendung. Wir sorgen dafür, dass die Verpackungsmaschine und der Produktetikettierer voll integriert sind, um die Maschinenverfügbarkeit und Produktivität zu optimieren. Unsere Tintenstrahl-, Thermotransfer-, Heißfolien- und Rotationsdrucksysteme bieten ein umfangreiches Angebot an modernen Produktmarkierungsoptionen - alleine oder in Kombination mit dem GEA TiroLabel Etikettierer. 

„Die Investition in die Etikettierungslösungen von GEA hat sich von Anfang an ausgezahlt“, meint Tom Roberts, leitender Verpackungsingenieur in der medizinischen Abteilung von C.R. Bard.

Egal, ob die Etikettierung auf der Ober- oder Unterseite, in Laufrichtung der Maschine oder senkrecht dazu erfolgt, der GEA TiroLabel etikettiert auch die anspruchsvollsten Verpackungen auf einer mehrspurigen Bahn mit millimetergenauer Präzision und bei Geschwindigkeiten von bis zu 200 Etiketten pro Minute. Mit seiner integrierten Spezialpresse gewährleistet der TiroLabel Etikettierer eine exakte Positionsgenauigkeit. Diese ist mit einer Positioniereinheit mit zahlreichen federbelasteten Bolzen ausgestattet, die eine genaue Positionierung des Etiketts gewährleisten und gleichzeitig eine Beschädigung der Verpackung verhindern. Die Kennzeichnung kann einfach und zuverlässig auf sämtlichen Oberflächen angebracht werden.

Geringe Etikettierungsflexibilität

Bis vor kurzem war es durch mechanische Einschränkungen nur möglich, Etiketten mit einer bestimmten Größe anzubringen: 30 x 30 mm oder größer. Die amerikanischen Hersteller von Medizinprodukten benötigten jedoch wesentlich kleinere Etiketten mit den Maßen 10 x 10 mm. Aber nicht nur das, auch die Effizienz und wirtschaftlichen Aspekte mussten bei der Beschaffung berücksichtigt werden. Und da die Verpackungsgrößen in der Medizintechnikbranche im Grunde recht klein sind, kann nur eine Inline-Etikettierungslösung von der GEA TiroLabel Familie den begrenzten Platzanforderungen der Kunden gerecht werden.

Zur Entwicklung dieser Lösung haben sich die Experten von GEA auf zwei Bereiche konzentriert: zum einen haben sie die bestehenden Komponenten bewertet und zum anderen die Anwendung der Servotechnik in Erwägung gezogen. Das Inline-Querbahn-Etikettiersystem von GEA enthält einen Standardetikettierer, der mit einer Vielzahl an Drucksystemen ausgestattet werden kann, wie z. B. Thermotransferdruckern. Während der Thermoformung, die direkt auf die Versiegelungsstation folgt, gibt der Etikettierer in Echtzeit ständig individuelle Etiketten aus. Die geeignete Achsenstellung wird mit Servoantrieben gesteuert, die dafür sorgen, dass die vorgegebene Position der Packungen die optimalen Kennzeichnungsbedingungen erfüllt und über 20 Zyklen pro Minute ermöglicht.

Das Querbahn-Etikettiersystem verwendet zwei Standard-Etikettiermaschinen: eine bringt Funktionsetiketten an, während die andere einen beliebig programmierbaren Thermotransferdrucker für die Kennzeichnungsdaten enthält, die jederzeit geändert werden können. Eine Auflösung von 300 dpi gewährleistet eine ausgezeichnete Druckqualität. Die größere Etikettierungs- und Markierungsflexibilität ist ein wesentlicher Vorteil, denn es ist nun möglich, zuverlässige Drucke und außergewöhnlich kleine Etikette auf kleinformatigen Packungen anzubringen. Außerdem erfolgt das Etikettierungsverfahren schneller, kontinuierlich und kann jederzeit unverzüglich angepasst werden, um den sich wechselnden Anforderungen durch Inline-Änderung des Etikettendesigns gerecht zu werden.

Die Verwendung von bewährten Standardkomponenten erhöht die Widerstandsfähigkeit des Systems vor Störungen. Es handelt sich hierbei um geprüfte Standardlösungen, die weltweit angewandt werden. Die Kunden müssen zudem keine Reserveteile auf Lager haben, weshalb diese Lösung auch kosteneffizienter ist. Das Etikettiersystem kann auch auf Verpackungsmaschinen anderer Hersteller installiert werden. Versuche mit noch kleineren Etiketten haben bereits erfolgversprechende Ergebnisse gezeigt.

Querbahn-Etikettierer für Katheterverpackungen

„Die Investition in die Etikettierungslösungen von GEA hat sich von Anfang an ausgezahlt“, meint Tom Roberts, leitender Verpackungsingenieur in der medizinischen Abteilung von C.R. Bard. „Sie konnten einfach integriert werden und haben in mehrfach wechselnden Betriebsarten reibungslos funktioniert. Es gab niemals Stillstände oder Ausfälle.“ Die Firma entwickelt und liefert Technologien für die Gefäßmedizin, Urologie und Onkologie sowie spezielle chirurgische Produkte. „Allein auf die Katheter bezogen verpacken wir derzeit bis zu 60 Millionen Einheiten pro Jahr. Und die Tendenz ist ständig steigend.“

Die Geschäftsphilosophie der Firma beruht auf Qualität, Integrität, Service und Innovation. Um den Anforderungen in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit und der immer strengeren US-Gesetzgebung gerecht zu werden hat C.R. Bard daher den logischen Schritt unternommen, die Verpackungskennzeichnung zu verbessern und in neue Anlagentechnologien zu investieren. Noch während der Validierung hat Robert gesagt: „Wir sind sicher, dass die Anforderung nach validierten Drucksystemen steigen wird. Daher haben wir uns dazu entschlossen, bereits heute eine Drucklösung umzusetzen, die den Kennzeichnungsanforderungen von morgen gerecht wird.“

Medizinische Verpackung von GEA

GEA stellt Maschinen zur sterilen Verpackung von medizinischen Einwegprodukten, Flakons und Vials für die Pharmaindustrie und für die Sekundärverpackung von Infusionsbeuteln her. Neben den Verpackungsmaschinen bietet die Firma auch Inline-Etikettier-/Drucksysteme und nachgelagerte konvergierende Ausrüstungen und Qualitätskontrolllösungen an. GEA arbeitet für jede Anwendung eng mit dem Kunden zusammen, um eine kundenspezifische Lösung zu finden. 

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