Rundläufertablettenpressen für industrielle Anwendungen R233 Tablettenpresse

Tablettenpresse R233 für verstärkte Tablettenpresse für Ein- und Zweischicht-Anwendungen.

Die Tablettenpresse R233 ist eine verstärkt und vollautomatisch ausgeführte Rundläuferpresse für die Tablettenherstellung als Einschicht- / Doppelaustritt oder Zweischicht-Anwendung / Einzelaustritt. Mit dem hochfesten Gussstahlrahmen, dem Edelstahlgehäuse und dem nickelbeschichteten, geschmiedeten Stahlturm mit hart verchromten Verschleißplatten ist dies eine sehr robuste Maschine, die sich für die Verarbeitung abrasiver und korrosiver Pulver eignet. Dank des GMP-Designs wurde sie auch für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie übernommen.

Merkmale der Maschine

  • Sie ist mit speziellen verstärkten Stempelträgern für eine optimale Druckverteilung ausgestattet. 
  • Die Vorkompression von bis zu 10 kN wird auf einer Vorkompressionsnocke für eine verlängerte Verweilzeit durchgeführt; dies ergibt vor den endgültigen Kompression eine bessere Pulverentlüftung und eine homogenere Verteilung des Granulats in der Matrize. 
  • End-Presskraft von bis zu 150 kN.
  • Vollständig GMP-konformes Design.
  • Mit MC5-Steuersystem (Multi-Control 5) ausgerüstet.
  • Bei einer Ausrüstung mit den einzigartigen GEA-Schmiersystemen für die Matrizenwand und Stempelfläche ist die R233 die ideale Maschine für die Hochgeschwindigkeitskompression von Brausetabletten.

 

Technische Daten

Die Anlage R233 ist für sechs Formatwerkzeuggrößen erhältlich:

ModellR233/23R233/27R233/33R233/39R233/45R233/47
Anzahl an Stationen232733394547
Max. Verpresskraft [kN]150
Max. Vorkompressionskraft [kN]10
Maximale Füllung [mm]35
Max. Bereich pro Satz Füllkurven [mm]15
Obere Stempeldurchdringung [mm]6
Durchmesser des Stempelhaltergehäuses [mm]604845403232
Außendurchmesser der Matrize [mm]787060484040
Max. Ausgangsleistung bei Presskraft 150 kN [Tabl./h]120,000144,000177,000210,000243,000252,000
Max. Ausgangsleistung bei max. Presskraft [Tabl./h]90,000105,000129,000153,000177,000186,000
Höhe Tablettenpresse [mm]2,260
Bodenfläche [mm]1,400 x 1,500
Gewicht [kg]7,000

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R233 Sonderfunktionen

Die Maschine R233 ist mit einer Anzahl von Sondermerkmalen zur Steigerung der Ausgangsleistung, zur Optimierung der Prozesssteuerung und zur Minimierung der Wartungsanforderungen verfügbar.

Werkzeugoptionen

Zu den besonderen Formatwerkzeugmerkmalen gehören Stempelträger mit Hochdruck-Pressköpfen und Stempel mit mehreren Spitzen.

(1) Stempelträger für hohe Presskräfte:

Im Allgemeinen sind pharmazeutische Pressen mit standardisierten Formatwerkzeugen mit pilzförmigem Kopf ausgestattet, da die Press- und Auswurfkräfte bei kleinen, oral einzunehmenden Tabletten begrenzt sind. Allerdings sind für industrielle Anwendungen höhere Kompressions- und Auswurfkräfte erforderlich. Nur bei Presskräften über 60 kN empfehlen wir unbedingt den Einsatz der GEA Stempelträger für eine langfristige störungsfrei Kompaktierung bei geringeren Kosten. 

GEA Stempelträger unterscheiden sich von den EU- oder TSM-Standards in drei Dingen:

  1. Die patentierten Hochdruck-Pressköpfe sind so abgedreht, dass der Kontakt mit der Kompressionsrolle eine Linie ist, im Gegensatz zum Einzelpunktkontakt zwischen einem Pilzkopfstempel und der Kompressionsrolle. Der Linienkontakt reduziert den spezifischen Druck am Kontaktpunkt erheblich; dies führt zu einer längeren Lebensdauer des Stempelkopfs.
  2.  Da der Stempelträger keinem großen Verschleiß ausgesetzt ist, empfehlen wir immer, das Formatwerkzeug in zwei Teilen zu verwenden: als Stempelträger und als Stempelspitze. Auf diese Weise können beide einzeln ausgetauscht werden.
  3.  Die Rollen seitlich am Hochdruck-Presskopf rollen in einer Nockenschiene, vergleichbar der Reibbewegung eines Pilzkopfs in den Nocken. Diese Rollen ermöglichen auch eine längere Verweilzeit bei der Vorkompression und einen glatten, Verschleiß-freien Auswurf.   

(2) Formatwerkzeuge mit mehreren Spitzen:

Eine Möglichkeit zur Steigerung der Herstellungsleistung bei kleineren Tabletten ist der Einsatz von Formatwerkzeugen mit mehreren Spitzen. Dabei wird eine Reihe kleinerer Stempelspitzen an einem größeren Stempelträger befestigt. Die Herstellungsleistung multipliziert sich durch die Anzahl der Formatwerkzeugspitzen ohne Änderung der Verweilzeit oder Entlüftungszeit.

Optionen bei der Pulverbeschickung

Es sind verschiedene Zusatzausstattungen lieferbar, um den Fluss von Pulver mit schlechten Fließfähigkeit zu verbessern und sicherzustellen, dass fragile Pulver nicht beschädigt werden.

(1) Einspeisesystem mit Doppel-Räumpaddel:

Zur Zeit ist das rotierende Einspeisesystem mit Doppel-Räumpaddel der häufigste Einspeisetyp, da die Zeit des Matrizenwegs unter dem Einspeisesystem länger ist als bei anderen Einspeisetypen. Dies ermöglicht schnellere Tablettenaustrittsgeschwindigkeiten. Das erste Räumpaddel des Einspeisesystems befindet sich über der Einfüllnocke, während das zweite Räumpaddel über der Dosiernocke sitzt und das Pulver zurück in das erste Räumpaddel bringt.

Vorteile des GEA Einspeisesystems mit Doppel-Räumpaddel: 

  • Unabhängiger Antrieb für jedes Räumpaddel, mit individueller Geschwindigkeitseinstellung  
  • Leichtes Gewicht 
  • Keine Zahnräder oder Riemen für die Übertragung zwischen den Räumpaddeln 
  • Einfach zu entfernen, zu öffnen und zu reinigen 
  • Austauschbare Räumpaddel für verschiedene Pulvereigenschaften 
  • Verfügbar in Einschub-Verschleißplatte; dies ermöglicht den Kontakt des Einspeisesystems mit der Turmoberfläche. Auf diese Weise wird die Pulvermenge außerhalb des Einspeisesystems minimiert und die Ausbeute erhöht. 

(2) Vibra-Fluid-Einspeisesystem: 

Eine Vibratorvorrichtung verbessert den Fluss schwieriger Pulver.

(3) Pulverdosierventil oder PDV: 

Pressen werden häufig von IBCs oder Silos gespeist. Wenn diese leer laufen, ändert sich der Pulverdruck in der Pressezuführung und somit in der Matrize, was zu Variationen beim Tablettengewicht führt. Das Tablettengewicht-Steuersystem der Presse oder der Bediener kann die Matrizenfüllung einstellen, aber über das PDV kann der Druck in der Zuführung wesentlich einfacher konstant gehalten werden. Ein Sensor erfasst den Pulverfüllstand in einem transparenten Röhrchen und steuert den Motor des Pulverabstreifers. Wenn der Abstreifer nicht rotiert, wird der Pulverfluss gestoppt. Das PDV hält nicht nur den Pulverdruck konstant, es verhindert auch eine Segregation des Pulvers. Ein weiterer Vorteil ist, dass das PDV auch mit abrasiven Pulvern verwendet werden kann. 

 

Perfektionierung des Auswurfs

Verschiedene Lösungen sind lieferbar, um sicherzustellen, dass die verpressten Komponenten während des Ausstoßes nicht beschädigt oder verformt werden.

(1) Minderung der Aufprallwirkung hoher Auswurfkräfte: 

Wenn die GEA-Stempelträger mit Lagerrollen auf Nocken eingesetzt werden, können Auswurfkräfte bis zu 10 kN ohne übermäßigen Verschleiß angewendet werden. 

(2) Schmierung der Matrizenwand:

Als Regel gilt, dass Schmiermittel in das Pulver eingearbeitet werden, und so einen glatten Auswurf ermöglichen. Allerdings ist dies für einige Anwendungen keine Option, da die meisten Feststoff-Schmiermittel die Tablettenhärte reduzieren oder das Pulver kontaminieren. Als Alternative zur Zugabe von Schmiermitteln zur Pulvermischung lagert das Schmiersystem der Matrizenwand einen dünnen Öl- oder Fettfilm auf der Matrizenwand ab, um einen glatten Tablettenauswurf zu gewährleisten. Für die Steuerung der Matrizenwandschmierung ist eine Komplettlösung verfügbar.

(3) Schmierung der Stempelseite: 

Wenn es Probleme gibt, weil die Stempelseite fest hängt, kann ein Magnesiumstearatfilm auf den Stempelflächen aufgebracht werden.

(4) Tabletten-Entnahmesystem: 

Das Tabletten-Entnahmesystem ersetzt die serienmäßige Tablettenrutsche und ist für die Entnahme fragiler Tabletten aus der Presse und/oder zum Einbringen von Tabletten auf einer einzigen Anlage zur weiteren Verarbeitung eine großartige Ausrüstung.

Prozesssteuerung

(1) Luftkompensator für das Verpressen in einer konstante Dichte

Wenn ein vollständig symmetrisches Verpressen erforderlich ist, werden ein oberer und ein unterer Luftkompensator installiert. 

Der Luftkompensator, der ausschließlich bei GEA-Tablettenpressen eingesetzt wird, wird mit der oberen und der unteren Druckrolle verbunden und wirkt wie ein Polster. Der Druck im Luftkompensator ist so eingestellt, dass die Rollen während jedes Pellet-Verdichtungszyklus einige zehntel Millimeter bewegt werden, um sicherzustellen, dass jedes Verpressen mit dem eingestellten Kompressionsdruck durchgeführt wird. Jedes Pellet wird mit einer gleichen Dichte verpresst, und Höhenschwankungen spiegeln die Unterschiede in der Matrizenfüllung und in den Pulvereigenschaften wider. 

(2) Luftkompensator für das Verpressen in einer konstanten Dicke

Der im Kompensator eingestellte Druck gleicht der maximalen Druckkraft, die die Werkzeugspitzen aufnehmen können. Wenn der eingestellte Schwellenwert überschritten wird, bewegt sich der Luftkompensator sofort und schützt die einzelnen Stempelspitzen vor Überlastung. Die Presse stoppt und die Überlaststellung wird angezeigt. 

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