Der mittelständische Familienbetrieb Peter Braun Fleisch & Wurst e.K. in Konken, Rheinland-Pfalz, ist ein traditionsreiches Metzgereiunternehmen mit 100 Mitarbeitern. Damit frisches Fleisch und Schinken sowie Wurst in der Dose oder im Glas den Kunden frisch und in Top-Qualität erreichen, sind ausgefeilte Kühlsysteme für die Produktions- und Lagerräume von größter Wichtigkeit.

Intelligente Kühlsysteme für die Produktions- und Lagerräume

Peter Braun

Peter Braun genießt einen guten Ruf, und nicht nur in der Region. Täglich – und wo nötig auch mehrmals täglich – fahren Kühlfahrzeuge 14 eigene Verkaufsfilialen sowie weitere Lebensmittelhändler an. Das Sortiment umfasst frisches Fleisch und Wurstwaren aus eigener Schlachtung. für Delikatessentheken, Selbstbedienungssupermärkte und Regale mit Wurstkonserven. 

Bei Peter Braun stellen drei voneinander unabhängige Verbundanlagen Kälte für die Produktion und das Lager bereit. Das älteste System, das den Produktionsprozess und die Kühlräume mit Kälte versorgt hat, wurde mit dem Kältemittel R22 betrieben.

Nach der aktuellen in der Europäischen Union gültigen Rechtslage (EG-Verordnung Nr. 2037/2000) hätte die Anlage ab 1. Januar 2015 nicht mehr gewartet oder repariert werden dürfen. Daher beschloss die Firma Peter Braun den Austausch dieser Anlage, jedoch ohne größere Eingriffe in die bestehende Verrohrung.

Außerdem war der Geschäftsführung von Peter Braun wichtig, dass die im Vorfeld erneuerte Wärmerückgewinnungsanlage nach der Umrüstung weiterhin eingebunden ist. Wegen der baulichen Gegebenheiten mussten zudem die Abmessungen der neuen Kältetechnik der der alten R22-Anlage entsprechen.

Im Sommer 2014 tauschte die Firma Weck Klima-Technik, ein Kälteanlagenbauer mit Niederlassungen in Offenbach-Hundheim, die alte R22-Anlage gegen eine hocheffiziente, kompakte [CF] System-Verbundanlage mit Kompressoren der HG44e-Serie von GEA aus. Die neue Anlage wurde von der Christof Fischer GmbH in Stuttgart gefertigt.

Diese Kompressoren-Baureihe weist die größte aktuell auf dem Sektor verfügbare Leistungsdichte auf. Da zum Einbau und Anschluss der neuen Technik nur ein Zeitfenster von 14 Stunden zur Verfügung stand, waren vorbereitende Arbeiten notwendig. Diese betrafen hauptsächlich die Anpassung der Rohranschlüsse und des Schaltschranks. Der Produktionsbetrieb konnte auf diese Weise auch während der eigentlichen Umrüstungsarbeiten ohne Unterbrechungen weiterlaufen.

Die neue Verbundkälteanlage ist seit Juli 2014 im Einsatz und hat sich bereits bewährt. Die Energieeinsparung der neuen Technik gegenüber dem alten R22-System (mit etwa der gleichen Kälteleistung) beträgt pro Jahr rund 18 Prozent.

Die neue Verbundanlage erzeugt 133 kW Kälte bei einer Verflüssigungstemperatur von 45 °C und einer Verdampfungstemperatur von -10 °C. Sie fügt sich problemlos in das bestehende Wärmerückgewinnungssystem ein. Letzteres erzeugt aus der Abwärme der Kälteanlagen 256 kW Wärme. Mit dieser rückgewonnenen Energie wird Wasser erhitzt und zur Reinigung in der Produktion eingesetzt.

Die Hauptkomponenten der neuen Installation sind vier GEA Kompressoren der HG44e-Serie: drei HG44e/770-4S mit einem Hubvolumen von 67 m³/h und ein frequenzgeregelter GEA Kompressor HG44e/565-4S.

Die vierzylindrigen, semi-hermetischen Kompressoren der HG44e-Serie haben, gegenüber ihren Vorgängermodellen, einen verbesserten Wirkungsgrad, ein größeres Hubvolumen (die größte Ausführung, der HG44e/770-4-Kompressor, bietet mit 67 m³/h fast 20 % mehr Hubvolumen als das größte HG4-Modell), eine kompaktere Bauweise sowie eine neue, marktübliche Anordnung der Anschlüsse. Auch die Fußbefestigungen entsprechen dem Branchenstandard.

Die energieeffiziente HG44e-Serie zeichnet sich durch ein modernes Ventilplattensystem, Elektromotoren der jüngsten Generation sowie eine verbesserte Gasströmung aus. Als Kältemittel wird bei der Verbundanlage R422D mit Mineralöl eingesetzt, um das bestehende Rohrleitungssystem weiter nutzen zu können.

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