GEA hat ein spezielles Verfahren zur Sprühtrocknung von Aloe vera in der Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie entwickelt. In der Vergangenheit wurde die Heilpflanze für diese Branchen auf natürliche Weise in der Sonne getrocknet, was eine ziemlich primitive Methode mit beschränkter Nützlichkeit darstellt. Für pharmazeutische Zwecke hingegen musste die Pflanze auf aufwendige und kostspielige Weise für die Gefriertrocknung präpariert werden. Das neue Verfahren ersetzt beide Methoden und liefert hochwertige Pulver, die sich für Körperpflegeprodukte und Nahrungsmittel genauso eignen, wie für parapharmazeutische Mittel.

Die Lösung von GEA für die Verarbeitung von Aloe vera

GEA bietet bereits Gefriertrocknungstechnologien, mit denen äußerst hochwertige Aloe-vera-Pulver für pharmazeutische Produkte hergestellt werden. Durch die Sprühtrocknung ist es nun auch möglich, beispielsweise den Kunden eine effiziente und wirtschaftliche Lösung zu bieten, die das getrocknete Endprodukt als funktionserweiternde Zutat für Joghurts, Dressings, Getränke, Gesichtscremes und Kosmetikartikel verwenden möchten. 

Für dieses Verfahren müssen die Aloe-vera-Blätter so verarbeitet werden, dass das saugfähige Fruchtfleisch auf Mikrogrammgröße desintegriert und wirksam sprühgetrocknet werden kann. Zuerst werden die Blätter ausgelöst und von der harten Außenschale getrennt. Das ausgelöste Fruchtfleisch besteht zu 98 % aus Wasser und nur zu 2 % aus saugfähigem Speichergewebe. Nach der Sprühtrocknung agiert das Aloe-vera-Gewebe als Verdickungsmittel und verleiht den Endprodukten Textur und Volumen, ohne zusätzliche Kalorien. 

Das ausgelöste Fruchtfleisch wird durch einen Schredder und eine Fräsmaschine geleitet, um einen Stoff zu erschaffen, der atomisiert werden kann. Das Aufgabegut wird auf unter 50 °C aufgewärmt und in einem Reaktionstank mit Enzymen vermischt – diese Enzyme zerlegen die Zellulosekette und verringern die Viskosität. Die Fasern werden anschließend getrennt und diejenigen von weniger als 200 Mikron Größe werden weiterverarbeitet. Das in Getränken als Bitterstoff und in der Medizin als Abführmittel verwendete Aloin wird extrahiert. Die restliche Masse wird pasteurisiert, und es entsteht ein Gel. Anschließend wird das Gel verdampft, um die Gesamtmenge an Feststoffen zu erhöhen und das Gel wird zu einem feinen freifließenden Pulver sprühgetrocknet. 

Größere Zugänglichkeit für zahlreiche Industrien dank Sprühtrocknung

Robert Djernaes, Food Sales Group Manager bei GEA in Dänemark erklärt, dass die Aloe vera dank dieses Verfahrens für eine große Reihe an Industrien sehr viel zugänglicher gemacht wird. „Das sprühgetrocknete Pulver ist ideal für die Verwendung mit Produkten aller Art geeignet. Außerdem sind die Betriebskosten bei der Sprühtrocknung geringer als bei der Gefriertrocknung“, führt er weiter aus. „Wir sind sicher, dass das Verfahren in der Lebensmittel- und der Körperpflegeindustrie großen Anklang finden wird. Das Verfahren wurde zum ersten Mal auf industrieller Ebene implementiert und wir freuen uns sehr, es in das Sortiment der Kernprozesse von GEA einreihen zu können.“

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