GEA liefert nicht nur die Technologie für Bierbrauereien, sondern auch die neue Prozessverrohrung für den Sekthersteller im Herzen von Deutschlands nördlichster Weinbauregion Saale-Unstrut.

Die historische Sektkellerei

Seit den frühen 90er Jahren wurde kontinuierlich in die historische Sektkellerei in Freyburg an der Unstrut investiert. Im Zusammenhang mit dem Einbau des Weinstein-Stabilisierungssystems von GEA begann GEA Brewery Systems mit der Integration von Prozesstechnologie und Rohrleitungssystemen.

Im Frühling 2011 beschlossen die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien, die Fertigungsanlagen in Freyburg fit für die Zukunft zu machen. Die Abfüllleistung sollte von aktuell 20.000 auf 28.000 Flaschen pro Stunde erhöht werden. Diese Kapazitätssteigerung wirkt sich auch auf den Produktionsprozess insgesamt aus.

Im Einzelnen bedeutete dies Folgendes:
• Errichtung von drei Gärhallen mit je 36 Gärtanks (Füllvolumen pro Tank: 160.000 Liter)
• Prozessverrohrung der neuen Gärhallen
• Erhöhung der Abfüll- und Entleerkapazitäten in den vorhandenen Gärhallen 1 bis 7
• Leistungssteigerung der Filtrations- und Weinstein-Stabilisierungseinrichtungen
• Neues Abfüllsystem für 28.000 Flaschen pro Stunde

Schritt für Schritt

Rohrleitungssystem mit ortsfesten Umschaltpanels

In der ersten Bauphase Anfang Mai begann GEA mit der Ausführung der Prozessverrohrung in Gärhalle 8 mit 36 Gärtanks. Dieser Schritt beinhaltete auch die Prozessverknüpfung mit Gärhalle 7 für Wein, Sekt, Wasser und Abluft.

Insgesamt werden in diesem Bereich 1250 Meter Edelstahlrohre mit einem Nenndurchmesser von DN 50 bis DN 80 auf Edelstahlhalterungen verlegt, und zwar als feste Rohrleitungen, wie dies bereits in den vorhandenen Gärhallen der Fall war. Dieses Rohrleitungssystem mit ortsfesten Umschaltpanels (siehe Bild) ersetzte schon zu diesem Zeitpunkt das alte Schlauchsystem, da es viel einfacher zu bedienen war und für eine höhere Arbeitssicherheit sorgte.

Die Gärtanks wurden mit manuellen Absperrventilen konzipiert, da sie nur zweimal im Jahr befüllt und geleert werden. Die Schwingbögen sind mit einem Expansionsventil versehen, das es den Bedienern erleichtert, die Schraubverbindung zu lösen (6 – 8 bar g Betriebsdruck). Alle Installations- und Schweißarbeiten werden von unserem Fachpersonal ausgeführt. Besonderes Augenmerk wird auf die langen Rohre mit der entsprechenden Neigung gerichtet, außerdem auf die Schweißbuckel, die 10 % der Wandstärke nicht überschreiten dürfen. Alle Rohre werden im TIG-Schutzgasverfahren geschweißt. Anschließend wird die Außenseite der Schweißnähte passiviert (gebeizt). Die Rohre werden parallel zu den Tankreihen verlegt und enden vor jedem Tank mit einem manuellen Scheibenventil für Wein oder Sekt. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gibt es Gruppenanschlüsse für Abluft an die entsprechenden Ringleitungen.

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