Eindampftechnik Naturumlaufverdampfer

Vertikaler Rohrbündelwärmeaustauscher geringer Rohrlänge, seitlich oben angeordneter Abscheider.

Arbeitsweise

Die zu konzentrierende Flüssigkeit wird von unten aufgegeben und steigt nach dem Prinzip der „Mammutpumpe“ nach oben.

Durch die äußere Beheizung der Rohre beginnt der Flüssigkeitsfilm an den Rohrinnenwänden zu sieden und verdampft dabei teilweise. Infolge der Aufwärtsbewegung des entstehenden Brüden wird auch die Flüssigkeit nach oben befördert. Die Flüssigkeit trennt sich im anschließenden Abscheider vom Brüden und fließt in einem Zirkulationsrohr zurück in den Verdampfer, so dass ein geordneter Umlauf entsteht.

Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Heiz- und Siederaum, umso stärker ist die Verdampfung und somit der Flüssigkeitsumlauf, was einen besseren Wärmeübergang zur Folge hat.

Unterteilt man den Siederaum des Umlaufverdampfers in mehrere getrennte Kammern mit jeweils eigener Flüssigkeitszirkulation, lässt sich für hohe Endkonzentrationen bei gleicher Verdampfleistung die erforderliche Heizfläche deutlich reduzieren.

Die Endkonzentration wird nur in der letzten Kammer erreicht. In den anderen Kammern ist der Wärmeübergang durch die geringeren Viskositäten und Siedepunktserhöhungen deutlich besser.

 

Besondere Eigenschaften

Schnelles Anfahren und große spezifische Leistung – da der Flüssigkeitsinhalt des Verdampfers durch die verhältnismäßig kurzen und engen Heizrohre (1 bis 3 m) sehr klein ist.

Einsatzgebiete

  • Zur Eindampfung von temperaturunempfindlichen Produkten, wenn große Eindampfverhältnisse erforderlich sind.
  • Für Produkte, die leicht zu Verschmutzungen neigen und bei nicht-newtonschen Produkten, wenn durch die hohen Geschwindigkeiten eine Abnahme der scheinbaren Viskosität erreicht werden kann.
  • Der Umlaufverdampfer mit unterteiltem Siederaum und aufgesetztem Abscheider als Hochkonzentrator.