GEA hat die Schlüsselkomponenten und Destillationssysteme, die sie Irish Distillers im Rahmen eines 100-Millionen-Euro-Expansionsprojekts für Pernod Ricard an deren Midleton Distillery geliefert hatten, erfolgreich in Betrieb genommen.

Tommy Keane, Head of Distilling Operations, merkte an, dass die Expansion durchgeführt wurde, um dem prognostizierten Wachstum der Irish-Whiskey-Kategorie Rechnung zu tragen. Diese Wachstumsprognose basiert auf einer Verzehnfachung der Jameson-Verkaufszahlen innerhalb der letzten 25 Jahre und auf der Tatsache, dass die Einführung von Energiesparmaßnahmen einen sehr realen Einfluss sowohl auf die Produktionskosten als auch auf die CO2-Bilanz haben würden „Wir hatten uns für eine Partnerschaft mit GEA entschieden,“ meint Keane, „eine Zusammenarbeit in der Prozessentwicklung über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren. Gemeinsam waren wir in der Lage, unsere Getreidedestillations- und Maischekochbetriebe zu modernisieren und zugleich die absolut wichtigen irischen Traditionen und die Besonderheiten unserer einzigartigen Spirituosen zu bewahren.“

Wichtige Daten

  • Erweiterungskapazität: 64 MLA pro Jahr
  • CO2-Reduzierung: 37.000 Tonnen pro Jahr*
  • Kraftstoffersparnis: 5,5 Millionen € pro Jahr 
  • Rohrleitungsinstallation: 8,5 km 
  • Instrumentenkreise: 800 

(*) entspricht neuer Energieeinsparung gegenüber herkömmlichem Prozess, bei Erweiterungskapazität 

Die neue Getreidekolonneneinheit wurde so konzipiert, dass die Destillation unter Vakuum und mit Energiekopplung mit Hilfe einer Druck-Vakuum-Kaskade erfolgt. Obwohl es sich um eine fundierte Technologie handelt, erforderte die besondere Beschaffenheit der Spirituose umfassende Entwicklungsarbeiten und Überprüfungen. „Die wurden durchgeführt, und zwar sowohl unter Laborbedingungen als auch unter Pilotmaßstabsbedingungen in der Anlage der Midleton Distillery, um den Auswirkungen von Temperatur und Druck auf bestimmte Hauptaromabestandteile entgegenzuwirken“, erklärt der Sprecher von GEA, David Scheiby. Das Ergebnis war ein neuer technologischer Meilenstein: die erste kommerzielle Destilliereinrichtung unter Einsatz von MVR – Mechanical Vapor Recompression, deutsch: Dampf-Rekompression. Bei diesem Verfahren wird Energie mechanisch rückgewonnen und wieder in die Destillationskolonne rückgeführt – fast ein ‚Engelskreis‘ für die Rückgewinnung und Wiederverwendung von latenter Wärme.“

Der neue Getreidedestillationsprozess hat die frühere Kapazität der Brennerei abgelöst und mehr als verdoppelt. Bemerkenswerterweise lieferte die Einheit gleich beim ersten Warmlaufen Destillat gemäß der Spezifikationen – also innerhalb weniger Stunden nach ihrer ersten Befüllung mit vergorenen Maische”, erklärt Tommy Keane.

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