Butter-Herstellungsanlage

Übersicht

Seit Dr. Fritz die kontinuierliche Butterungsmaschine im Jahre 1941 erfand, hat GEA das Prinzip laufend weiterentwickelt. Während anfangs nur relativ kleine Mengen Rahm zu Butter verarbeitet werden konnten, wurden die nachfolgenden Generationen bis zu den aktuellen Butterungsmaschinen vom Typ BUE selbstverständlich auch für die großvolumige industrielle Produktion konstruiert. GEA Prozesslinien werden als Komplettlösungen geplant und vereinigen zusätzlich zur Butterungsmaschine alle sonstigen für die Herstellung qualitativ hochwertiger Butter erforderlichen Komponenten – von den Behältern über die Pasteurisiereinheit bis zur Butterherstellungsmaschine, einschließlich aller Bedienelemente und der kompletten Verrohrung. Mit Ausnahme der direkt angeschlossenen Verpackungsmaschine stammen daher alle Prozessmodule aus einer einzigen Quelle. Dies bedeutet weniger Schnittstellen, optimale Kompatibilität und mehr Zuverlässigkeit als ein Ergebnis praxisbewährter Komponenten.

Das Herz der Butterherstellung: Die Butterungsmaschine

Die Butterung, d. h. die Umwandlung von Rahm in Butter, wird durch Umkehrung der Fett-in-Wasser-Emulsion in eine Wasser-in-Fett-Emulsion bewirkt. Um diese Phaseninvertierung zu erreichen, müssen die Fettkügelchen unter Einbeziehung von Luft mechanisch aufgespalten werden.

Die Fettkügelchen sind von einer Membran umgeben, die aus Phospholipiden, Proteinen, Enzymen, Hydratwasser sowie Kupfer- und Eisenionen besteht und verhindert, dass sich das Fett einfach mit der Rohmilch vermischt.

Eine Zerstörung dieser Membran setzt das aus flüssigen und kristallinen Fraktionen bestehende Fett frei. Die flüssigen Fraktionen verbinden sich und bilden sogenannte Fettagglomerate, die auch als Buttergranulat bezeichnet werden. Das Buttergranulat wiederum schwimmt auf der wässrigen Phase, der Buttermilch. Diese wird durch die Maschine separiert, gekühlt und als ein wertvolles Nebenprodukt verwendet.

Für jede Butter der ideale Prozess

Butter

GEA Prozesslinien können für die Herstellung von Süßrahm-, mildgesäuerter und Sauerrahmbutter verwendet werden, die aus Süß- oder Sauerrahm gewonnen werden. Die Integration zusätzlicher Elemente ermöglicht allerdings auch die industrielle Produktion von Mischfetten mit einem reduzierten Fettgehalt, mit Pflanzenfettzusätzen oder auch einem reduzierten Gehalt sogenannter SNF (solids, non-fat [fettfreie Feststoffe]). Weil mehr und mehr Konsumenten bewusst eine fettarme Diät verfolgen, wird die Marktbedeutung für solche modifizierten Mischfette weiter zunehmen. 

Ob herkömmliches oder modifiziertes Verfahren, die GEA Prozesslinien ermöglichen alle Arten der Herstellung in gleichbleibend hoher Qualität. Die Komplettlösung wird durch ein CIP-System (cleaning-in-place [Reinigung ohne wesentliche Demontage]) abgerundet, mit dem sich das System sowohl unkompliziert als auch zuverlässig reinigen lässt. Dieses CIP-System besteht aus einem Warmwasserbehälter, einem Behälter für die Spezialwaschlauge, den erforderlichen Ventilen und einem Beheizungssystem mit den zugehörigen Pumpen.