Lotte Chilsung Beverage trat mit der Einführung seiner neuen Marke Kloud 2014 auf den Biermarkt in Südkorea ein. Das Bier genießt so großen Erfolg, dass Lotte Chilsung Beverage mit seiner alten Brauerei schnell an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Im April 2015 wurde GEA die Planung, die Lieferung und die Montage einer kompletten Greenfield-Brauerei übertragen, mit der die Produktionskapazität von Lotte Chilsung Beverage um das Dreifache erhöht werden sollte.

Kloud-Bier in der Flasche

Lotte Chilsung Beverage (LCB) ist Teil der Lotte Gruppe, einer der TOP 10 Asia Companies, mit über 50 Unternehmen in Korea, Japan und in Übersee. 2014 brachte LCB sein qualitativ hochwertiges, nach deutscher Art gebrautes Pilsner unter der Marke Kloud auf den koreanischen Markt. Die koreanischen Braumeister entwickelten ihr neues Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot, mit 100 % Malz und Hopfen. Die Rohstoffe in Spitzenqualität werden von deutschen und tschechischen Hopfenbauern bezogen. 

Kloud-Bier von LCB entwickelte sich auf dem koreanischen Markt schnell zu einem Verkaufsschlager. Innerhalb eines Jahres musste das Unternehmen seine Produktionskapazität erheblich erweitern, um der Nachfrage gerecht zu werden. LCB suchte einen erfahrenen Partner für den Bau und die Ausrüstung einer komplett neuen Greenfield-Brauerei mit einer Anfangskapazität von 2 Millionen Hektolitern pro Jahr. Nach Prüfung verschiedener Optionen vergab LCB den Auftrag über Planung und Bau der neuen LCB Brauerei an GEA, einem der weltweit führenden Hersteller in den Bereichen Greenfield-Brauereien und Brauereiausrüstung. Die neue Brauerei wird in Zusammenarbeit mit Lotte Engineering & Construction gebaut.

Lotte verfolgt strenge Unternehmensrichtlinien in Bezug auf nachhaltige Produktion und den schonenden Umgang mit Ressourcen, und so kamen bei der Entscheidung für GEA Kriterien wie Qualität, Effizienz, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Umweltschutz zum Tragen. Nachhaltigkeit war während der gesamten Planungs- und Entwicklungsphase des Projekts eine der zentralen Prioritäten.

GEA hat die Brauerei komplett neu entworfen. Integriert wurden modernste Technologien und Anlagen für das neue Sudhaus, den Kaltbereich und die Utilities, von Rohstoffhandling bis zur Übergabe an die Abfüllanlage. Projektausführung und örtliche Unterstützung in Korea liegen beim bewährten lokalen GEA Partner, Soo Nam Enterprise. Die Bauarbeiten wurden auf zwei Jahre veranschlagt, sodass die Brauerei Mitte 2017 produktionsbereit ist.

Das neue Sudhaus hat eine Kapazität von 1200 hl Ausschlagwürze bei 12 Suden pro Tag. Für den kritischen Läuterprozess hat LCB das LAUTERSTARTM System von GEA gewählt. Das LAUTERSTARTM System kombiniert zukunftsweisendes Design und optimale Betriebsparameter für das Abläutern und Anschwänzen. Der gesamte Prozess wird mit MLM, dem multifunktionalen Läuter-Management von GEA, überwacht und geregelt. Diese Automatisierungssoftware gewährleistet eine konstant hohe Extraktausbeute und -qualität.

Für eine schonende Würzekochung mit niedrigem Dampfdruck installiert GEA das Innenkochersystem JETSTARTM, das einen zweistufigen Prozess für das schonende Kochen (Simmerboil) und Verdampfen ermöglicht. Mit dem vielseitigen JETSTARTM können individuelle Kochrezepte für die einzelnen Biersorten realisiert werden. Dank des ebenfalls installierten GEA Energiespeichersystems sinkt der Verbrauch von Heizenergie um mehr als 30 %.

Kloud-Bier von Lotte in der Dose

Für den Kaltbereich der neuen Brauerei war LCB auf der Suche nach maximaler Flexibilität in Kombination mit höchsten Sicherheitsstandards zu einem vernünftigen Preis. Diese Anforderungen erfüllt die Verrohrungstechnologie GEA ECO-MATRIXTM mit vermischungssicheren GEA Doppelsitzventilen.

Für Hefereinzucht und -management wird der neue Standort mit weiteren GEA Anlagen wie dem YEAST-STARTM ausgestattet. Für den kritischen Prozess der Bierfiltration installiert GEA zwei Membranfilteranlagen mit Polymer-Membranen, jeweils mit einem GEA Separator sowie einer Inline-Stabilisierung und einer sterilen Kaltfiltration. Dank eingebauter Redundanz sorgt diese Konfiguration für unterbrechungsfreien Betrieb und maximale Kapazität.

Zudem hat GEA alle großen Gär- und Lagertanks und auch die Drucktanks zur Außenaufstellung geliefert. Die Tanks wurden von einer Drittfirma vorgefertigt und dann vor Ort montiert und isoliert.

Die Prozessautomatisierung basiert auf einem Braumat-System. Sie deckt den gesamten Produktionsbereich ab, einschließlich der Malzbehandlung und Utilities. Die gesamte Brauerei wird von einer zentralen Steuerwarte aus kontrolliert.

Mit einer geplanten Konstruktions- und Bauzeit von ca. zwei Jahren ist der neue Standort bis Mitte 2017 produktionsbereit.

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